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München (ots) - Das unabhängige Forschungsunternehmen Strand Partners hat im
Auftrag von Amazon Web Services (AWS) auch dieses Jahr wieder eine umfassende
Analyse unter 2.000 Teilnehmenden zur Nutzung künstlicher Intelligenz in
Deutschland durchgeführt.
Die Ergebnisse sind in dem Report "Erschließung des KI-Potenzials in Deutschland
2026" zusammengefasst. Sie zeigen: Die KI-Nutzung wächst deutlich, die
Grundlagen sind stark. Die zentrale Frage ist jetzt, wie schnell deutsche
Unternehmen den Schritt von breiter Einführung zu echter wirtschaftlicher
Transformation schaffen.
Es folgen einige der Kernergebnisse für Deutschland.
KI-Einführung bleibt vielfach oberflächlich
63 Prozent der deutschen Unternehmen setzen heute KI ein, gegenüber 53 Prozent
im Vorjahr. Deutschland liegt damit deutlich über dem europäischen Durchschnitt
von 54 Prozent. Die reine Nutzungsquote verdeckt jedoch eine wichtige
Differenzierung:
Nur 15 Prozent der KI-nutzenden Unternehmen setzen KI für wirklich
transformative Anwendungsfälle ein. Das sind weniger als im Vorjahr (21
Prozent). Zudem liegt der Anteil deutlich unter dem europäischen Vergleichswert
von 22 Prozent.
- 57 Prozent der Unternehmen konzentrieren sich auf grundlegende KI-Anwendungen
wie Chatbots oder fertige KI-Lösungen.
- 28 Prozent haben eine mittlere Einführungsstufe erreicht und integrieren KI in
mehrere Geschäftsbereiche.
- Nur 15 Prozent nutzen fortgeschrittene Systeme, kombinieren mehrere Modelle
oder setzen agentische KI ein.
Der Rückgang beim transformativen Anteil spiegelt einerseits den starken Zustrom
neuer Anwender wider, die zunächst auf Basisniveau einsteigen, und andererseits
frühere Anwender, die nicht zu fortgeschritteneren, transformativen Anwendungen
übergehen. Die Chance für Deutschland liegt darin, diese Breite in Tiefe zu
übersetzen.
Hohe Chancen, aber geringe Verbreitung bei agentischer KI
KI-Technologien der nächsten Generation verändern bereits die
Wettbewerbsdynamik. 79 Prozent der deutschen Unternehmen berichten von
beschleunigten Innovationszyklen.
Wer agentische KI einsetzt, berichtet von überdurchschnittlichen Ergebnissen: 92
Prozent sehen Produktivitätsgewinne (vs. 83 % bei allen KI-Nutzern), 48 Prozent
melden höhere Umsätze (vs. 34 %).
- Nur 22 Prozent der Unternehmen geben an, von agentischer KI gehört zu haben.
- Von denjenigen, die mit der Technologie vertraut sind, haben lediglich 4
Prozent agentische KI vollständig eingeführt.
- Nur 21 Prozent der Unternehmen fühlen sich vollständig oder sehr gut darauf
vorbereitet, KI der nächsten Generation einzuführen.
Start-ups sind hier eine Ausnahme: 81 Prozent geben an, dafür bereit zu sein.
Start-ups: Dynamisch, aber unter Skalierungsdruck
Deutschlands Start-ups gehören zu den aktivsten KI-Anwendern im Land und stoßen
zunehmend an Grenzen, die ihre Entwicklung im Inland bremsen.
- 42 Prozent der deutschen Start-ups ziehen in Betracht, Europa zu verlassen, um
ihr Unternehmen zu skalieren. Das sind mehr als der europäische Durchschnitt
von 38 Prozent.
- Die häufigsten Gründe sind bessere Finanzierungsmöglichkeiten (59 Prozent),
schnellere internationale Skalierung (52 Prozent) und ein besserer Zugang zu
globalen Märkten (48 Prozent).
- Als größte Skalierungshürden im Inland benennen Start-ups begrenzten Zugang zu
Finanzierung (56 Prozent), Schwierigkeiten bei der Talentgewinnung (49
Prozent) sowie fragmentierte Regulierung (43 Prozent).
Die Abwanderung ist kein unvermeidliches Schicksal. Start-ups, die nicht über
einen Wegzug nachdenken, erkennen guten Zugang zu europäischen Kunden und
Märkten (62 Prozent), starke lokale Ökosysteme mit Partnern und Hochschulen (55
Prozent) sowie die Verfügbarkeit von Wachstumsfinanzierung (53 Prozent) als
entscheidende Faktoren.
Empfehlungen: Vier Handlungsfelder
Der Report benennt vier Handlungsfelder, um Deutschlands starke
Einführungsdynamik in eine breit angelegte wirtschaftliche Transformation zu
überführen:
- Auf bestehenden Stärken aufbauen: Deutschlands industrielle Basis,
Ingenieurskompetenzen und Cloud-Reife bilden eine solide Grundlage. Sie müssen
nun skaliert und auf die gesamte Wirtschaft übertragen werden.
- KI-getriebene Innovation fördern: Gezielte finanzielle Anreize,
KI-Innovationszentren und branchenspezifische Acceleratoren können Unternehmen
dabei unterstützen, den Schritt von Pilotprojekten zu echter Transformation zu
vollziehen.
- Investitionen steuern: Spätphasen-Wachstumskapital, vereinfachter Zugang zu
öffentlicher Finanzierung und beschleunigte Beschaffungsverfahren für den
öffentlichen Sektor können den Transformationsprozess beschleunigen.
- Kompetenzen stärken: Nationale Umschulungsinitiativen, KI-fokussierte
Berufsbildung und branchengeführte Weiterbildungspartnerschaften sind nötig,
um die Kompetenzlücke zu schließen.
Die vollständige Studie steht zum Download bereit:
https://www.unlockingeuropesaipotential.com/germany
Weitere Infos finden Sie auf dem Blog: https://ots.de/bU1lVG
Pressekontakt:
TEAM LEWIS
Sjauke-Kea Hale
+49 (0)89 1730 1934
mailto:AWS@teamlewis.com
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/156462/6304964
OTS: Amazon Web Services
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