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Hamburg (ots) -
- KI-Anwendungen heute schon für 15-20 % des Strombedarfs von Rechenzentren
verantwortlich; Anteil könnte bis 2030 auf 40 % steigen
- Installierte Kapazität von Rechenzentren dürfte sich bis 2030 voraussichtlich
verdoppeln - und damit auch der Strom- und Wasserbedarf
- Identische Rechenleistungen können je nach Strommix ein Vielfaches an
Emissionen verursachen: 600g CO2/kWh in Indien, 30g in Norwegen und Schweden
- Deutschland liegt mit aktuellem Strommix bei 329 g CO2/kWh und damit weltweit
im Mittelfeld, im europäischen Vergleich unter den Schlusslichtern
- Teil des Problems und Teil der Lösung: KI kann mit richtigem Strommix auch zur
Emissionsminderung beitragen
Der weltweite Ausbau von Rechenzentren beschleunigt sich durch den Einsatz von
Künstlicher Intelligenz (KI) deutlich. Diese Entwicklung hat spürbare Folgen für
Energieverbrauch und Emissionen. Eine neue Studie des weltweit führenden
Kreditversicherers Allianz Trade zeigt, dass die Klimawirkung der digitalen
Infrastruktur bislang unterschätzt wurde und weiter stark steigen dürfte - wenn
keine geeigneten Maßnahmen getroffen werden.
"Rechenzentren entwickeln sich von einer Randgröße zu einem strukturellen
Treiber der Stromnachfrage in vielen Regionen", sagt Patrick Hoffmann, Senior
Klimaökonom bei der Allianz. Bereits heute entfallen 15-20 % des Stromverbrauchs
von Rechenzentren auf KI-Anwendungen, bis 2030 könnte der Anteil auf rund 40 %
steigen. Gleichzeitig beliefen sich die globalen Investitionen 2025 auf 580 Mrd.
US-Dollar, während sich die installierte Kapazität bis Ende des Jahrzehnts
voraussichtlich verdoppelt.
Weise Standortwahl beeinflusst Emissionen von Rechenzentren
Wie klimabelastend diese Entwicklung ausfällt, hängt entscheidend vom Standort
ab.
"Identische Rechenleistungen können je nach Strommix ein Vielfaches an
Emissionen verursachen", sagt Hoffmann. "In Ländern wie Indien, Indonesien oder
Malaysia werden beispielsweise über 600 Gramm CO2 pro Kilowattstunde (kWh)
ausgestoßen. In Norwegen und Schweden liegen die Werte bei unter 30 Gramm."
Auch im Vergleich zu den USA (384 g) und China (526 g) zeigt sich ein Vorteil:
"Europas vergleichsweise sauberer Strommix verschafft der Region eine
strukturell gute Ausgangsposition für klimafreundliches KI-Wachstum", sagt
Hoffmann. "Deutschland gehört in Europa allerdings eher zu den Schlusslichtern.
Hierzulande liegen die Emissionen durch den deutschen Strommix bei 329 Gramm CO2
pro Kilowattstunde. Das ist zwar unter dem Niveau der USA und Chinas, aber
deutlich höher als beispielsweise in Skandinavien. Grund ist der weiterhin hohen
Anteil an Kohleverstromung (20,6 %) und Biomassenutzung (10 %)."
Mit geschätzten 8,4 Megatonnen (Mt) CO2 im Jahr 2025 verursachten Rechenzentren
rund 1,2 % der gesamten deutschen Emissionen.
Nicht so grün wie erwartet: Emissionen liegen über 57 % höher als Schätzungen
Tatsächlich liegen die Emissionen deutlich höher als bislang angenommen. Für
2025 beziffert die Studie sie auf 286 Mio. Tonnen CO2. Das sind rund 57 % mehr
als frühere Schätzungen. Mehr als 70 % entfallen auf Stromverbrauch, während
rund ein Viertel aus Hardware und Infrastruktur stammt. KI selbst verursacht
bereits heute 43 bis 60 Mio. Tonnen CO2.
Rund 70 % der Emissionen von Rechenzentren entstehen in den USA und China. Ohne
zusätzliche Dekarbonisierung könnten die Emissionen bis 2030 auf bis zu 643 Mio.
Tonnen steigen. In einem ambitionierten Szenario ließe sich dieser Wert auf rund
329 Mio. Tonnen begrenzen. Gleichzeitig gewinnen dann indirekte Emissionen aus
Produktion und Bau an Gewicht und könnten etwa die Hälfte des Fußabdrucks
ausmachen.
Klimaschäden durch Rechenzentren könnten sich bis 2030 verdoppeln
Auch die Kosten steigen deutlich: "Die Klimaschäden durch Rechenzentren belaufen
sich heute auf rund 68 Mrd. US-Dollar jährlich und könnten bis 2030 auf bis zu
154 Mrd. US-Dollar steigen", sagt Hoffmann. "KI trägt bereits etwa 13 Mrd.
US-Dollar dazu bei, mit Potenzial auf über 50 Mrd. US-Dollar."
Zugleich wächst ein weiterer Engpass: Rechenzentren verbrauchten 2025 weltweit
rund 814 Mrd. Liter Wasser - bis 2030 könnten es bis zu 1,8 Billionen Liter
sein.
KI ist auch Teil der Lösung bei der Emissionsminderung - mit richtigem
Energiemix
Langfristig kann KI dennoch zur Emissionsminderung beitragen.
"KI hat das Potenzial, netto emissionsmindernd zu wirken - vorausgesetzt, ihre
Effizienzgewinne skalieren schneller als der Ausbau der Infrastruktur.
Entscheidend ist dabei die Transformation der Energiesysteme: Der Schlüssel zu
'Green AI' liegt in sauberem Strom", sagt Hoffmann.
Europa hat hier klare Vorteile - doch ohne konsequenten Ausbau erneuerbarer
Energien droht dieser Vorsprung verloren zu gehen. "Die Weichen für
klimafreundliche KI-Infrastruktur müssen jetzt gestellt werden", sagt Hoffmann.
Die vollständige Studie (pdf, ENG) "Code, carbon, kilowatts" finden Sie hier:
https://bit.ly/4xVrQ4J
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Lage einschließlich der branchenspezifischen Lage für das Kerngeschäft bzw. die
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versicherten Schadenereignisse einschließlich solcher, die sich aus
Naturkatastrophen ergeben; daneben auch die Schadenkostenentwicklung, (iv)
Stornoraten, (v) Ausmaß der Kreditausfälle, (vi) Zinsniveau, (vii)
Wechselkursentwicklungen einschließlich des Wechselkurses EUR-USD, (viii)
Entwicklung der Wettbewerbsintensität, (ix) gesetzliche und aufsichtsrechtliche
Änderungen einschließlich solcher bezüglich der Währungskonvergenz und der
Europäischen Währungsunion, (x) Änderungen der Geldpolitik der Zentralbanken
bzw. ausländischer Regierungen, (xi) Auswirkungen von Akquisitionen,
einschließlich der damit verbundenen Integrationsthemen, (xii)
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