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München (ots) - Bewerbungsphase für Nachwuchsforschungspreis und
Innovationspreis Glücksspielforschung beginnt am 1. Juli 2026 -
Bewerbungsschluss 30. September 2026
Die Deutsche Stiftung Glücksspielforschung (DSGF) eröffnet am 1. Juli 2026 die
Bewerbungsphase für zwei Forschungspreise: den Deutschen
Nachwuchsforschungspreis Glücksspielforschung und den Deutschen Innovationspreis
Glücksspielforschung. In der aktuellen Ausschreibungsrunde vergibt die Stiftung
bis zu vier Auszeichnungen mit einem Gesamtpreisgeld von bis zu 290.000 Euro.
Bewerbungen können bis zum 30. September 2026 eingereicht werden.
Glücksspiel gehört zu den am stärksten regulierten Freizeitaktivitäten in
Deutschland und ist zugleich ein Verhaltensfeld, das wissenschaftlich erst in
Ansätzen systematisch erschlossen ist. Fundierte Forschung dazu ist
gesellschaftlich relevant weit über die Suchtprävention hinaus: Sie betrifft
Fragen des Jugend- und Spielerschutzes, die Wirksamkeit regulatorischer
Maßnahmen, den Umgang mit Betrug und Begleitkriminalität sowie die Integrität
des Sportwettenwesens. Wissenschaftlich berührt das Feld disziplinübergreifend
Rechtswissenschaft, Ökonomie, Psychologie, Soziologie, Public Health und
Neurowissenschaft - von der Analyse individuellen Risiko- und
Entscheidungsverhaltens bis zur Bewertung wirksamer Schutz- und
Präventionsmaßnahmen unter realen Marktbedingungen. Die beiden Forschungspreise
der Stiftung sollen diese Forschung sichtbar machen und gezielt fördern.
Nominiert werden können Forscherinnen und Forscher an akkreditierten
wissenschaftlichen Einrichtungen und Hochschulen in der Europäischen Union sowie
in den EFTA-Staaten Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz. Die
Nominierung erfolgt jeweils durch die wissenschaftliche Institution, an der die
Forschung entstanden ist.
Deutscher Nachwuchsforschungspreis Glücksspielforschung
In dieser Ausschreibungsrunde vergibt die Stiftung bis zu drei
Nachwuchsforschungspreise mit einem Preisgeld von je 30.000 Euro, das
vollständig an die ausgezeichnete Person geht. Bewerben können sich
Erstautorinnen und Erstautoren, deren Abschluss - etwa Promotion oder Master -
nicht länger als zehn Jahre zurückliegt; dokumentierte Auszeiten wie Eltern-
oder Krankheitszeiten werden nicht angerechnet.
Deutscher Innovationspreis Glücksspielforschung
Der mit 200.000 Euro dotierte Innovationspreis zeichnet eine herausragende
Forschungsarbeit aus - und ist offen für Autorinnen und Autoren in jedem
Karrierestadium. 70 Prozent des Preisgelds gehen an die nominierende
Forschungseinrichtung, 30 Prozent an die berechtigten Autorinnen und Autoren.
Bewertungskriterien
Bewertet werden die eingereichten Arbeiten danach, ob sie einen neuartigen
wissenschaftlichen Beitrag leisten und zugleich dem öffentlichen Interesse am
Glücksspielwesen im Sinne von § 1 des Glücksspielstaatsvertrags 2021 (GlüStV
2021) dienen - etwa der Suchtprävention, dem Jugend- und Spielerschutz, der
Bekämpfung von Betrug und Begleitkriminalität sowie dem Schutz der Integrität
des Sportwettenwesens. Die nominierten Arbeiten müssen in englischer Sprache
verfasst und innerhalb der vergangenen fünf Jahre in einer referierten
wissenschaftlichen Publikation angenommen worden sein.
Bewerbungsunterlagen
Nominierende Institutionen reichen ein:
- eine Zusammenfassung der Forschungsarbeit
- eine Stellungnahme zum wissenschaftlichen Innovationsgehalt
- eine Darstellung der Relevanz für die Ziele der Stiftung und des § 1 GlüStV
2021
- einen Nachweis der Publikation
- Angaben zu den Autorinnen und Autoren
- ein Empfehlungsschreiben einer hochrangigen Vertretung der Institution (z. B.
Dekanin/Dekan, Institutsleitung, Präsidentin/Vizerektor)
Alle Unterlagen sind auf Englisch einzureichen. Das Bewerbungsformular mit
Wortlimits stellt die Stiftung auf ihrer Website bereit.
Unabhängige Auswahl durch internationalen wissenschaftlichen Beirat
Über die Vergabe entscheidet der internationale wissenschaftliche Beirat der
Stiftung in einem unabhängigen, mehrstufigen Begutachtungsverfahren mit bis zu
acht Mitgliedern aus unterschiedlichen Disziplinen der Glücksspielforschung. Auf
eine Erstbewertung folgen die Erstellung einer Shortlist, ein
Peer-Review-Verfahren durch externe Fachexpertinnen und -experten sowie eine
abschließende Beratung, in der eine einstimmige Entscheidung angestrebt wird.
Über die Deutsche Stiftung Glücksspielforschung
Die Deutsche Stiftung Glücksspielforschung ist eine 2024 gegründete
gemeinnützige Organisation mit Sitz in München und dem Leitbild "Für Evidenz und
Exzellenz im Verbraucherschutz". Sie widmet sich der Förderung unabhängiger,
international anschlussfähiger Forschung zu Glücksspiel, Risiko- und
Entscheidungsverhalten sowie zum Verbraucherschutz. Die generierte Evidenz soll
zur Erreichung der Ziele des Glücksspielstaatsvertrages (GlüStV 2021) beitragen.
Die Stiftung ist als Public-Private-Partnership organisiert und vereint
staatliche (Thüringer Staatslotterie AöR), kommunale (François-Blanc-Spielbank
Bad Homburg) und private Gesellschafter (Tipico Technology Holding, Merkur.com
AG, Dr. Daniel Henzgen).
Um Interessenkonflikte strukturell auszuschließen, wird Forschung nicht über
projektbezogene Auftragsvergabe gesteuert, sondern über hochdotierte Preise für
bereits abgeschlossene, unabhängig entstandene wissenschaftliche Arbeiten
ausgezeichnet. Über die Preisvergabe entscheidet ausschließlich der
internationale wissenschaftliche Beirat. Die Stiftung vergibt den Deutschen
Innovationspreis Glücksspielforschung (bis zu 200.000 Euro) sowie den Deutschen
Nachwuchsforschungspreis Glücksspielforschung (30.000 Euro je Auszeichnung) -
die weltweit ersten und einzigen Preise ihrer Art.
Für nähere Informationen, Interviewanfragen sowie Fragen zur Bewerbung wenden
Sie sich bitte an:
Katrin Strauch, GRALGmbH
+49 89-386676-13
+49 176-13866766
katrin.strauch@gral-gmbh.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/182226/6306342
OTS: Deutsche Stiftung Glücksspielforschung gGmbH
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