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Berlin (ots) - "Deutschland und Europa verfügen über eine starke Forschungs- und
Innovationsbasis. Jetzt müssen wir entschlossen und gemeinsam die Hightech
Agenda Deutschland umsetzen und unsere Chancen konsequent nutzen", betonte
Bundesforschungsministerin Dorothee Bär beim Gipfel für Forschung und Innovation
2026. Hier diskutieren herausragende Persönlichkeiten aus Wirtschaft,
Wissenschaft und Politik über zukunftsweisende Weichenstellungen in Forschung
und Innovation. Veranstalter des Gipfels sind der Stifterverband, die Nationale
Akademie der Wissenschaften Leopoldina, die Expertenkommission Forschung und
Innovation (EFI) sowie die VolkswagenStiftung.
"Mit der Hightech Agenda Deutschland verfolgen wir das klare Ziel, unsere
wissenschaftliche Exzellenz stärker in Wertschöpfung, Wettbewerbsfähigkeit und
technologische Souveränität zu übersetzen. Wenn wir Vertrauen in unsere Stärken
setzen und alle bei der Umsetzung mitziehen, wird uns das auch gelingen. Wir
haben jetzt ein echtes Momentum für mehr Technologie und Innovation in unserem
Land, das wir nutzen müssen", hob Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung,
Technologie und Raumfahrt, beim Gipfel für Forschung und Innovation in Berlin
hervor.
"Mehr wagen. Schneller werden. Wie Deutschland und Europa technologisch
vorangehen" - unter diesem Motto kamen führende Persönlichkeiten aus
Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zusammen, um zentrale Herausforderungen und
zielorientiert Lösungsansätze für ein leistungsfähiges Innovationssystem zu
diskutieren. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Deutschland und Europa ihre
wissenschaftliche Stärke schneller in Wertschöpfung, technologische
Handlungsfähigkeit und konkrete Lösungen übersetzen können.
Angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen und eines intensiveren globalen
Wettbewerbs wird Umsetzungsfähigkeit zur zentralen Frage für Europa. Um
bestehende Potenziale konsequenter zu heben, müssen vorhandene Stärken gezielter
genutzt werden. Nur so entstehen schneller mess- und spürbare Ergebnisse: neue
Technologien, marktfähige Produkte und ganze Zukunftsmärkte.
Ein zentrales Fazit des Gipfels lautet: Die strategischen Grundlagen sind
gelegt, unter anderem mit den Roadmaps der Hightech Agenda Deutschland. Jetzt
kommt es auf eine wirksame und beschleunigte Umsetzung an. Deshalb ist ein
Schwerpunkt der Diskussion die künftige Orchestrierung der Hightech Agenda.
Diskutiert wurde auch, welche Rahmenbedingungen riskante Investitionen für
forschende Unternehmen ebenso wie für unternehmerische Forschende attraktiver
machen, damit aus Forschung schneller Markterfolge entstehen können.
Dass Europa Innovation erfolgreich hervorbringen kann, zeigen starke Ökosysteme
wie Eindhoven in den Niederlanden oder Unternehmen wie Marvel Fusion mit Sitz in
München. In diesen Fällen entstehen Fortschritt und Skalierung, weil Akteure
vorhandene Stärken verbinden, Spielräume nutzen und gemeinsam auf Anwendung
hinarbeiten. Wichtig ist auch ein neues Selbstverständnis aller, die an der
Umsetzung ambitionierter Vorhaben beteiligt sind. Im Vordergrund muss die eigene
Verantwortung zum Erreichen technologischer Meilensteine liegen und nicht die
Frage, wie viel Geld man aus den Fördertöpfen erhalten kann. Schnellere
Umsetzung ist nicht allein Aufgabe der Politik. Wissenschaft, Wirtschaft,
Förderorganisationen, Hochschulen, außeruniversitäre Forschung und Stiftungen
müssen selbst ihren Beitrag leisten, wenn aus Forschung schneller Transfer,
Wachstum und Wirkung entstehen sollen.
Besonders anspruchsvoll ist dieser Weg an den Übergängen zwischen Wissenschaft
und Wirtschaft. Unterschiedliche Anreizstrukturen, Zeithorizonte und
Erfolgskriterien können Innovation bremsen, wenn sie nicht professionell
zusammengeführt werden. Wo Schnittstellenmanagement, Finanzierung, Kooperationen
und Managementkompetenz zusammenspielen, können Forschungsergebnisse schneller
in Anwendungen, Produkte und Märkte überführt werden.
Einig sind sich die Teilnehmenden darin, dass Europa jetzt entschlossen handeln
muss, mit mehr Tempo, klarer Verantwortung und größerer Risikobereitschaft. Denn
die aktuellen Entwicklungen zeigen: Technologiepolitik ist zunehmend auch
Sicherheitspolitik. Nur durch konsequente Umsetzung könne es gelingen, Europas
Wettbewerbsfähigkeit und technologische Souveränität und somit auch den
Wohlstand langfristig zu sichern.
Der Gipfel für Forschung und Innovation zeigt einmal im Jahr
Zukunftsperspektiven für das deutsche Forschungs- und Innovationssystem auf und
will Orientierung für strategische Entscheidungen geben. Er fördert als
interdisziplinäres Forum Dialog und Vernetzung der diversen Akteure im
Innovationssystem. Veranstalter sind der Stifterverband, die Nationale Akademie
der Wissenschaften Leopoldina, die Expertenkommission Forschung und Innovation
(EFI) und die VolkswagenStiftung. https://forschungsgipfel.de
Pressekontakt:
Peggy Groß
Pressesprecherin des Stifterverbandes
T 030 322982-530
mailto:presse@stifterverband.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/18931/6302098
OTS: Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V.
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