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Hamburg (ots) -
- Asklepios Chefarzt Prof. Axel Wollmer: "Einfache, selbstständig durchführbare
Ergänzung zu klassischen Therapieverfahren"
Kann ein gezieltes Training der Gesichtsmuskulatur helfen, die Symptome einer
Depression spürbar zu lindern? Eine neue, im renommierten Fachjournal Frontiers
in Psychiatry (https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fpsyt.2026.1798454)
veröffentlichte Studie liefert dafür vielversprechende Belege. Das neu
entwickelte physiotherapeutische Programm namens "FaReWell Depression" setzt auf
die sogenannte Facial-Feedback-Hypothese: Unsere Mimik drückt Gefühle nicht nur
aus, sondern meldet diese auch an das Gehirn zurück. Als Erstautor zeichnet
Prof. Dr. med. M. Axel Wollmer, Chefarzt der Klinik für Gerontopsychiatrie an
der Asklepios Klinik Nord - Ochsenzoll (https://www.asklepios.com/hamburg/nord/p
sychiatrie-ochsenzoll/experten/psychiatrie-und-psychotherapie-ochsenzoll/station
aere-behandlungen/psychische-erkrankungen-im-alter/) in Hamburg, für die
wissenschaftliche Publikation verantwortlich. Die klinische Studie mit
Patientinnen und Patienten wurde bei seinem Kooperationspartner Dr. med. Joe
Hättenschwiler, Chefarzt am Zentrum für Angst- und Depressionsbehandlung Zürich
(ZADZ (https://www.zadz.ch) ), durchgeführt.
An der randomisierten Studie nahmen 49 Patientinnen und Patienten mit einer
leichten bis mittelschweren Depression teil. Nach sechs Wochen zeigte die
Trainingsgruppe eine signifikante Verringerung der Depressionsschwere - gemessen
auf der standardisierten Montgomery-Åsberg Depression Rating Scale (MADRS) - im
Vergleich zur Kontrollgruppe, die tägliche Ruheübungen absolvierte. "Das
Gesichtstraining bietet damit eine einfache, selbstständig durchführbare
Ergänzung zu klassischen Therapieverfahren", sagt Prof. Dr. Axel Wollmer,
Chefarzt der Klinik für Gerontopsychiatrie an der Asklepios Klinik Nord -
Ochsenzoll in Hamburg. "Die Studie ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit
mitDr. Hättenschwiler und seinem Fachteam am ZADZ, wo die praktische Umsetzung
der Studie stattgefunden hat", betont Prof. Wollmer.
Das "FaReWell"-Prinzip: Muskeln entspannen, Stimmung aufhellen
Während frühere Studien bereits zeigten, dass Botox-Injektionen
(https://www.mdpi.com/2072-6651/14/6/383) in die Zornesfalte die Rückmeldung
negativer Emotionen an das Gehirn blockieren können, nutzt das Programm
"FaReWell Depression" diesen Ansatz rein mechanisch und deshalb auch ohne
Nebenwirkungen.
Das tägliche, 15-minütige Training kombiniert zwei Module:
1. Massage-Modul: Gezielte Entspannung von Muskeln, die mit negativen Emotionen
verknüpft sind (z. B. im Bereich der Augenbrauen und um den Mund).
2. Krafttraining-Modul: Stärkung und Aktivierung von Muskeln, die für das
Lächeln und positive Emotionen zuständig sind (z. B. die Jochbeinmuskeln in
den Wangen).
Nach der erfolgreichen ersten Studie soll das innovative Programm nun
weiterentwickelt und an einer größeren Zahl von Patientinnen und Patienten
erprobt werden.
Gut für Hamburg
Asklepios betreibt in Hamburg sieben Kliniken, davon vier Krankenhäuser der
Maximalversorgung. Dazu kommen vielfältige ambulante fachärztliche und
therapeutische Angebote in den Medizinischen Versorgungszentren (MVZ),
psychiatrischen und psychosomatischen Institutsambulanzen sowie Therapiezentren.
Patient:innen profitieren bei Krankheitsbildern von der interdisziplinären
Behandlung innerhalb der Asklepios Kliniken und der standortübergreifenden
Zusammenarbeit der Kliniken und Einrichtungen in Altona, Barmbek, Harburg, Nord,
St. Georg, Rissen und Wandsbek. Bereits seit mehr als 20 Jahren (https://gutfuer
hamburg.asklepios.com/chronik/live/asklepios_chronik_20_jahre_akhh_2024/index.ht
ml) ist Asklepios ein verlässlicher Partner im Hamburger Gesundheitswesen und
versorgt rund die Hälfte aller Krankenhauspatient:innen in der Hansestadt. Die
intensive Zusammenarbeit von Spezialist:innen aus 28 medizinischen Disziplinen
in standortübergreifenden Fachgruppen und interdisziplinären Netzwerken sichert
eine besonders hohe Behandlungsqualität. Gemeinsam sorgen die unterschiedlich
spezialisierten Expert:innen im Team für eine flächendeckende Spitzenmedizin für
alle.
Über das Zentrum für Angst- und Depressionsbehandlung Zürich (ZADZ)
Das ZADZ ist ein schweizweit angesehenes ambulantes Psychiatriezentrum, das sich
seit über 18 Jahren für eine hochstehende ambulante Patientenversorgung einsetzt
und als Weiterbildungsstätte viele Fachärzt:innen und Fachpsycholog:innen
ausbildet. Sie führt jährlich ca. 45'000 Konsultationen durch und betreut über
3000 Patienten mit Diagnosen aus dem gesamten Spektrum der Psychiatrie. Das
multidisziplinäre Team bestehend aus knapp 50 Psychiater:innen, Psycholog:innen
und zahlreichen Komplementärtherapeuten, die sämtliche psychiatrische
Erkrankungen abklären und behandeln.
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