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Sachsen-Anhalt/Wirtschaft/Deponie (ots) - Halle. Die Grube Teutschenthal
Sicherungs-GmbH (GTS), Betreiberin der Untertagedeponie im ehemaligen
Salzbergwerk bei Teutschenthal, hat Insolvenz angemeldet. "Der Betrieb läuft
zunächst weiter", teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Lucas Flöther der in
Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung aus Halle mit. Die Löhne der etwa
100 Beschäftigten seien für die kommenden drei Monate durch das Insolvenzgeld
gesichert. In dem ehemaligen Salz-Bergwerk werden Filterstäube aus
Müllverbrennungsanlagen und Flüssigkeiten aus der Chemie eingelagert.
Die Insolvenz könnte für das Land Sachsen-Anhalt teuer werden: Sollte die GTS
ausfallen, müsste das Land die Sicherung und Stilllegung des Bergwerks
übernehmen. Nach früherer Einschätzung des Wirtschaftsministeriums könnten dafür
Kosten von 130 Millionen Euro entstehen. Hintergrund ist ein seit Monaten
schwelender Streit über die Finanzierung der Altlastensanierung. Die GTS hatte
zusätzliche Unterstützung des Landes gefordert, eine Einigung kam jedoch nicht
zustande.
Am Freitag erklärte das Wirtschaftsministerium auf MZ-Anfrage, dass das Land
nicht beabsichtige, das Bergwerk zu übernehmen, sollte sich kein Investor
finden. Um die Sicherheit zu garantieren, teilte eine Ministeriumssprecherin
mit: "Die notwendige Verwahrung der Grube Teutschenthal wird bei Erfordernis
durch entsprechende Gefahrenabwehrmaßnahmen des Landesamtes für Geologie und
Bergwesen des Landes Sachsen-Anhalt erfolgen."
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Marc Rath
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OTS: Mitteldeutsche Zeitung
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