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München (ots) - Die Einführung der ersten Abnehmtablette in Europa rückt näher:
Nachdem ein entsprechendes Medikament Anfang 2026 in den USA auf den Markt
gekommen ist, wird die EU-Zulassung ab Mitte August erwartet. Eine aktuelle,
repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag der Gesundheitsplattform GoLighter
(http://www.golighter.de/) zeigt nun, dass das Interesse der Betroffenen an der
neuen oralen Therapieform in Deutschland groß ist:
- Wenn eine Abnehmpille und eine Abnehmspritze ähnlich wirksam, medizinisch
geeignet, gleich teuer und mit vergleichbaren Nebenwirkungen verbunden wären,
würden 46,5 Prozent der Befragten die Tablette bevorzugen. Nur 8,7 Prozent
würden sich für eine Spritze zur Selbstanwendung entscheiden. Weitere 25,3
Prozent würden beide Formen gleichermaßen in Betracht ziehen.
- Besonders deutlich wird der mögliche Versorgungshebel bei Menschen mit
Adipositas: Unter den Befragten mit einem BMI ab 30 bevorzugen 51,0 Prozent
die Tablette, während nur 9,3 Prozent die Spritze wählen würden.
- Zugleich sagen 43,6 Prozent der Befragten mit Adipositas, die keine
Abnehmspritze nutzen oder konkret planen, dass die Verfügbarkeit einer
Abnehmpille ihre Bereitschaft erhöhen würde, eine medizinische Behandlung zur
Gewichtsreduktion in Betracht zu ziehen. Bei Übergewichtigen (mit BMI von 25
bis 30) liegt dieser Wert bei 23,0 Prozent, bei Normalgewichtigen (mit BMI von
18,5 bis unter 25) bei 11,7 Prozent.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass für viele Betroffene nicht die Therapie
selbst, sondern die Form der Anwendung bislang eine entscheidende Hürde
darstellt. Das deckt sich mit ersten Erfahrungen aus den USA: Dort waren rund 80
Prozent der Patienten, die sich nach Markteinführung für die Abnehmtablette
entschieden haben, zuvor keine Nutzer von GLP-1-Therapien.
"Die Tablette könnte Menschen erreichen, die sich bisher trotz medizinischer
Indikation gegen eine Behandlung entschieden haben", sagt Prof. Stephan Martin ,
Internist, Diabetologe und beratender Arzt der digitalen Adipositas-Plattform
GoLighter. "Für viele ist die regelmäßige Injektion offenbar eine psychologische
Barriere. Fällt diese Hürde weg, könnten deutlich mehr Betroffene den Schritt in
eine medizinische Therapie wagen."
"Oral ist nicht banal"
Gleichzeitig warnt Martin davor, die neue Therapie als unkompliziertes
Lifestyle-Produkt zu verstehen. "Auch eine Abnehmpille ist ein
verschreibungspflichtiges Medikament und muss genauso verantwortungsvoll
eingesetzt werden wie die Abnehmspritze. Sie gehört ausschließlich in ärztliche
Hände und erfordert eine sorgfältige medizinische Begleitung."
Dazu gehörten auch die Auswahl geeigneter Patientinnen und Patienten, die
Kontrolle möglicher Nebenwirkungen sowie die regelmäßige Überprüfung des
Therapieverlaufs. "Wer sich für eine digitale Behandlung entscheidet, sollte
deshalb darauf achten, dass hinter dem Angebot eine qualifizierte ärztliche
Betreuung steht - und nicht ein Online-Shop für Medikamente."
Weitere Ergebnisse der Umfrage erhalten Sie auf Anfrage.
Über die Umfrage
Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des
YouGov Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Für diese Befragung
wurden im Zeitraum vom 06. bis 08.07.2026 insgesamt 2.119 Personen befragt. Die
Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und die Ergebnisse
anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die
Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.
Pressekontakt:
Martin Mangiapia
mailto:presse@wellsterhealth.com
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/155023/6311747
OTS: Wellster Healthtech Group
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