|
Berlin (ots) - Werner Graf will den Druck an Schulen reduzieren. Das sagte der
Spitzenkandidat der Berliner Grünen für die Abgeordnetenhauswahl am 20.
September im Interview mit der Zeitung "nd.DieWoche" (Freitagausgabe). "Wenn man
den Spaß am Lernen steigert, wenn es nicht nur Zwang ist, dann lernen die Kinder
auch mehr", sagte Graf. Die jährlichen Vergleichsarbeiten, die Bildungssenatorin
Katharina Günther-Wünsch eingeführt hat, betrachte er mit Skepsis. Man müsse
zwar erheben, welche Stärken und Schwächen Schüler haben. "Aber ich würde
infrage stellen, ob starre Vergleichsarbeiten der einzige Weg sind, das zu
erreichen", so Graf. Hausaufgaben müssten schon während der Schulzeit erledigt
werden, forderte der Grünen-Landespolitiker zudem.
Die Grünen wollen nach der Wahl die Zahl der Gemeinschaftsschulen verdoppeln, in
jedem Bezirk sollen mindestens zwei neue entstehen. "Das ist für uns zentral,
weil wir denken, dass die vielen Übergänge und Brüche maßgeblich für den
Schulstress verantwortlich sind", sagte Graf. Für ihn sei das auch ein
persönliches Thema. Er habe als Schüler vom Gymnasium abgehen müssen, weil er an
Latein gescheitert sei. Dadurch sei er von seinem Freundeskreis getrennt worden.
"In Mathe war ich super", berichtete Graf. "Aber da habe ich dann nicht mehr die
richtige Förderung bekommen."
Pressekontakt:
nd.DerTag / nd.DieWoche
Redaktion
Telefon: 030/2978-1722
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/59019/6311646
OTS: nd.DerTag / nd.DieWoche
|