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WIESBADEN (ots) -
- Heimische Erntemenge von Sojabohnen von 2016 bis 2025 mehr als verdreifacht
(+202,8 %)
- Sojabohnen-Importe (3,4 Millionen Tonnen) übersteigen heimische Erntemenge
(130 800 Tonnen) 2025 deutlich
- EU-weit sind die Anbauflächen für Sojabohnen von 2016 bis 2025 um 22,1 %
gestiegen
Soja wird nicht nur als Futtermittel in der Nutztierhaltung eingesetzt, sondern
auch zur Herstellung von Nahrungsmitteln wie etwa Tofu oder Sojajoghurt. Wie das
Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sind die Anbauflächen für Sojabohnen
in Deutschland vom Jahr 2016, für das erstmals Zahlen zu Sojabohnen erhoben
wurden, bis zum Jahr 2025 um 174,1 % gestiegen. Im vergangenen Jahr wurden auf
insgesamt 43 300 Hektar Sojabohnen angebaut - mehr als die Hälfte (52,7 %) davon
in Bayern. 2016 waren es deutschlandweit noch 15 800 Hektar. Der Anteil der
Anbaufläche für Sojabohnen an der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche
lag 2025 bei 0,3 %.
Mehr als die Hälfte der deutschen Sojaernte aus Bayern
Auch die Ernte von Soja ist entsprechend stark gestiegen. Von 2016 bis 2025 hat
sich die Erntemenge von Sojabohnen von 43 200 Tonnen auf 130 800 Tonnen mehr als
verdreifacht (+202,8 %). Den Großteil der deutschen Sojaernte gab es 2025 in
Bayern (57,3 %), gefolgt von Baden-Württemberg (18,0 %) und Sachsen-Anhalt (6,9
%).
Knapp zwei Drittel aller Sojabohnen-Importe aus den USA
Einen deutlich größeren Anteil der Versorgung mit Soja machen die Importe von
Sojabohnen aus. Im Jahr 2025 wurden 3,4 Millionen Tonnen Sojabohnen nach
Deutschland eingeführt, 8,4 % mehr als im Jahr 2016 mit 3,1 Millionen Tonnen.
Größte Sojabohnen-Lieferanten waren 2025 die Vereinigten Staaten mit 2,2
Millionen Tonnen. Das waren knapp zwei Drittel (64,1 %) der Importmenge. Weitere
wichtige Lieferanten waren Brasilien (16,5 %) und die Ukraine (9,0 %).
Italien mit EU-weit größten Anbauflächen für Sojabohnen
In der Europäischen Union (EU) sind die Anbauflächen von Sojabohnen prozentual
weniger stark gestiegen als in Deutschland. Nach Angaben der EU-Statistikbehörde
Eurostat wurde im Jahr 2025 auf insgesamt 1,0 Millionen Hektar Sojabohnen
angebaut. Das war gut ein Fünftel (22,1 %) mehr als 2016. Damals lagen die
Anbauflächen für Sojabohnen bei 831 200 Hektar.
Mit rund 2,8 Millionen Tonnen war die Sojaernte in der EU 2025 knapp ein Zehntel
(+9,9 %) höher als 2016 mit 2,5 Millionen Tonnen. Wegen schwankender Erträge
fielen die Ernten in einzelnen Zwischenjahren aber auch höher aus, etwa 2018 und
2024.
Wichtigster Produzent von Sojabohnen in der EU war 2025 Italien (297 800 Hektar
Anbaufläche, 1,1 Millionen Tonnen Ernte), gefolgt von Frankreich (150 200
Hektar, 391 900 Tonnen). Zusammen entfielen auf die zwei Staaten 44,1 % der
Anbaufläche und gut die Hälfte (53,5 %) der Ernte von Sojabohnen in der EU.
Deutschland hatte 2025 mit 4,3 % der Anbaufläche und 4,7 % der Ernte einen
vergleichsweise kleinen Anteil an der gesamten Sojaproduktion in der EU.
Methodische Hinweise:
Die Daten zu den Anbauflächen und Erntemengen in der EU stammen von der
EU-Statistikbehörde Eurostat.
Weitere Informationen:
Weitere Ergebnisse zu Anbauflächen und Erntemengen in Deutschland bietet die
Themenseite "Feldfrüchte und Grünland" im Internetangebot des Statistischen
Bundesamtes.
Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen
und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter
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Pressestelle
Telefon: +49 611 75 3444
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OTS: Statistisches Bundesamt
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