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CDA-Chef Radtke dringt auf Korrekturen bei Rentenreform - "Dritte Stufe der Mütterrente stoppen" - NRW-SPD verteidigt abschlagsfreie Frührente beibehalten

4.08.2026 03:05 Uhr Kölner Stadt-Anzeiger

Berlin (ots) - Im Koalitionsstreit über die Rentenreform pocht der CDU-Arbeitnehmerflügel auf Nachbesserungen. Im Gesetzgebungsverfahren müssten "verlässliche Übergangsregeln für besonders langjährig Versicherte" gefunden werden, sagte Dennis Radtke, Chef der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft, dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Dienstag-Ausgabe). Notwendig sei auch eine "praktikable Antwort für Menschen in besonders belastenden Berufen". Vier Jahrzehnte auf dem Bau oder in der Pflege hinterließen Spuren. Es gehe ihm aber nicht darum, "das gesamte Rentenpaket aufzumachen", fügte er hinzu.

Zugleich rief Radtke dazu auf, die dritte Stufe der Mütterrente zu stoppen. Es sei "nicht erklärbar, wie wir bei dem Einspardruck jedes Jahr zusätzlich fünf Milliarden ausgeben wollen", so der CDA-Chef. Die CSU hatte durchgesetzt, dass zum 1. Januar 2027 auch für Kinder, die vor 1992 geboren sind, drei Jahre Erziehungszeit anerkannt werden.

Die Rentenpläne sind das Herzstück des Sozialreformpakets der schwarz-roten Bundesregierung von Kanzler Friedrich Merz (CDU). Die Koalition verständigte sich darauf, entsprechende Vorschläge der Rentenkommission vollständig umzusetzen - und auch die sogenannte Rente mit 63 abzuschaffen.

Die CDU-Ministerpräsidenten von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, Michael Kretschmer, Sven Schulze und Mario Voigt, hatten die Debatte über eine Rücknahme der Reformpläne angestoßen. Während sie auf Widerspruch der eigenen Parteiführung stoßen, nimmt die SPD die Forderung auf. "Wer mit 15 Jahren angefangen hat zu arbeiten und jahrzehntelang Beiträge gezahlt, muss auch künftig die Möglichkeit haben, ohne Abschläge in Rente zu gehen", sagte der SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in NRW, Jochen Ott, dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Das sei kein Privileg, sondern Ausdruck der Anerkennung für ein langes Arbeitsleben.

Pressekontakt:

Kölner Stadt-Anzeiger Newsdesk Telefon: 0221 224 2080

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/66749/6326737 OTS: Kölner Stadt-Anzeiger


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Kölner Stadt-Anzeiger
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