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Frankfurt (ots) - Die drei Richterinnen eines Pariser Berufungsgerichts haben
originell entschieden: Sie überlassen es der Rechtspopulistin Marine Le Pen, ob
sie bei den Präsidentschaftswahlen 2027 antreten will. Die Unwählbarkeitsphase
wurde gerade genug verkürzt, um die Kandidatur noch zuzulassen. Am
Gerichtsurteil gibt es nichts zu rütteln: Es ist ein weiser Entscheid, präzise
argumentiert und juristisch abgewogen. Jetzt könnte es sein, dass Le Pen
trotzdem antritt. Aber egal, ob sie oder Bardella kandidieren: Beide liegen in
den Umfragen weit vor allen anderen. Die nächstfolgenden Kandidaten, Edouard
Philippe (Mitte) und Jean-Luc Mélenchon (Linke), kommen gerade mal auf die
Hälfte. Das müsste die Liberalen und die Linken in Frankreich eigentlich
überzeugen, schleunigst Einheitskandidaturen auf die Beine zu stellen. Nach
jetzigem Stand der Dinge scheinen sie aber dazu nicht willens oder fähig.
Erstaunlich: Viele ziehen die Zerfleischung einer geordneten Primärwahl vor.
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