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Berlin (ots) - Der Deutsche Bundestag hat das Gesetz zur Stabilisierung der
Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung
(GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz) beschlossen. Die Plasma Protein
Therapeutics Association Deutschland e.V. (PPTA) begrüßt die Ausnahme
versorgungskritischer Wirkstoffe vom ergänzenden Herstellerabschlag und
unterstreicht die Sonderstellung von Blutplasmapräparaten.
Herstellung von versorgungskritischen Blutplasmapräparaten wird nicht zusätzlich
belastet
Nachdem bereits der in den Bundestag eingebrachte Gesetzentwurf eine Ausnahme
versorgungskritischer Wirkstoffe vom ursprünglich vorgeschlagenen dynamisierten
Herstellerabschlag enthalten hatte, wurde diese Regelung auch für die Einführung
eines ergänzenden Herstellerabschlag von 8,5 Prozent beibehalten. Damit wurde
der besonderen Versorgungs- und Produktionsrealität von Blutplasmapräparaten
Rechnung getragen. Diese sind für viele Patient:innen mit schweren und seltenen
Krankheiten lebensnotwendig und alternativlos. Zusätzlich werden sie in der
Grund- und Krisenversorgung benötigt. Blutplasmapräparate sind Teil der
kritischen Gesundheitsinfrastruktur und werden auf den Listen
versorgungskritischer Arzneimittel und Wirkstoffe der
Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA)
sowie des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) geführt.
PPTA Deutschland befürwortet daher die Ausnahme vom ergänzenden
Herstellerabschlag, da so die ohnehin angespannte Versorgung nicht zusätzlich
zulasten der Patient:innen gefährdet wird.
Steigender Bedarf trifft komplexe Produktionsbedingungen
Die Sonderstellung von Blutplasmapräparaten ergibt sich neben ihrer Relevanz für
die Patientenversorgung auch durch ihre besondere Produktionsrealität. Der
Ausgangsstoff Blutplasma kann nicht synthetisch-chemisch hergestellt werden,
sondern wird alleinig aus Blutplasmaspenden von freiwilligen Spender:innen
gewonnen. Allerdings stagniert die Spendenbereitschaft, während der medizinische
Bedarf stetig wächst. Bereits jetzt muss Blutplasma aus Drittstaaten wie den USA
importiert werden, um die Versorgung in Europa sicherzustellen.
Auf den steigenden Bedarf trifft eine lange Produktionsdauer: Von der
Blutplasmaspende zum fertigen Medikament vergehen 7 bis 12 Monate, und die
Kosten für Blutplasma als Rohstoff steigen stetig. Damit liegen die Produktions-
und Materialkosten von Blutplasmapräparaten signifikant höher als bei
klassischen Arzneimitteln.
PPTA Deutschland setzt sich weiter dafür ein, dass die Besonderheiten
versorgungskritischer Medikamente und ihrer Herstellung auch bei künftigen
Maßnahmen konsequent beachtet werden.
" Mit der Ausnahme versorgungskritischer Wirkstoffe vom ergänzenden
Herstellerabschlag hat der Gesetzgeber eine notwendige sowie kluge Entscheidung
für die Versorgungssicherheit getroffen und Augenmaß bewiesen.
Blutplasmapräparate sind für viele Patient:innen mit schweren und seltenen
Erkrankungen alternativlos. Daher ist es richtig, dass die Versorgung dieser
Patient:innen nicht noch zusätzlich belastet wird ", so Dr. Petros Gatsios,
Vorstandsvorsitzender von PPTA Deutschland.
Über die PPTA
Die Plasma Protein Therapeutics Association Deutschland e.V. (PPTA) ist ein
dynamischer Industrieverband, der einen einzigartigen Bereich innerhalb der
Biologika- und Biotechnologiebranche vertritt. Die PPTA repräsentiert mehr als
1.000 Blutplasmaspendezentren in Nordamerika und Europa, davon über 70 in
Deutschland, sowie die Hersteller lebenswichtiger Blutplasmapräparate. Unsere
Mitgliedsunternehmen produzieren rund 50 % der in Europa hergestellten Produkte
in diesem Bereich und setzen globale Standards für die Gewährleistung von
Qualität und Sicherheit bei der Blutplasmaspende sowie bei der Verarbeitung von
Blutplasma zu Arzneimitteln.
Pressekontakt:
Marilena Vrana
Vice President, Public Affairs & EU Operations
mailto:mvrana@pptaglobal.org
+32 487 558 679
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/182180/6312394
OTS: Plasma Protein Therapeutics Association Deutschland e.V. (PPT
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