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Berlin (ots) - Die Preise für selbstgenutzte Wohnimmobilien setzen ihren
Aufwärtstrend fort. In seiner aktuellen Immobilienstudie rechnet der
Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) für das
Gesamtjahr 2026 mit einem moderaten Preisanstieg um rund drei Prozent. Zugleich
bleibt der Wohnungsmarkt angespannt: Aufgrund rückläufiger
Wohnungsfertigstellungen wird der Wohnraumbedarf in diesem Jahr voraussichtlich
nur zu rund 58 Prozent gedeckt. Hinzu kommt, dass neuer Wohnraum nicht immer
dort entsteht, wo er besonders dringend gebraucht wird. Während in
Ballungszentren weiterhin zusätzliche Wohnungen fehlen, kämpfen ländliche und
demografisch rückläufige Regionen teils mit Leerstand.
"Die Bundesregierung hat in dieser Legislaturperiode bereits wichtige Schritte
auf den Weg gebracht, um Bauen zu beschleunigen und zu vereinfachen", sagt
BVR-Präsidentin Marija Kolak. "Dazu zählen der Bau-Turbo, der Regierungsentwurf
für ein Baugesetzbuch-Upgrade und die Bestrebungen für ein Gebäudetyp-E-Gesetz.
Auch der 13-Punkte-Plan von Bundesbauministerin Verena Hubertz zur Senkung der
Baukosten geht in die richtige Richtung. Entscheidend ist nun, dass diese
Maßnahmen zügig umgesetzt werden und Investitionen in neuen Wohnraum
erleichtern. Zugleich müssen die Kaufnebenkosten sinken, damit wieder mehr
Familien mit mittlerem und niedrigem Einkommen Wohneigentum erwerben können.
Erleichterungen bei der Grunderwerbsteuer sind dafür dringend nötig - etwa durch
einen Freibetrag, einen niedrigeren Steuersatz bei Selbstnutzung oder eine
gezielte Freistellung für junge Familien", so Kolak weiter.
Auch die Finanzierungsseite müsse stärker in den Blick genommen werden, betont
Kolak: "Eine angemessene Regulierung ist wichtig. Sie darf die Finanzierung von
Wohneigentum und Wohnungsbau aber nicht unnötig erschweren. Eine Überhitzung am
Wohnimmobilienmarkt ist derzeit nicht erkennbar. Die Banken sind gut
kapitalisiert, die Kreditstandards hoch und Risiken werden bereits wirksam
gesteuert. Deshalb sollten zusätzliche makroprudenzielle Belastungen vermieden
und bestehende Spielräume zur Entlastung genutzt werden. Mehr
Finanzierungsspielraum bei den Banken erhöht die Möglichkeit, Kredite dort
bereitzustellen, wo sie dringend gebraucht werden - ohne die Stabilität des
Bankensektors zu gefährden."
Der BVR-Studie zufolge haben sich die Immobilienpreise in vielen Regionen
Deutschlands stärker erhöht als die verfügbaren Einkommen. Bundesweit sind die
Preise für selbstgenutztes Wohneigentum seit 2018 um rund sieben Prozent stärker
gestiegen als die Einkommen. Besonders ungünstig fällt die Entwicklung unter
anderem im Süden Deutschlands, im Berliner Umland sowie in Teilen Nord- und
Westdeutschlands aus.
Eine Grafik steht in der Pressebilddatenbank auf http://www.bvr.de zum Download
bereit.
Der aktuelle BVR-Konjunkturbericht ist auf http://www.bvr.de im Bereich
Publikationen, Volkswirtschaft verfügbar.
Pressekontakt:
Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR)
Melanie Schmergal, Abteilungsleiterin Kommunikation und
Öffentlichkeitsarbeit / Pressesprecherin
Telefon: (030) 20 21-13 00, mailto:presse@bvr.de, http://www.bvr.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/40550/6306001
OTS: BVR Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenban
ken
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