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Bremen (ots) - Zum 1. Juli stellt Lufthansa ihre Direktverbindung von Bremen
nach Frankfurt ein. Für viele Reisende bedeutet das: Umsteigen, längere Wege,
neue Entscheidungen. Und damit stellt sich eine Frage, die ohnehin längst
überfällig ist - welche Airline zeigt mir klar, was mein Ticket wirklich kostet,
welche Verbindungen es gibt und wie ich am besten zum Flughafen komme? Die neue
Studie von team neusta und NetFederation gibt darauf erstmals systematische
Antworten.
Der Airline Benchmark 2026 hat 30 europäische Fluggesellschaften anhand von 126
Kriterien untersucht. Nicht aus der Perspektive von IT-Abteilungen, sondern aus
der von Menschen, die einfach einen guten Flug buchen wollen.
Versteckte Kosten, fehlende Züge, kein Preisalarm
Wer zum Flughafen muss, fragt sich: Wie komme ich hin? Gibt es eine
Bahn-Flug-Kombination? Was kostet mich das wirklich? Die Studie zeigt: Diese
einfachen Fragen beantworten längst nicht alle Airlines zufriedenstellend.
Nur 50 % der Airlines weisen Treibstoffzuschläge klar aus , für die andere
Hälfte erfährt man den wahren Preis erst kurz vor der Buchung.
Nur 60 % der Airlines bieten Rail & Fly-Optionen an . Wer von Bremen aus auf
andere Flughäfen ausweichen muss und mit der Bahn anreisen will, findet bei fast
jeder dritten Airline kein integriertes Angebot.
Lediglich 33 % der Airlines ermöglichen einen Preisalarm . Wer auf ein günstiges
Ticket wartet, muss bei den meisten selbst täglich nachschauen.
Lufthansa vorn - Pegasus überrascht
Lufthansa führt das Gesamtranking mit 846 von 1.000 Punkten an und überzeugt vor
allem beim Buchungserlebnis: klare Preise im Kalender, einfache Sitzplatzwahl,
nahtlose Zusatzleistungen. Dicht dahinter folgen TUI fly und Norwegian.
Eine echte Überraschung: Die türkische Low-Cost-Airline Pegasus Airlines setzt
als einzige Fluggesellschaft im Benchmark bereits KI-gestützte Suche und einen
intelligenten Chatbot ein. Wer auf pegasus.com "Ich suche einen günstigen Flug
nächsten Freitag" tippt, bekommt sofort sinnvolle Vorschläge. Ein Komfort, den
die meisten europäischen Platzhirsche noch nicht bieten.
Jede vierte Airline-App fällt durch
Für die meisten Reisenden ist die App der wichtigste digitale Kontaktpunkt beim
Einchecken, beim Abrufen der Bordkarte, beim Verfolgen von Flugänderungen. Die
Studie zeigt: Hier gibt es erheblichen Nachholbedarf. Nur 73 % der Airline-Apps
erreichen im Schnitt mindestens 4 Sterne im App Store - die Marke, ab der Nutzer
eine App als zuverlässig wahrnehmen. Und keine einzige Airline-App kommt auf 5
Sterne.
Das trifft besonders dann, wenn Reisende kurzfristig umbuchen müssen, etwa, weil
eine Verbindung wegfällt und schnell eine Alternative gefunden werden muss. Wer
schon einmal kurz vor dem Gate mit einer abstürzenden App oder einem nicht
ladbaren Boarding Pass stand, weiß, warum das zählt.
Klimaziele kommuniziert, Klimabilanz verschwiegen
Fast alle Airlines - rund 90 % - kommunizieren konkrete Klimaziele. Doch wer
genauer hinschaut, stößt auf eine auffällige Lücke: Nur 37 % der
Fluggesellschaften stellen die tatsächliche Klimabilanz ihrer Flotte transparent
dar. Die Absicht wird kommuniziert, die Ergebnisse kaum.
Noch deutlicher wird der Widerspruch beim Blick auf die eigene digitale
Infrastruktur: 60 % der Airline-Server laufen nicht mit Grünstrom. Wer als
Airline Nachhaltigkeit glaubwürdig vertreten will, sollte nicht nur die Flotte
im Blick haben, sondern auch den ökologischen Fußabdruck der eigenen Website.
Barrierefrei auf dem Papier, nicht in der Praxis
60 % der untersuchten Airline-Websites erfüllen die technischen Standards der
Barrierefreiheit nicht. Alle Airlines informieren zwar ausführlich über
barrierefreies Reisen - doch die eigene Website ist für viele Menschen mit
Einschränkungen schlicht schwer nutzbar. Die spanische Airline Vueling wurde
dafür bereits mit einem Bußgeld von 90.000 Euro belegt. "Wer Glaubwürdigkeit
will, muss auch digital nachhaltig handeln", sagt Thorsten Greiten,
Geschäftsführer von NetFederation. "Genau darin liegt eine der zentralen
Aussagen des Benchmarks: Digitale Qualität entsteht nicht isoliert in einzelnen
Funktionen, sondern im Zusammenspiel von Transparenz, technischer Sorgfalt und
strategischer Klarheit."
KI sucht - aber kaum eine Airline ist wirklich bereit
Immer mehr Menschen fragen bei der Reiseplanung nicht mehr zuerst eine
Suchmaschine, sondern einen KI-Assistenten: "Finde einen günstigen Flug nach
Mailand nächstes Wochenende." Die gute Nachricht: 29 von 30 Airlines erlauben
KI-Systemen bereits den Zugang zu ihren Daten. Die schlechte: Nur 6 Airlines
nutzen KI aktiv auf der eigenen Website. "Viele Airlines öffnen ihre Türen für
KI-Crawler - das ist die Pflicht. Aber die Kür, nämlich KI aktiv für das
Kundenerlebnis zu nutzen, beherrscht fast niemand", sagt Dirk Kabus,
Geschäftsführer bei team neusta.
Vorreiter Wizz Air geht noch weiter: Die ungarische Low-Cost-Airline hat als
erste europäische Fluggesellschaft spezielle Schnittstellen für KI-Assistenten
eingerichtet. KI-Systeme können dort Flugdaten, Preise und Verfügbarkeiten in
Echtzeit abrufen - nicht als lästige Crawler, sondern als vollwertiger
Vertriebskanal.
300 Punkte Abstand - und wie Airlines aufholen
Zwischen dem Besten und dem Schwächsten im Ranking liegen fast 300 Punkte. Das
ist kein Zufall, sondern Ausdruck strategischer Prioritäten und strategischer
Lücken. Dabei ist das Feld dichter, als es auf den ersten Blick wirkt: Im
Mittelfeld trennen nur wenige Punkte Platz 11 von Platz 25. Wer gezielt
nachzieht, kann schnell Boden gutmachen.
Viele der identifizierten Defizite sind keine technischen Großprojekte.
Treibstoffzuschläge transparent ausweisen, einen Preisalarm einrichten,
Flughafeninformationen erweitern: Das sind Maßnahmen, die kurzfristig umsetzbar
sind und direkt auf das Vertrauen der Reisenden einzahlen. Andere Themen wie
technische Barrierefreiheit, KI-gestützte Suche oder konsistente
Nachhaltigkeitskommunikation erfordern mehr Vorlauf, sind aber angesichts
wachsender regulatorischer Anforderungen keine Kür mehr, sondern Pflicht.
Der Benchmark liefert dafür die Grundlage: Er macht sichtbar, wo eine Airline im
europäischen Vergleich steht. Gerade für Flughäfen wie Bremen, deren Passagiere
künftig stärker auf alternative Verbindungen und Airlines angewiesen sind, wird
die digitale Qualität der Anbieter zum echten Wettbewerbsfaktor. Airlines, die
ihren konkreten Rückstand kennen und wissen wollen, welche Maßnahmen den größten
Hebel haben, können auf Basis der Studie einen individuellen Check anfragen.
NetFederation begleitet Fluggesellschaften dabei, digitale Lücken systematisch
zu schließen. Nicht als Checkliste, sondern als strategische Einordnung mit
umsetzbaren nächsten Schritten. Weitere Informationen:
http://www.netfederation.de
Die vollständige Studie mit Rankings, Trends und Empfehlungen steht zum
kostenlosen Download bereit: Einfach Mailadresse auf
http://www.airline-benchmark.de eingeben - direkter Zugriff!
Pressekontakt:
Wiebke Jakob | Unternehmenskommunikation team neusta | Telefon: +49 421 20 696
215 | E-Mail: presse@neusta.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/65484/6302220
OTS: NEUSTA GmbH
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