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Stuttgart/Baden-Baden/Mainz (ots) - Nach intensiven und langen Verhandlungen
haben sich die VRFF-Verhandlungskommission der Betriebsgruppe SWR und die
Verhandlungsdelegation des Südwestrundfunks (SWR) in der fünften
Verhandlungsrunde der im Februar begonnenen Tarifrunde auf einen umfassenden
Tarifabschluss geeinigt. Beide Seiten zeigten am 2. Juli den klaren Willen zu
einer tragfähigen Einigung. Am 9. Juli hat die VRFF im SWR eine
Mitgliederschalte dazu abgehalten.
Für die Mediengewerkschaft stand bei den Verhandlungen ein zentrales Ziel im
Fokus: Endlich die seit langem geforderten Laufbahnverbesserungen für die
Beschäftigten in der IT sowie im Bereich der Sachbearbeitung und Assistenzen
durchzusetzen, um diese Laufbahnen an die aktuellen Anforderungen anzupassen.
In diesem entscheidenden Punkt ist der SWR der VRFF spürbar entgegengekommen. Im
IT-Bereich konnten die gewerkschaftlichen Forderungen der Laufbahnverbesserung
vollumfänglich realisiert werden. Auch für die Sachbearbeiter- und
Assistenzlaufbahnen wurde eine deutliche Verbesserung erreicht: Durch die
Schaffung von 30 zusätzlichen Wertigkeiten wurde der Weg für verdiente
Höhergruppierungen freigemacht. Der Regelaufstieg für Assistenzen ist damit zwar
noch nicht erreicht, aber "wir setzen uns weiterhin mit Nachdruck für dieses
Ziel ein und werden das Thema konsequent weiterverfolgen", betont Nathalie
Wartmann, Genderbeauftragte der VRFF im SWR.
Neben den strukturellen Erfolgen beinhaltet das Paket eine spürbare prozentuale
Erhöhung der Vergütungen und Honorare, die sich auf rund 5,73% in zwei Stufen
bei einer Laufzeit von 35 Monaten beläuft. Die angefallenen Leermonate werden
sozialverträglich ausgeglichen, auch die Jahressonderzahlung wird
sozialverträglich erhöht. Der Abschluss steht auch im Zeichen der
klimafreundlichen Mobilität: eine Steigerung des Zuschusses zum
Deutschlandticket konnte für alle Beschäftigten erreicht werden.
Ein Teil der tariflichen Steigerung ist an eine noch ausstehende Einigung beim
Thema Personalgestellung gekoppelt, das heißt die "Ausleihe" bzw. dauerhafte
Überlassung von SWR-Beschäftigten an andere ARD-Anstalten. Zudem besitzt der SWR
ein Sonderkündigungsrecht über einen Prozentpunkt der tariflichen Steigerung,
falls es keine Erhöhung der Rundfunkbeiträge geben wird; die KEF hatte hierfür
jüngst 28 cent empfohlen.
"Das erzielte Ergebnis ist das Resultat von harten Verhandlungen, aber es zeigt:
Hartnäckigkeit zahlt sich aus. Besonders stolz sind wir darauf, dass wir die
IT-Laufbahnen endlich an die Realität anpassen konnten und für die Kolleginnen
und Kollegen in den Assistenzen und Sachbearbeitungen echte
Aufstiegsperspektiven ermöglichen", erklärt Stefan Rettner, Mitglied der
VRFF-Verhandlungskommission im SWR. "Dafür kämpft die VRFF schon seit Jahren.
Insbesondere unserer ehemaligen Betriebsgruppenvorsitzenden lag das Thema schon
immer am Herzen. Ihr langes Engagement wird nun belohnt. Die prozentuale
Steigerung steht auch im Rahmen der starken Einsparungen, die die Politik den
Rundfunkanstalten aufbürdet, daher mussten hier, wie auch bei der Laufzeit,
Abstriche in Kauf genommen werden. Es ist ein vertretbarer Abschluss mit
Schmerz".
Über die VRFF: Die VRFF Die Mediengewerkschaft vertritt als Fachgewerkschaft und
Mitgliedsgewerkschaft des dbb beamtenbund und tarifunion die Interessen der
Beschäftigten im öffentlich-rechtlichen Rundfunk sowie in der Medienlandschaft.
Sie setzt sich für faire Arbeitsbedingungen, zukunftsfähige Tarifverträge und
eine starke Mitbestimmung ein.
Pressekontakt:
Stefan Rettner, Betriebsgruppenvorsitzender VRFF im SWR und erster
Stellvertretender Bundesvorsitzender
Telefon: (0711) 929-12105
E-Mail: presse@vrff.de; stefan.rettner@vrff.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/172390/6311689
OTS: VRFF die mediengewerkschaft
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