|
Hallstadt bei Bamberg (ots) - Der 4. Cleantech Innovation Summit brachte am
Cleantech Innovation Park in Hallstadt rund 300 führende Vertreterinnen und
Vertreter aus Industrie, Wissenschaft, Politik und Forschung zusammen. Im
Mittelpunkt der Veranstaltung in Oberfranken standen zentrale Zukunftsthemen wie
nachhaltige industrielle Wertschöpfung, Künstliche Intelligenz,
Elektromobilität, Batterietechnologien und Kreislaufwirtschaft. Ziel des Summits
war es, den Wissenstransfer zwischen den Akteuren zu fördern und neue Impulse
für die Transformation der Industrie in der Europäischen Metropolregion Nürnberg
(EMN) zu setzen.
Bereits die Eröffnungs-Keynote von Stefan Müller, Leiter der Abteilung
"Zukunftsvorsorge - Forschung für Grundlagen und nachhaltige Entwicklung" im
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, verdeutlichte die
strategische Bedeutung von Schlüsseltechnologien für die Innovations- und
Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Diese müssten in wichtigen Zukunftsbranchen
wie Cleantech angewendet werden: die Cleantech-Branche sei ein bedeutender
Wirtschaftsfaktor für Deutschland und generiere hohe Wertschöpfung. Die Branche
umfasst Unternehmen, die Technologien anwenden, die Umweltbelastungen
reduzieren, Ressourcen effizienter nutzen und den Übergang zu einer
nachhaltigeren Produktion ermöglichen.
Cleantech als Treiber industrieller Wettbewerbsfähigkeit
Im anschließenden Fachpanel diskutierten hochrangige Vertreterinnen und
Vertreter aus Industrie, Politik und Wirtschaft die Bedeutung nachhaltiger
Technologien für den Industriestandort Deutschland. "Der Cleantech Innovation
Summit bringt Wirtschaft und Wissenschaft an einen Tisch, um über die
Herausforderungen auf dem Weg zum klimaneutralen Wirtschaftsstandort Bayern zu
diskutieren. Themen wie Versorgungsicherheit und Nachhaltigkeit sind dabei
genauso entscheidend wie Bezahlbarkeit und Akzeptanz. Die bayerische
Staatsregierung ermöglicht diesen Wandel durch die Förderung zukunftsgerichteter
Projekte vor Ort wie den Cleantech Innovation Park oder das
KMU-KI-Erfahrungszentrum", sagt Tobias Gotthardt, Staatssekretär im Bayerischen
Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.
Die Diskussion machte deutlich, dass Cleantech-Lösungen zunehmend zu einem
entscheidenden Wettbewerbsfaktor werden. Neben der Dekarbonisierung
industrieller Prozesse standen insbesondere Ressourceneffizienz,
Versorgungssicherheit und technologische Souveränität im Fokus. "Der Cleantech
Innovation Summit 2026 steht für die Überzeugung, dass nachhaltige
Transformation nur durch mutige Ideen, interdisziplinäre Zusammenarbeit und
konsequentes Handeln gelingen kann. Gerade für die Metropolregion Nürnberg als
international sichtbares Wissenschafts- und Wirtschaftszentrum ist Cleantech
längst nicht nur eine Option, sondern vielmehr ein wichtiger Bestandteil unserer
Wettbewerbsfähigkeit", sagt Prof. Dr. Stefan Leible, Fachlicher Sprecher des
Forums Wissenschaft der Metropolregion Nürnberg und Präsident der Universität
Bayreuth.
Die Expertinnen und Experten betonten, dass die Transformation hin zu einer
klimaneutralen Wirtschaft nur durch eine enge Zusammenarbeit entlang der
gesamten Wertschöpfungsketten gelingen kann. Für EMN-Geschäftsführer Dr. Thomas
Koch steht fest: "Innovationen bei Energie, Mobilität und Materialwirtschaft
sind Voraussetzungen für nachhaltiges Wachstum und langfristige
Wettbewerbsfähigkeit. Dieser Summit ist hierfür ein hervorragendes Beispiel!"
"Siemens verfolgt seit vielen Jahren eine klare Nachhaltigkeitsstrategie mit dem
Ziel, bis 2030 klimaneutral im eigenen Betrieb zu sein. Bei unseren Kunden
konnten wir in den vergangenen Jahren mit unseren Technologien und Lösungen
bereits rund 700 Millionen Tonnen CO2 einsparen - und so aktiv den Weg zu einer
nachhaltigen Wirtschaft gestalten. Wir begrüßen es daher sehr, dass die
Metropolregion Nürnberg mit dem Cleantech Innovation Summit ein deutliches
Zeichen für nachhaltige Wirtschaft setzt", sagt Sonja Epping, Head Energy
Services Deutschland bei Siemens.
Einen besonderen Akzent setzte der Vortrag von Prof. Dr.-Ing. Jörg Franke von
der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Unter dem Titel "Die 3.
Revolution in der Automobilproduktion" zeigte er auf, wie neue
Produktionskonzepte, Digitalisierung und Automatisierung die Automobilindustrie
grundlegend verändern und neue Chancen für den Produktionsstandort Deutschland
eröffnen können.
Zukunft der Mobilität und Künstliche Intelligenz
Am Nachmittag standen Entwicklungen in der Elektromobilität und Digitalisierung
im Mittelpunkt. Im Fachtrack zum induktiven Laden diskutierten Expertinnen und
Experten aus Wissenschaft und Industrie über technologische Fortschritte bei
stationären und dynamischen Ladesystemen. Dabei wurde deutlich, dass induktive
Ladelösungen das Potenzial besitzen die Nutzerfreundlichkeit der
Elektromobilität zu erhöhen und neue Mobilitätskonzepte zu ermöglichen.
Parallel dazu beschäftigte sich ein weiterer Fachtrack mit dem Einsatz von
Künstlicher Intelligenz in Wissensarbeit und Wissensmanagement. Anhand konkreter
Praxisbeispiele zeigten Unternehmen und Forschungseinrichtungen auf, wie
KI-Anwendungen zur Effizienzsteigerung, Wissenssicherung und Prozessoptimierung
beitragen. Gleichzeitig wurden Herausforderungen bei der Implementierung sowie
notwendige organisatorische Voraussetzungen für eine erfolgreiche Einführung
beleuchtet.
Innovation als Grundlage wirtschaftlicher Resilienz
Die Bedeutung technologischer Innovationen für die Zukunftsfähigkeit des
Wirtschaftsstandorts Deutschland war Thema in einem weiteren Panel: Vertreter
innovativer Technologieunternehmen berichteten über ihre Erfahrungen bei der
Entwicklung neuer Technologien und diskutierten die Rahmenbedingungen für
erfolgreiche Innovationen in einem zunehmend herausfordernden wirtschaftlichen
Umfeld. Dabei wurde deutlich, dass Investitionen in Forschung und Entwicklung,
der Zugang zu qualifizierten Fachkräften sowie leistungsfähige
Innovationsökosysteme wesentliche Erfolgsfaktoren für nachhaltiges Wachstum
darstellen. Innovation wurde dabei nicht nur als technologischer Fortschritt,
sondern als strategischer Wettbewerbsvorteil verstanden.
Batterierecycling als Schlüssel einer resilienten Kreislaufwirtschaft
Ein weiterer Schwerpunkt des Summits lag auf dem Thema Batterierecycling und der
Etablierung geschlossener Wertstoffkreisläufe. Vertreter der BMW Group, des
Recyclingunternehmens tozero sowie mehrerer Fraunhofer-Institute diskutierten
aktuelle technologische Entwicklungen und wirtschaftliche Potenziale im Bereich
der Rückgewinnung kritischer Rohstoffe.
Die Diskussion verdeutlichte, dass Batterierecycling künftig eine zentrale Rolle
für die Versorgungssicherheit der europäischen Industrie spielen wird.
Gleichzeitig eröffnen sich durch innovative Recyclingverfahren neue
Wertschöpfungspotenziale und Möglichkeiten zur Reduzierung von
Rohstoffabhängigkeiten. Die Schaffung funktionierender Kreislaufsysteme wurde
dabei als wesentliche Voraussetzung für eine nachhaltige und resiliente
Industrieentwicklung identifiziert.
Vernetzung als Erfolgsfaktor der Transformation
Begleitend zum Fachprogramm präsentierten Unternehmen, Forschungseinrichtungen
und Netzwerke aktuelle Projekte und Technologien in einer Fachausstellung. Die
Networking-Session des Autozulieferer-Netzwerks transform_EMN bot die
Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen und potenzielle
Kooperationen anzubahnen.
Der Cleantech Innovation Summit 2026 unterstrich die Bedeutung von Wissens- und
Technologietransfer für die erfolgreiche Transformation von Wirtschaft und
Industrie. Die Veranstaltung ist ein Beispiel für die enge Verzahnung von
Industrie und Forschung, für die die Metropolregion als EU Innovation Valley
ausgezeichnet wurde. Mit seinem interdisziplinären Ansatz hat sich der Cleantech
Innovation Summit als Plattform für den Dialog über nachhaltige Technologien und
innovative Wertschöpfungssysteme etabliert.
Im Rahmen des Summits zeichneten Peter Reiß, Ratsvorsitzender der Metropolregion
und Oberbürgermeister von Schwabach, und der Wirtschaftsvorsitzender der
Metropolregion, Prof. Klaus L. Wübbenhorst, den ehemaligen Ratsvorsitzenden und
langjährigen Landrat, Johann Kalb, und den langjährigen stellv. Ratsvorsitzenden
und Tirschenreuther Bürgermeister Franz Stahl für ihre Verdienste mit dem
Metropolregions-Award aus.
Der Cleantech Innovation Summit wird veranstaltet durch das Bayerische
Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, dem Cleantech
Innovation Park, dem Cleantech Cluster sowie der Metropolregion Nürnberg. Der
Summit ist eine Initiative des Projekts "Cleantech Kompetenz in der Europäische
Metropolregion Nürnberg", gefördert durch das Regionalmanagement Bayern.
Pressekontakt:
Europäische Metropolregion Nürnberg
Christian Hellermann
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 0911/231 10775
Theresienstraße 9, 90403 Nürnberg
mailto:presse@metropolregion.nuernberg.de
http://www.metropolregion.nuernberg.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/182890/6301484
OTS: Europäische Metropolregion Nürnberg e.V.
|