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Berlin (ots) - Der Anteil älterer Menschen in Deutschland nimmt zu. Laut
Statistischem Bundesamt wird 2035 jeder vierte Mensch hierzulande mindestens 67
Jahre alt sein. Dabei möchte die große Mehrheit so lange wie möglich in den
eigenen vier Wänden leben, wie Umfragen zeigen. Oft ist dafür ein Umbau von Haus
oder Wohnung erforderlich, für den es zahlreiche Fördermöglichkeiten gibt.
Mit dem Alter ändern sich die Ansprüche an das Wohnumfeld. In der Regel
verkleinert sich der Platzbedarf und Barrierefreiheit wird immer wichtiger. Doch
viele Menschen bleiben selbst nach dem Auszug ihrer Kinder oder dem Verlust des
Partners in ihrem Zuhause wohnen, auch wenn es eigentlich zu groß für sie
geworden ist. Laut Mikrozensus 2022 stehen Über-65-Jährigen im Durchschnitt 68,5
Quadratmeter pro Person zur Verfügung, Jüngeren nur zwischen 44,7 und 54,8
Quadratmeter. Meist sind diese Bestandsbauten auch durch bauliche Hindernisse
wie Stufen, schmale Türen und kleine Badezimmer nicht für ältere Menschen mit
Mobilitätseinschränkungen geeignet. Aktuell fehlen in Deutschland bis zu 2,5
Millionen weitgehend barrierefreie Wohnungen, meldet der Spitzenverband der
Wohnungswirtschaft GdW.
Barrierefreiheit hilft allen Generationen
Wer heute neu baut oder einen Neubau erwirbt, sollte Barrierefreiheit und
flexible Raumnutzung von Anfang an mit bedenken, um möglichst lange in den
eigenen vier Wänden leben zu können. Im Altbau können Umbaumaßnahmen dazu
beitragen, dass die vertraute Umgebung auch mit abnehmender Mobilität bewohnbar
bleibt.
Dazu gehört beispielsweise das Beseitigen von Stufen und Schwellen, aber auch
die Verbreiterung von Türen, um genügend Platz für Rollator und Rollstuhl zu
haben. Von dieser räumlichen Flexibilisierung profitieren im Übrigen alle
Generationen: Offene Räume, ebenerdige Duschen und breite Eingänge sind modern
und auch für Familien mit kleinen Kindern praktisch. Und wem sein Haus
irgendwann zu groß wird, der kann über die Einrichtung einer Einliegerwohnung
nachdenken - entweder für eine helfende Person oder für Mieter zur Aufbesserung
der Rente.
Umbau erfordert Planung
Wer den altersgerechten Umbau seines Eigenheims plant, sollte sich zunächst über
den konkreten Bedarf klarwerden: Wo liegen die größten Hindernisse im Alltag?
Welche Maßnahmen haben Priorität? An zweiter Stelle steht die Frage der
Finanzierung: Was kosten die geplanten Umbauten? Welche finanziellen
Fördermaßnahmen gibt es? Schließlich müssen noch geeignete Fachbetriebe für die
Umsetzung gefunden werden. Qualifizierte Handwerker sind in der Regel notwendig,
um die Maßnahmen förderfähig zu gestalten.
Fördermöglichkeiten nutzen
Für altersgerechte Umbaumaßnahmen gibt es zahlreiche Fördermöglichkeiten.
Voraussetzung ist, dass die Anträge vor Baubeginn eingereicht werden. Die
staatliche Förderbank KfW bietet derzeit das Programm "Altersgerecht Umbauen"
an, mit dem ein zinsgünstiger Kredit von bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit
gewährt werden kann - auch für Mietobjekte und den Kauf bereits modernisierter
Immobilien. Seit April 2026 können bei der KfW staatliche Zuschüsse für
barrierereduzierende Baumaßnahmen beantragt werden. Dafür stehen laut
Bundesbauministerium in diesem Jahr 50 Millionen Euro zur Verfügung. Für
altersgerechtes Wohnen gibt es darüber hinaus in den Bundesländern regionale
Programme. Meistens handelt es sich dabei um einkommensabhängige Zuschüsse oder
Darlehen.
Die Landesbausparkassen bieten Beratung zu den verschiedenen Fördermöglichkeiten
und übernehmen als Finanzierungspartner auch die Antragstellung bei der KfW. Der
LBS-Modernisierungskostenrechner (https://www.lbs.de/modernisieren/modernisierun
gskosten-berechnen/modernisierungskosten-rechner) bietet eine erste Orientierung
zu den Kosten barrierereduzierender Maßnahmen.
Pressekontakt:
LBS Landesbausparkassen
Verena Quast
Telefon: +49 6131 134052
E-Mail: mailto:verena.quast@lbs-sued.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/108464/6324133
OTS: LBS Infodienst Bauen und Finanzieren
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