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Hamburg (ots) - Zum sechsten Mal trafen sich Prominente und renommierte
Expertinnen und Experten aus Wissenschaft,Wirtschaft, Politik, Kultur und Sport,
um über die Zukunft Europas und damit verbundene Fragen rund um Arbeit,
Innovation, Wissenschaft, Persönlichkeitsentwicklung oder Bürokratie zu
diskutieren. Mehr als 170 Speaker gestalteten die Impulsvorträge und
Gesprächsrunden beim zweitägigen Wirtschaftsgipfel EuroMinds im Hamburger
Radisson Blu Hotel. Über 1000 Gäste nahmen an dem zweitägigen Summit teil.
Zu den ausgewählten Rednerinnen und Rednern 2026 zählten u.a. Ulrich Meyer
(TV-Moderator), Felix Magath (Fußballlegende), Ildikó von Kuerthy (Autorin),
Aleksandra Bechtel (Schauspielerin), Francis Fulton-Smith (Schauspieler), Eva
Habermann (Schauspielerin), Katja Kipping (Politikerin), Christian Dürr
(Politiker), Ann-Kathrin Linsenhoff (Dressur-Olympiasiegerin), Julia Ruhs
(Journalistin), Silke Schneider (Finanzministerin Schleswig-Holstein), Anna
Hiltrop (Model und Entrepreneurin) u.v.m.
Wichtige Zitate aus den Vorträgen und Diskussionsrunden
Felix Magath , Fußballtrainer, 72, äußerte sich auf der Bühne zum Thema: Erfolg
unter Druck: Was Wirtschaft von Spitzensport und Resilienz lernen kann
Auf die Frage: Hat Deutschlands Wirtschaft eher ein Führungsproblem oder ein
Mentalitätsproblem?, sagte er:
"Das eine gehört zum anderen. Führung muss Identifikation und Hingabe für die
Aufgabe vorleben. Wenn ich für eine Aufgabe brenne und diese erfolgreich
schaffe, dann ziehe ich daraus Stärke und vergrößere mein Selbstvertrauen. Denn
die schönsten Siege sind die über sich selbst. Ich sehe im Moment eher, dass
sich in vielen Teilen der Gesellschaft Bequemlichkeit breit gemacht hat und die
Bereitschaft mit höchstem eigenen Einsatz Probleme wirklich lösen zu wollen kaum
noch vorhanden ist. Es wird viel geredet, aber zu wenig gearbeitet."
Auf dem Panel Erfolg unter Druck: Was Wirtschaft von Spitzensport und Resilienz
lernen kann meinte Felix Magath:
"Über Jahrzehnte hatte die deutsche Wirtschaft in vielen Bereichen den Anspruch
die Nr. 1 zu sein. Mit den Erfolgen hat sich aber über die Jahre eine allgemeine
Zufriedenheit auch aufgrund des materiellen Wohlstands breit gemacht. Das
Ausruhen auf dem Erreichten führt zu Trägheit, weniger Kreativität und Willen
sich neue Ziele zu stecken und diese zu erreichen. Ein erfolgreicher
Spitzensportler muss sich in jedem Training und in jedem Wettkampf immer wieder
neu beweisen und dabei bereit an sein Limit zu gehen."
Ulrich Meyer , 70, ehemaliger Fernsehmoderator, beim Panel Information oder
Manipulation: Wie Medien Vertrauen schaffen
"Manipulationsfalle ist ein großes Wort für eine Alltäglichkeit. Wer immer sich
an Journalist:innen wendet, erwartet/ erhofft Berichterstattung nicht zuletzt in
seinem Sinn. Ergo ist die berühmte "Zweite Quelle" bei jeder journalistischen
Sachverhaltsdarstellung unerlässlich. Immer verdächtig: Wenn alles allzu
eindeutig und ausschließlich für den Petenten spricht, der da in die Medien
drängt. Und trotzdem: Bei aller Erfahrung macht man sich, wie Medien-juristen
das dann nennen, manches zu sehr zu eigen. Immer Vorsicht, wenn man an sich
spürt, dass die stets nötige Distanz zu bröckeln beginnt."
Eva Habermann , Schauspielerin, 50 sprach zum Thema Lampenfieber - was
Führungskräfte von Schauspielern über Mindset, Auftritt und Wirkung lernen
können
"Privat habe ich eigentlich sehr selten Lampenfieber. Vor einer Gruppe zu
sprechen ist überhaupt kein Problem für mich. Da bin ich sehr entspannt, weil
ich ja nichts leisten muss. Deshalb ist mein Lampenfieber privat deutlich
geringer als dann, wenn ich vor Publikum stehe, jemanden unterhalte oder vor
einer Kamera bin. Früher allerdings hatte ich vor Dates immer ein unglaubliches
Lampenfieber, weil ich da unbedingt einen unwiderstehlichen Eindruck machen
wollte. Haare hoch oder offen? Mit oder ohne Ohrringe? Welches Outfit? Und dann
tauchten Fragen von ganz anderer Tragweite auf: Wie sieht man eigentlich aus,
wenn man gerade auf der Suche ist, das aber auf keinen Fall durchscheinen lassen
möchte? Zu gestylt wirkt verzweifelt, zu wenig gestylt schlumpfig, aufreizend
oder doch lieber konservativ? Ein erstes Date bleibt eben immer ungewiss - wird
er mir live überhaupt gefallen, und gefalle ich ihm?"
Anna Hiltrop , Model, 31, über Nachhaltigkeit, Innovation, Wirtschaftlichkeit:
Der Dreiklang der Zukunft
"Mein Engagement hat mein Leben vor allem dahingehend verändert, dass ich
Chancen und Herausforderungen ganzheitlicher betrachte. Ich frage heute bei
nahezu jeder Entscheidung: Welchen langfristigen Einfluss hat sie? Diese
Perspektive hat mich nicht nur beruflich geprägt, sondern auch persönlich. Sie
hat mir gezeigt, dass Fortschritt und Verantwortung keine Gegensätze sind - im
Gegenteil: Die spannendsten Innovationen entstehen oft genau dort, wo beides
zusammenkommt."
Francis-Fulton Smith , Schauspieler, 60, saß in der Diskussionsrunde Vermögen
aufbauen: Strategien für unsichere Zeiten
"Ich glaube, jeder Investor hat schon einmal ein suboptimales Investment
getätigt. Das gehört zum Lernprozess dazu. Entscheidend ist, daraus die
richtigen Schlüsse zu ziehen. Für mich gilt: Man sollte nur Kapital investieren,
auf das man im Zweifel auch verzichten
kann, und niemals alles auf eine Karte setzen. Diversifikation ist kein Zeichen
von Unsicherheit, sondern von Vernunft. Und wenn Investments erfolgreich sind,
versuche ich, Gewinne möglichst wieder zu reinvestieren - denn langfristig ist
der Zinseszinseffekt oft der stärkste Verbündete eines Investors.
Ann Kathrin Linsenhoff , ehemalige Dressurreiterin und Olympiasiegerin, 65, über
Verantwortung tragen. Verantwortung übernehmen.
"Ich glaube, Kraft entsteht aus mehreren Quellen. Eine ganz wichtige Quelle ist
für mich der Rückhalt der Familie. Dazu kommen die Natur, das Zusammenspiel mit
den Tieren und der Glaube an mich selbst. Dort finde ich Ruhe, Erdung und oft
auch neue Energie.
Als Sportlerin habe ich außerdem sehr früh gelernt, mit Zeit bewusst umzugehen,
Prioritäten zu setzen und mich zu fokussieren. Genau dieses Zeitmanagement und
die Fähigkeit, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, helfen mir bis heute
sehr. Am Ende ist es wohl die Verbindung aus innerer Überzeugung, familiärem
Rückhalt, Natur und der Disziplin, die man im Sport lernt."
Zu den Highlights der Diskussionsrunden zählte das Thema Wie Journalismus
glaubwürdig bleibt mit Julia Ruhs , freie Journalistin und Moderatorin:
"Spaltung beginnt dort, wo der Dialog abbricht, wo Menschen sich geistig
voneinander abschotten und nicht mehr miteinander reden."
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