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München (ots) - Die CSU-Landtagsfraktion setzt sich klar für den Erhalt der
Vor-Ort-Apothekenversorgung in Bayern ein. Die Apothekenreform ist dabei ein
wichtiger Schritt. Darüber hinaus fordert die Fraktion ein Verbot des
Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Medikamenten sowie faire und
gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Apotheken. Konkret betrifft das die
Einhaltung von Kühlketten und Nachweispflichten - vor allem aber die
Zuzahlungen, die im Rahmen der GKV-Reform steigen sollen. Während
Vor-Ort-Apotheken gesetzlich verpflichtet sind, Zuzahlungen im Auftrag der
Krankenkassen einzuziehen und weiterzuleiten, können ausländische
Versandapotheken über Rabatte diese faktisch erlassen. Das wäre ein gravierender
Wettbewerbsnachteil, der durch die geplante Anhebung der Zuzahlungen noch weiter
verschärft würde.
Der gesundheitspolitische Sprecher der CSU-Landtagsfraktion, Bernhard Seidenath
, betont: "Apotheken vor Ort sind unser niedrigschwelligstes Angebot im
Gesundheitswesen. Jeder kann sie ohne Termin aufsuchen und sich durch Fachleute
beraten lassen. Der Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD hat die Frage, ob es
weiterhin Vor-Ort-Apotheken geben soll, deshalb klar und zu Recht mit "Ja"
beantwortet. Ein elementarer Baustein hierfür sind gleiche
Wettbewerbsbedingungen für Versand- und Vor-Ort-Apotheken. Die Einhaltung von
Kühlketten ist im Koalitionsvertrag ausdrücklich genannt. Erst recht muss dies
nun für die mit der GKV Reform steigenden Zuzahlungen für
verschreibungspflichtige Medikamente gelten. Denn dies wäre ein massives
Lockmittel für die Versandapotheken, das Vor-Ort-Apotheken nicht anwenden
können. Denn diese sind gesetzlich verpflichtet, die Zuzahlungen im Auftrag der
Krankenkassen einzuziehen und weiterzuleiten - ohne eigenen Vorteil."
Das Mitglied des Gesundheitsausschusses für die CSU-Landtagsfraktion und die
Apothekerin Carolina Trautner ergänzt: "Gerade für ältere Menschen und chronisch
Kranke, die regelmäßig auf verschreibungspflichtige Arzneimittel angewiesen
sind, ist die Vor-Ort-Apotheke oft die einzige verlässliche und persönlich
erreichbare Anlaufstelle - umso wichtiger ist es, dass diese Infrastruktur
erhalten bleibt und nicht durch Versandapotheken weiter verdrängt wird. Der
strukturelle Wettbewerbsnachteil der Vor-Ort-Apotheke gegenüber dem
EU-regulierten Versandhandel ist das zentrale ordnungspolitische Problem:
Solange ausländische Versandapotheken Zuzahlungen faktisch erlassen können,
während inländische Apotheken streng ans Preisrecht gebunden sind, gibt es
keinen fairen Wettbewerb auf Augenhöhe. Dieses Ungleichgewicht wird durch die
geplante Anhebung der gesetzlichen Zuzahlungen noch weiter verschärft."
Pressekontakt:
Sebastian Kraft
Pressesprecher
E-Mail: mailto:sebastian.kraft@csu-landtag.de
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OTS: CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag
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