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Berlin/Köln (ots) - Zur Verleihung des Annemarie-Renger-Preises des
Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) 2026 an Iris Berben kamen am 8. Juli 2026 auf
Einladung von ASB-Präsidentin Dr. Katarina Barley und ASB-Bundesvorsitzendem
Knut Fleckenstein Vertreter:innen aus Politik, Zivilgesellschaft, Medien und dem
Arbeiter-Samariter-Bund im Haus der Kulturen der Welt in Berlin zusammen. Das
Sommerfest des ASB bot Raum für Begegnung, politische Gespräche und den
Austausch darüber, welche Rolle Solidarität, Mitgefühl und demokratische
Wachsamkeit für eine lebendige Zivilgesellschaft spielen.
Iris Berben erhält Preis für ihr außergewöhnliches Engagement für
Menschlichkeit, Toleranz und ein weltoffenes Miteinander
"Ich hätte nie gedacht, dass Demokratie in unserem Land noch einmal
grundsätzlich infrage gestellt werden könnte. Dass sie sich verändern und immer
wieder bewähren muss, war mir klar. Aber dass sie erneut zur Disposition steht,
führt zu einer wichtigen Erkenntnis: Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit
genauso wenig wie Menschenrechte und Frieden", sagte Berben und betonte auch:
"Wir müssen immer wieder darüber nachdenken, wo und wie wir Verantwortung
übernehmen können. Vor allem müssen wir uns davor hüten, dass unsere
Bequemlichkeit stärker wird als Verantwortung und die Gleichgültigkeit stärker
als unser Mitgefühl."
Mit dem Annemarie-Renger-Preis würdigt der ASB Menschen, die sich in besonderer
Weise für Demokratie, Gemeinwohl und ein solidarisches Miteinander einsetzen.
Preisträgerin Iris Berben wurde für ihr jahrzehntelanges gesellschaftliches
Engagement ausgezeichnet. Sie setzt sich seit vielen Jahren gegen
Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus ein, unterstützt Initiativen für
Zivilcourage und ein weltoffenes Deutschland und macht sich für
Erinnerungskultur, Demokratie und Menschlichkeit stark.
Berben spendet Preisgeld an israelisch-palästinensisches Verständigungsprojekt
Das mit 10.000 Euro dotierte Preisgeld spendet Iris Berben an das "Parents
Circle Families Forum". In der gemeinnützigen israelisch-palästinensischen
Nichtregierungsorganisation haben sich seit 1995 mehr als 600 israelische und
palästinensische Familien zusammengeschlossen, die durch Konflikt, Terror und
Krieg im Nahen Osten enge Angehörige verloren haben und sich dennoch gemeinsam
für Verständigung und Frieden einsetzen.
Gesine Schwan würdigt den ASB als gelebte Solidarität
Die Keynote des Abends hielt Prof. Dr. Gesine Schwan. Sie dankte dem ASB für
seine Arbeit und stellte die Bedeutung konkreter solidarischer Praxis in den
Mittelpunkt. "Ich danke dem Arbeiter-Samariter-Bund für sein Wirken. Das ist
gerade in einer Zeit wichtig, in der sich die Haltung verbreitet: Wenn alle an
sich denken, ist an alle gedacht. Die Samariterinnen und Samariter zeigen, wie
unverzichtbar Solidarität, Hinschauen und Helfen für unser Zusammenleben sind."
In ihrer Rede betonte sie den Gedanken des Gemeinsinns: Selbst zu denken, die
Perspektive anderer einzunehmen und dennoch gemeinsam zu handeln. Gerade für
eine Demokratie, die unter Druck stehe, sei dies von zentraler Bedeutung -
ebenso wie die Frage, wie Politik Beteiligung besser ermöglichen kann.
Ein Abend im Zeichen gesellschaftlicher Verantwortung
"Wir zeigen hier, was Zivilgesellschaft leisten kann, nämlich nicht nur auf
Politik zu warten, sondern selbst etwas zu tun", unterstrich ASB-Präsidentin Dr.
Katarina Barley. Auch der ASB-Bundesvorsitzende Knut Fleckenstein sah in dem
Abend ein starkes Signal für das weitere Engagement des ASB und ergänzte: "Der
Abend hat uns als ASB auf besondere Weise bestärkt - durch die große
Wertschätzung von Iris Berben ebenso wie von Prof. Gesine Schwan. Zugleich gibt
er uns Rückenwind und Mut, uns weiter mit aller Kraft dafür einzusetzen, dass
unsere Gesellschaft zusammenhält und wir Demokratie nicht als selbstverständlich
ansehen." Im Anschluss an die Preisverleihung klang das Sommerfest bei Essen,
Getränken, Musik und Gesprächen in festlichem Rahmen am Spreeufer aus.
Zum Interview mit Iris Berben
(https://www.asb.de/news/annemarie-renger-preis-2026-iris-berben)
Über den Annemarie-Renger-Preis
Der Arbeiter-Samariter-Bund verleiht den Annemarie-Renger-Preis seit 2013 an
Persönlichkeiten und Initiativen, die sich in besonderer Weise für Demokratie,
Gemeinwohl und ein solidarisches Miteinander einsetzen. Der Preis erinnert an
Annemarie Renger, die frühere Präsidentin des ASB und ehemalige Präsidentin des
Deutschen Bundestages. Er besteht aus einer Skulptur von Markus Lüpertz und
einem Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro, das die Preisträgerin oder der
Preisträger an eine gemeinnützige Organisation weitergibt.
Über den ASB
Der Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e. V. (ASB) ist eine politisch und
konfessionell unabhängige Hilfs- und Wohlfahrtsorganisation. Mit rund 1,6
Millionen Mitgliedern unterstützt der ASB Menschen in Not - unabhängig von ihrer
politischen, ethnischen, nationalen oder religiösen Zugehörigkeit. Seit mehr als
135 Jahren engagiert sich der ASB unter anderem im Rettungsdienst,
Bevölkerungsschutz, in der Pflege, der Kinder- und Jugendhilfe, den Sozialen
Diensten sowie in der humanitären Hilfe im In- und Ausland.
Pressekontakt:
Diana Zinkler
Fachbereichsleitung Kommunikation und Public Affairs
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