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München (ots) - Das kleinzellige Lungenkarzinom (Small Cell Lung Cancer, SCLC)
ist eine der aggressivsten Formen von Lungenkrebs. Die Erkrankung schreitet
besonders schnell voran, streut früh in andere Organe - wird aber meist erst in
einem späten Stadium diagnostiziert.[1] Trotz medizinischer Fortschritte bleibt
die Prognose vieler Patient:innen ungünstig: Im fortgeschrittenen Stadium
überleben nach fünf Jahren weniger als 5 % der Erkrankten.[2] Umso wichtiger
sind eine frühere Diagnose sowie neue, zielgerichtete und effektive
Therapieansätze, die die Behandlungschancen von SCLC-Patient:innen verbessern
können.
Lungenkrebs zählt weltweit zu den häufigsten krebsbedingten Todesursachen. In
Deutschland erkranken jährlich rund 58.000 Menschen neu daran.[3] Etwa 15 - 17
Prozent aller Lungenkrebsfälle entfallen auf das SCLC, dies entspricht circa
8.700 Neuerkrankungen pro Jahr.[3,4] Charakteristisch für das SCLC ist sein
besonders dynamischer Verlauf: "Das kleinzellige Lungenkarzinom zeichnet sich
durch eine hohe Aggressivität aus. Der Tumor wächst in der Regel sehr schnell
und bildet früh Metastasen. Dadurch besteht oft nur ein begrenztes
therapeutisches Zeitfenster. Umso wichtiger ist es, dass Diagnostik und
Behandlung eng ineinandergreifen", erklärt Dr. Achim Rieth, Medizinischer
Direktor für Hämatologie & Onkologie der Amgen GmbH.
Unspezifische Symptome erschweren eine frühe Diagnose
Ähnlich wie bei vielen anderen Tumorerkrankungen verursacht das kleinzellige
Lungenkarzinom (SCLC) in frühen Stadien oft nur wenige oder unspezifische
Beschwerden. Symptome wie anhaltender Husten, Kurzatmigkeit, Heiserkeit,
pfeifende Atmung oder Müdigkeit werden häufig zunächst anderen, weniger
schwerwiegenden Ursachen zugeschrieben.[5] Hinzu kommt: Da der wichtigste
Risikofaktor für das SCLC das Rauchen ist - nur 2 % der Betroffenen haben nie
geraucht -,[7] können frühe Anzeichen auch als Folgen des Tabakkonsums
fehlgedeutet werden.[5-7] Diese Faktoren tragen auch dazu bei, dass die
Erkrankung meist erst in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert wird.
Bei ca. 70 % der Betroffenen hat sich der Tumor zum Zeitpunkt der Diagnose
bereits auf die andere Lungenseite ausgebreitet oder Metastasen in anderen
Organen gebildet.[2] Entsprechend ungünstig ist die Prognose: Unter allen
Lungenkarzinomen weist das SCLC die niedrigsten langfristigen Überlebensraten
auf. Die relative 5-Jahres-Überlebensrate liegt derzeit insgesamt unter 10 %, im
metastasierten Stadium sogar unter 5 %.[2] Chancen für eine frühere Diagnostik
bietet das neue Lungenkrebs-Screening für derzeitige und ehemalige starke
Raucher:innen mit erhöhtem Erkrankungsrisiko, das am 1. April 2026 gestartet
ist. Durch jährliche Niedrigdosis-CT-Untersuchungen kann Lungenkrebs häufiger
bereits in einem frühen Stadium erkannt und damit potenziell auch früher
behandelt werden.
Therapieresistenzen und Rückfälle bleiben eine Herausforderung
Ein wesentliches Merkmal des SCLC ist die ambivalente Reaktion auf die Therapie:
Nach anfangs gutem Ansprechen, kommt es im weiteren Verlauf bei vielen
Patient:innen zu einem Rückfall oder Fortschreiten der Erkrankung. Eine zentrale
Herausforderung ist dabei die Entwicklung von Therapieresistenzen, der Tumor
reagiert dann zunehmend schlechter auf weitere Behandlungen.[7] Entsprechend
hoch ist die Rückfallrate: Etwa 75 % der Patient:innen mit lokal
fortgeschrittener Erkrankung und mehr als 90 % der Patient:innen mit
metastasiertem SCLC erleben innerhalb von zwei Jahren ein Wiederauftreten oder
Fortschreiten der Erkrankung.[7] "Und gerade nach einem Rückfall sind die
therapeutischen Möglichkeiten für viele Patient:innen derzeit noch sehr
begrenzt", so Dr. Rieth.
Forschung zur Behandlung des SCLC: Der Biologie auf der Spur
Aktuelle Ansätze gehen der Frage nach, warum sich SCLC Tumoren im Verlauf der
Erkrankung verändern, ihre biologischen Eigenschaften anpassen und dadurch
häufig Resistenzen gegenüber Therapien entwickeln.[7,8] "Für die Forschung ist
es entscheidend, die biologischen Mechanismen der Erkrankung weiter zu
entschlüsseln und besser zu verstehen, um Ansatzpunkte zu identifizieren, die
langfristig zu einer verbesserten Versorgung beitragen können", so Dr. Achim
Rieth, Medizinischer Direktor für Hämatologie & Onkologie der Amgen GmbH. Von
besonderem Interesse sind Steuerungsmechanismen und Signalwege, die das
Verhalten von Tumorzellen beeinflussen. Forschungsergebnisse deuten darauf hin,
dass der NOTCH-Signalweg mit unterschiedlichen Eigenschaften von Tumorzellen
sowie mit biologischen Anpassungsprozessen (z.B. DLL3-Expression) im Tumor in
Zusammenhang stehen könnte.[9-11] Er übernimmt in gesunden Zellen wichtige
Aufgaben bei der Zellentwicklung. Beim kleinzelligen Lungenkarzinom (SCLC)
zeigen sich bei einem Teil der Patient:innen Veränderungen in diesem
Signalweg.[9,10] Mit seinem Forschungsengagement möchte Amgen dazu beitragen,
das biologische Verständnis des SCLC weiter zu vertiefen und so neue
Perspektiven für die gezielte Behandlung dieser schwer behandelbaren
Tumorerkrankung zu eröffnen.
Weiterführende Informationen
Lesen Sie in der Pressemitteilung "From Science to Solution"
(https://www.amgen.de/medien/news/689/form-science-to-solution/) mehr darüber,
wie Amgens Forschung neue onkologische Therapieansätze ermöglicht. Am Beispiel
der BiTE® Technologie wird erläutert, wie wissenschaftliche Erkenntnisse in der
Krebsforschung den Weg für neue therapeutische Innovationen ebnen können.
Über Amgen
Amgen ist ein global führendes unabhängiges Biotechnologie-Unternehmen, das seit
über 45 Jahren besteht und heute mit etwa 31.500 Mitarbeitenden in fast 100
Ländern vertreten ist. In Deutschland arbeiten wir an zwei Standorten mit rund
680 Mitarbeitenden jeden Tag daran, Patient:innen zu helfen. Weltweit
profitieren jährlich Millionen von Menschen mit schweren oder seltenen
Erkrankungen von unseren Therapien. Unsere Arzneimittel werden in der
Nephrologie, Kardiologie, Hämatologie, Onkologie, Knochengesundheit und bei
chronisch-entzündlichen Erkrankungen eingesetzt. Neben Originalpräparaten
beinhaltet unser Portfolio auch Biosimilars. Wir verfügen über eine vielfältige
Pipeline.
Halten Sie sich zu aktuellen Themen rund um Biotechnologie informiert - Besuchen
Sie dafür gerne unsere Webseite https://www.amgen.de/ oder folgen Sie Amgen
Deutschland auf LinkedIn (https://www.linkedin.com/company/amgengermany/) .
Referenzen:
1. Krebsinformationsdienst. SCLC: Therapie bei kleinzelligem Lungenkrebs.
https://ots.de/tnYJxR (Zugriff: 29.05.2026)
2. National Cancer Institute. Surveillance, Epidemiology, and End Results
(SEER) Program. Small cell carcinoma of the Lung and Bronchus, Stage
Distribution of SEER Incidence Cases, 2013-2022.
https://seer.cancer.gov/statistics-network/explorer/application.html
(Zugriff: 29.05.2026)
3. Robert Koch-Institut (RKI). Krebs in Deutschland für 2021-2023.
https://ots.de/ZYVCpB (Zugriff: 29.05.2026)
4. Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren (ADT) 2020. 8. Bundesweite
Onkologische Qualitätskonferenz 2020 - Versorgungssituation beim
Lungenkarzinom.
5. Prado MG et al. BMJ Open. 2023;13(4):e068832.
6. Huang R et al. EBioMedicine 2015;2:1677-1685.
7. Rudin CM et al. Small-cell lung cancer. Nat Rev Dis Primers. 2021;7(1):3.
8. Onkopedia. Lungenkarzinom, kleinzellig (SCLC). Stand September 2025.
https://ots.de/JsBga7 . (Zugriff: 29.05.2026)
9. Zhang J, et al. Exp Hematol Oncol. 2024;13(1):78.
10. Zhang H, et al. Biomed Pharmacother. 2023;159:114248.
11. Yuan M, et al. Signal Transduct Target Ther. 2022;7(1):187.
DEU-NP-26-80024
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einer solchen Akquisition erwartet werden) sowie Schätzungen von Einnahmen,
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klinischen und leitlinienförmigen Entwicklungen sowie nationalen und
internationalen Trends in Richtung Managed Care und Kostendämpfung im
Gesundheitswesen beeinflusst werden. Darüber hinaus unterliegen unsere
Forschung, Tests, Preisgestaltung, Vermarktung und andere Aktivitäten einer
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Regulierungsbehörden. Wir oder andere könnten Sicherheits-, Nebenwirkungs- oder
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oder die Entwicklung neuer Indikationen für bestehende Produkte kann nicht
garantiert werden, und der Übergang vom Konzept zum Produkt ist ungewiss.
Folglich kann nicht garantiert werden, dass ein bestimmter Produktkandidat oder
die Entwicklung einer neuen Indikation für ein bestehendes Produkt erfolgreich
sein und zu einem kommerziellen Produkt wird. Darüber hinaus werden einige
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