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München (ots) - Ob es darum geht, schnell ein paar Krümel nach dem Frühstück zu
beseitigen, Tierhaare vom Sofa zu entfernen oder den Autofußraum auszusaugen:
Handstaubsauger sind praktische Helfer für die schnelle Reinigung zwischendurch.
Viele Modelle arbeiten heute kabellos, sind kompakt gebaut und lassen sich mit
passenden Aufsätzen vielseitig einsetzen. Unter dem Begriff "Handstaubsauger"
werden sowohl kompakte Handsauger für kleine Reinigungsaufgaben als auch
Akku-Stielsauger mit entnehmbarem Handsauger zusammengefasst. Je nach Gerät gibt
es jedoch Unterschiede bei Saugleistung, Akkulaufzeit, Handhabung und
Filtertechnik. Worauf es beim Kauf ankommt, erklärt Florian Laubenheimer,
Produktexperte bei TÜV SÜD.
"Ein Handstaubsauger ersetzt nicht in jedem Haushalt den klassischen
Bodenstaubsauger, kann aber eine sinnvolle Ergänzung sein - vor allem dort, wo
es schnell gehen muss oder ein großes Gerät unpraktisch wäre", sagt Florian
Laubenheimer. Vor dem Kauf sollte deshalb klar sein, welche Rolle der
Handstaubsauger im Haushalt übernehmen soll. Geht es vor allem um kleine
Verschmutzungen im Alltag, genügt oft ein einfacheres Modell. Soll der Sauger
häufiger zum Einsatz kommen, lohnt es sich, die einzelnen Ausstattungsmerkmale
genauer zu betrachten.
Akkulaufzeit, Saugleistung und Zubehör richtig einordnen
Bei den heute verbreiteten kabellosen Handstaubsaugern gehört die Akkulaufzeit
zu den wichtigsten Kaufkriterien. Entscheidend ist aber nicht nur die angegebene
Maximaldauer, sondern auch die Saugstufe, auf der sie erreicht wird. Häufig
bezieht sich dieser Wert auf den Eco- oder Normalmodus. Bei hoher Saugkraft
verkürzt sich die Laufzeit meist deutlich. Wer regelmäßig mit stärkerer Leistung
saugen möchte, sollte daher prüfen, wie lange der Akku in dieser Einstellung
hält. Auch die Ladezeit kann relevant sein, wenn das Gerät oft zum Einsatz
kommt.
"Mehr Leistung ist jedoch nicht automatisch besser. Herstellerangaben zur
Saugleistung sind zudem nur bedingt vergleichbar, da die Messmethoden und
Angaben je nach Anbieter unterschiedlich ausfallen können. Auch die
Motorleistung in Watt erlaubt für sich genommen keine verlässliche Aussage über
das Reinigungsergebnis. Entscheidend für gute Reinigungsergebnisse ist vor allem
das Zusammenspiel aus Saugkraft, Düse und Anwendung", erklärt der
Produktexperte. Für glatte Flächen reicht oft eine Standarddüse. Für schmale
Zwischenräume, Kanten oder schwer erreichbare Stellen im Autofußraum ist eine
Fugendüse hilfreich, während Polster- oder Bürstendüsen bei textilen Oberflächen
unterstützen. Wer Tierhaare entfernen möchte, kann von einer motorisierten
Bürste profitieren. Deshalb sollte vor dem Kauf klar sein, welches Zubehör
bereits zum Lieferumfang gehört und welche Aufsätze bei Bedarf zusätzlich
erhältlich sind.
Damit der Handstaubsauger länger nutzbar bleibt, sollten außerdem
Verschleißteile wie Filter oder Bürstenrollen außerdem nachgekauft werden
können. Bei Akkugeräten lohnt sich zusätzlich ein Blick darauf, ob der Akku
austauschbar ist und ob Ersatzakkus verfügbar sind. Das kann die Nutzungsdauer
verlängern und ist auch unter Nachhaltigkeitsaspekten relevant.
Gewicht, Ergonomie, Staubbehälter sowie Lautstärke berücksichtigen
Da Handstaubsauger während der Nutzung komplett in der Hand gehalten werden,
spielen Gewicht und Ergonomie eine wichtige Rolle. Das Gerät sollte gut
ausbalanciert sein, sicher in der Hand liegen und sich auch mit aufgesetzter
Düse bequem führen lassen. Ein zu schweres oder kopflastiges Modell kann bei
längerer Nutzung schnell anstrengend werden.
Beim Staubbehälter kommt es neben der einfachen Handhabung auch auf das
Fassungsvermögen an. Kleine Behälter machen den Handstaubsauger zwar kompakt,
müssen aber häufiger geleert werden. Wer größere Bereiche reinigen oder
regelmäßig Tierhaare aufnehmen möchte, sollte auf ein ausreichend großes Volumen
achten. Praktisch ist es, wenn sich der Staubbehälter mit wenigen Handgriffen
öffnen lässt und sich möglichst direkt über dem Mülleimer leeren lässt, ohne
dass dabei viel Staub aufgewirbelt wird. Menschen mit Allergien sollten zudem
auf die Filtertechnik achten. Ein HEPA-Filter soll besonders feine Partikel aus
der Abluft zurückhalten, zum Beispiel Staub, Pollen oder Milbenrückstände.
Aussagekräftiger als die reine Bezeichnung "HEPA" sind jedoch konkrete Angaben
zur Filterleistung und zur zugrunde liegenden Norm oder Filterklasse. Wichtig
ist außerdem, dass sich der Filter hygienisch reinigen oder bei Bedarf
austauschen lässt.
Auch die Lautstärke sollte nicht außer Acht gelassen werden. Besonders bei
längerer Nutzung oder wenn Kinder oder Haustiere in der Nähe sind, kann ein sehr
lautes Gerät schnell unangenehm werden.
Reinigung, Wartung und sichere Nutzung beachten
Zwar müssen Filter, Behälter und Düsen bei jedem Staubsauger regelmäßig
gereinigt werden, bei kompakten Handstaubsaugern ist dies jedoch besonders
wichtig, da kleine Staubbehälter und zugesetzte Filter die Saugkraft schnell
beeinträchtigen können. Deshalb lohnt es sich, schon vor dem Kauf darauf zu
achten, ob sich Filter, Behälter und Düsen leicht entnehmen, reinigen und wieder
einsetzen lassen. Waschbare Filter müssen nach der Reinigung vollständig
trocknen, bevor sie erneut verwendet werden können. Andernfalls können Gerüche
entstehen oder das Gerät kann beschädigt werden.
Klassische Handstaubsauger sind in der Regel für trockenen Schmutz ausgelegt.
Flüssigkeiten oder feuchte Verschmutzungen dürfen nur aufgenommen werden, wenn
das Modell ausdrücklich dafür geeignet ist. Das gilt auch für heiße Asche sowie
sehr feinen Bau- und Renovierungsstaub. Andernfalls können die Filter
verstopfen, der Motor oder der Akku können beschädigt werden oder es können
Sicherheitsrisiken entstehen. Maßgeblich sind hier die Angaben in der
Bedienungsanleitung.
Wandhalterung und Aufbewahrung einplanen
Für die Aufbewahrung sollte ein trockener, sicherer und vor starker Hitze
geschützter Platz vorgesehen werden, insbesondere bei Akkugeräten. Bei
Akkumodellen sollte außerdem vor dem Kauf außerdem klar sein, wo das Gerät nach
der Nutzung geladen werden kann. Praktisch ist eine Wandhalterung oder ein
anderer fester Platz, an dem der Staubsauger und das Zubehör ordentlich
untergebracht sind. Bei Akku-Stielsaugern mit entnehmbarem Handsauger sollte
zusätzlich berücksichtigt werden, dass das gesamte Gerät mehr Platz benötigt als
ein kompakter Handstaubsauger. So bleiben Gerät, Düsen und Bürsten griffbereit
und gehen nicht verloren.
Prüfzeichen geben Orientierung
Unabhängige Prüfzeichen wie das GS-Zeichen für Geprüfte Sicherheit oder das TÜV
SÜD-Oktagon können bei der Auswahl helfen. Geprüft werden unter anderem
elektrische und mechanische Sicherheit, Verarbeitung, Erwärmung, Ladegerät,
Akku, Bedienbarkeit, Gebrauchsanweisung sowie mögliche Fehlanwendungen. "Gerade
bei akkubetriebenen Geräten sollten sich Verbraucher nicht allein von Design,
Preis oder Werbeangaben leiten lassen. Ein sicher konstruiertes Gerät, eine
nachvollziehbare Bedienung und eine solide Verarbeitung sind im Alltag
mindestens genauso wichtig", fasst der TÜV SÜD-Experte zusammen. Wer vor dem
Kauf überlegt, wofür der Handstaubsauger tatsächlich gebraucht wird, findet
leichter ein passendes Modell - und vermeidet, dass das Gerät nach kurzer Zeit
ungenutzt im Schrank liegt.
Weitere Informationen gibt es HIER. (https://www.tuvsud.com/de-de/branchen/konsu
mgueter-und-handel/haus-und-garten/pruefung-reinigungsgeraete)
Pressekontakt:
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