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Schwarzach (ots) - Für viele Unternehmer ist die eigene Firma der zentrale
Baustein ihrer Altersvorsorge. Über Jahre oder Jahrzehnte aufgebaut, steckt ein
Großteil des Vermögens im Unternehmen selbst. Doch genau hier liegt ein Risiko:
Im entscheidenden Moment zeigt sich oft, dass sich der Betrieb nicht so einfach
verkaufen oder in liquide Mittel umwandeln lässt, wie ursprünglich gedacht.
Viele Unternehmer verlassen sich darauf, dass ihre Firma später den Ruhestand
finanziert - ohne zu prüfen, ob sie überhaupt verkaufsfähig ist. Fehlende
Strukturen, zu starke Abhängigkeit vom Inhaber oder unklare Zahlen können den
Unternehmenswert massiv drücken. Hier erfahren Sie, warum viele Betriebe am Ende
unter Wert verkauft werden oder gar keinen Käufer finden - und wie Unternehmer
frühzeitig die Weichen stellen, um ihren größten Vermögenswert tatsächlich zu
Geld zu machen.
Gute Zahlen allein reichen nicht aus
Wer sein Unternehmen eines Tages verkaufen möchte, denkt häufig zuerst an
Umsatz, Gewinn und Rentabilität. Diese Kennzahlen sind zwar wichtig, sie allein
entscheiden jedoch nicht über den Erfolg einer Unternehmensnachfolge.
Potenzielle Käufer betrachten ein Unternehmen immer ganzheitlich. Neben den
wirtschaftlichen Ergebnissen spielt die Frage eine zentrale Rolle, ob der
Betrieb auch langfristig erfolgreich geführt werden kann. Deshalb ist nicht nur
die finanzielle Entwicklung entscheidend, sondern ebenso die Struktur des
Unternehmens.
Die Abhängigkeit vom Inhaber als Wertbremse
Gerade im kleinen und mittleren Mittelstand hängt der Unternehmenserfolg häufig
stark vom Inhaber ab. Er pflegt die wichtigsten Kundenkontakte, trifft operative
Entscheidungen, steuert zentrale Prozesse und hält oftmals das gesamte Wissen
über das Unternehmen zusammen.
Genau diese Abhängigkeit wird bei einem Verkauf schnell zum Problem. Käufer
möchten nicht nur ein funktionierendes Unternehmen erwerben, sondern auch die
Sicherheit haben, dass der Betrieb nach der Übergabe weiterhin erfolgreich
arbeitet. Ist der Unternehmer kaum zu ersetzen und hängt ein großer Teil des
Tagesgeschäfts an seiner Person, steigt das Risiko aus Sicht potenzieller Käufer
erheblich.
Deshalb gehört die Reduzierung dieser Abhängigkeit zu den wichtigsten
Vorbereitungen für eine spätere Nachfolge. Aufgaben sollten frühzeitig
strukturiert abgegeben und Mitarbeiter gezielt aufgebaut werden, damit sie nach
und nach Verantwortung übernehmen können. Ziel ist es, dass das Unternehmen
unabhängiger vom Inhaber wird und dieser sich zunehmend auf strategische
Aufgaben konzentrieren kann.
In der Praxis ist dieser Prozess oft anspruchsvoll und benötigt Zeit.
Gleichzeitig erhöht eine solche Entwicklung den Unternehmenswert erheblich, weil
sie die Zukunftsfähigkeit des Betriebs stärkt.
Wenn die Altersvorsorge am Verkaufspreis hängt
Viele Unternehmer betrachten den späteren Verkauf ihres Unternehmens als
wesentlichen Bestandteil ihrer Altersvorsorge. Daraus entsteht jedoch häufig
eine gefährliche Abhängigkeit.
Wer seine finanzielle Zukunft ausschließlich auf den Verkaufserlös stützt, setzt
sich selbst unter erheblichen Druck. Schließlich lässt sich nicht garantieren,
dass sich zum gewünschten Zeitpunkt ein Käufer findet oder der erwartete Preis
erzielt werden kann. Marktveränderungen, wirtschaftliche Unsicherheiten oder
individuelle Unternehmensrisiken können den Verkaufserfolg beeinflussen.
Sinnvoller ist es daher, bereits während der aktiven Unternehmerlaufbahn
Vermögen außerhalb des Unternehmens aufzubauen. Erträge aus dem Betrieb,
Gehälter und weitere Investments können dazu beitragen, die finanzielle Zukunft
breiter aufzustellen.
Wer seine Altersvorsorge auf mehrere Säulen verteilt, gewinnt im
Nachfolgeprozess deutlich mehr Handlungsspielraum. Dadurch kann der Fokus auf
der bestmöglichen Lösung für das Unternehmen liegen und nicht ausschließlich auf
dem höchstmöglichen Verkaufspreis.
Risiken frühzeitig reduzieren
Neben der Abhängigkeit vom Inhaber beeinflussen auch andere Risikofaktoren den
Wert eines Unternehmens. Dazu gehören beispielsweise starke Abhängigkeiten von
einzelnen Kunden, Lieferanten oder Schlüsselmitarbeitern.
Aus Sicht potenzieller Käufer erhöhen solche Konzentrationen das Risiko einer
Übernahme. Fällt einer dieser Faktoren weg, kann dies unmittelbare Auswirkungen
auf Umsatz, Prozesse oder die betriebliche Stabilität haben.
Um das Unternehmen attraktiver zu machen, sollten Unternehmer deshalb frühzeitig
daran arbeiten, solche Abhängigkeiten zu reduzieren. Eine breitere Kundenbasis,
stabile Lieferantenstrukturen und klar geregelte Verantwortlichkeiten senken das
Risiko und verbessern gleichzeitig die Verkaufsfähigkeit des Betriebs.
Fazit
Für viele Unternehmer ist die eigene Firma der größte Vermögenswert. Dennoch
zeigt sich häufig erst im Zuge einer geplanten Nachfolge, ob dieser Wert
tatsächlich realisiert werden kann.
Ein erfolgreicher Unternehmensverkauf hängt nicht allein von guten
Geschäftszahlen ab. Ebenso wichtig sind funktionierende Strukturen, eine geringe
Abhängigkeit vom Inhaber und eine frühzeitige Vorbereitung auf die Übergabe. Wer
diese Themen rechtzeitig angeht und seine Altersvorsorge nicht ausschließlich
vom Verkaufserlös abhängig macht, schafft bessere Voraussetzungen für einen
erfolgreichen Nachfolgeprozess und eine finanziell abgesicherte Zukunft.
Über Fabian Zamzau und Michael Polit:
Fabian Zamzau und Michael Polit sind die Geschäftsführer der Otter Consult GmbH.
Sie unterstützen Unternehmer dabei, einen qualifizierten Nachfolger für ihren
Betrieb zu finden, um ihn im Anschluss gewinnbringend an den Interessenten zu
verkaufen. Das Team der Otter Consult GmbH begleitet seine Kunden hierbei bei
allen wichtigen Prozessen und Entscheidungen und betreut sie vollumfänglich bis
zum Verkauf. Weitere Informationen unter: https://otterconsult.de/
Pressekontakt:
Otter Consult GmbH
Vertreten durch: Fabian Zamzau & Michael Polit
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