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Backnag (ots) - Während Unternehmen Milliarden in Künstliche Intelligenz,
Digitalisierung und neue Technologien investieren, bleibt ein entscheidender
Erfolgsfaktor häufig unbeachtet: die Fähigkeit einer Organisation, vorhandenes
Wissen und individuelle Perspektiven besser zu nutzen und daraus gemeinsam Neues
entstehen zu lassen.
Denn Innovation entsteht nicht allein durch vorhandene Expertise. Sie entsteht
dort, wo unterschiedliche Erfahrungen, Kompetenzen und Blickwinkel
zusammenkommen. Erst durch diese Multiperspektivität können neue Ideen
entwickelt, zukünftige Herausforderungen erkannt und tragfähige Lösungen
geschaffen werden.
Michaela Stach, Unternehmerin, Autorin und Expertin für systemische Moderation,
sieht darin einen entscheidenden Hebel für Unternehmen.
"Zusammenarbeit im Sinne von sinnstiftender Zusammenarbeit ist ein
Erfolgsstellhebel für unternehmerische Performance und Erfolg, der bisher viel
zu wenig Beachtung findet."
Zusammenarbeit finde in Unternehmen ohnehin statt. Doch genau darin liege ein
häufig verschenktes Potenzial: Wird sie nicht bewusst gestaltet, bleibt ein
großer Teil der Organisationsintelligenz ungenutzt. Für Stach ist die Fähigkeit,
unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen und daraus neue Lösungen
entstehen zu lassen, eine zentrale Zukunftskompetenz. Systemische Moderation ist
dabei weit mehr als die Moderation einzelner Workshops. Sie ist ein Ansatz, um
Zusammenarbeit in Organisationen bewusst zu gestalten, unterschiedliche
Perspektiven zusammenzuführen und die kollektive Intelligenz eines Unternehmens
nutzbar zu machen.
Der unterschätzte Faktor hinter Unternehmensleistung
Forschung und Entwicklung, Vertrieb, Marketing oder Finanzen gelten in
Unternehmen als zentrale Wertschöpfungsbereiche. Die Fähigkeit, diese
unterschiedlichen Bereiche miteinander zu verbinden, bleibt dagegen häufig
unsichtbar.
Viele Organisationen verfügen über enormes Wissen und vielfältige Erfahrungen.
Doch dieses Potenzial bleibt oft in einzelnen Abteilungen, Teams oder Köpfen
gebunden. Genau darin sieht Michaela Stach einen entscheidenden Hebel.
"Ich sehe Zusammenarbeit oft wie einen ausgegrauten Bereich in einem
Unternehmensmodell", beschreibt sie. "Dabei muss dieser Bereich genauso viel
Aufmerksamkeit bekommen wie andere strategische Themen. Es geht darum,
vorhandenes Wissen und individuelle Perspektiven besser zu nutzen. Denn erst
wenn unterschiedliche Erfahrungen, Kompetenzen und Blickwinkel zusammenkommen,
entsteht etwas Neues - und genau darin liegt die kollektive Intelligenz einer
Organisation.
Gerade bei komplexen Herausforderungen sei es entscheidend, nicht nur aus einer
Perspektive auf ein Problem zu schauen. Unterschiedliche Sichtweisen,
Kompetenzen und Erfahrungen können neue Ideen ermöglichen und tragfähigere
Lösungen hervorbringen.
Warum KI den Menschen nicht ersetzt
Die aktuelle Diskussion über Künstliche Intelligenz verstärkt für Stach die
Bedeutung menschlicher Zusammenarbeit.
"Alle rufen nach KI. Natürlich ist es wichtig, mit KI zu arbeiten. Aber der
entscheidende Unterschied entsteht weiterhin durch Menschen: durch Austausch,
Vernetzung von Erfahrungen und die Fähigkeit, gemeinsam Lösungen zu entwickeln."
KI könne Informationen verarbeiten, Prozesse beschleunigen und Unternehmen
unterstützen. Doch Technologie allein verändere keine Organisation. Damit KI
tatsächlich einen Mehrwert schafft, müssten Menschen im Unternehmen mitgenommen
werden und Veränderungen in die Umsetzung bringen. Entscheidend sei deshalb
nicht nur die Technologie, sondern die Kultur eines Unternehmens: die Fähigkeit,
Wissen auszutauschen, unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen und gemeinsam
neue Lösungen zu entwickeln.
"Ohne Menschen, ohne deren Potenzial, geht alles verloren. Die entscheidende
Frage ist, wie wir dieses Potenzial im Unternehmen sichtbar und nutzbar machen."
Psychologische Sicherheit und Haltung: Die Grundlage für Zusammenarbeit
Eine elementare Grundlage erfolgreicher Zusammenarbeit ist psychologische
Sicherheit. Sie beschreibt einen offenen und angstfreien Umgang miteinander:
einen Raum, in dem Menschen Fragen stellen, Kritik äußern, Fehler ansprechen und
auch neue Ideen oder ungewohnte Perspektiven einbringen können, ohne negative
Konsequenzen befürchten zu müssen. Für Michaela Stach entsteht diese
psychologische Sicherheit durch die Haltung in der Moderation.
"Die Haltung in der Moderation ist quasi die Basis für psychologische
Sicherheit. Diese Haltung ist die Grundlage der systemischen Moderation. Sie ist
keine toolfokussierte Ausbildung und keine Sammlung einzelner Methoden".
Systemische Moderation basiert auf einer konstruktivistischen Haltung: Es gibt
nicht nur die eine Wahrheit. Jeder Mensch hat eine individuelle Perspektive auf
eine Aufgabe oder eine zu lösende Herausforderung.
Gerade bei komplexen Themen sei es hilfreich, nicht nur mit dem gleichen Blick
auf eine Aufgabe zu schauen. Denn wenn alle dieselbe Perspektive einnehmen,
bleiben wichtige Aspekte unberücksichtigt. Werden dagegen unterschiedliche
Perspektiven, Kompetenzen und auch Befindlichkeiten integriert, entstehen
größere Möglichkeiten, neue Ideen zu entwickeln und am Ende tragfähige Lösungen
zu erarbeiten. Damit Zusammenarbeit erfolgreich wird, braucht es zusätzlich
Klarheit über Ziel, Auftrag und Rahmenbedingungen. Fehlt diese Grundlage,
verpufft die Wirkung von Methoden und Workshops.
Nicht einfach ein bisschen Workshop und Konfetti
Ein häufiger Fehler in Unternehmen sei, dass sie zu schnell auf Methoden setzen,
ohne zunächst die eigentliche Herausforderung zu klären. "Die Leute springen
schnell auf Tools auf. Aber wenn die Grundlage fehlt - also Ziel, Haltung,
Auftrag und Rahmenbedingungen -, verpufft die Wirkung." Systemische Moderation
müsse deshalb raus aus der reinen Methoden- oder Workshop-Schublade. "Es geht
nicht um ein bisschen Workshop und Konfetti". Es geht darum, die kollektive
Intelligenz eines Unternehmens zu nutzen und daraus konkrete, tragfähige
Ergebnisse zu entwickeln. Für Stach ist systemische Moderation deshalb kein
Eventformat, sondern ein strategisches Handwerk.
Zusammenarbeit als Effizienzstellhebel
Der wirtschaftliche Hebel zeigt sich laut Stach besonders im Arbeitsalltag: in
Meetings, Entscheidungsprozessen und Veränderungsvorhaben.
Schlecht strukturierte Zusammenarbeit kostet Unternehmen Zeit und Ressourcen.
Gleichzeitig bleibt Potenzial ungenutzt, wenn Wissen und Perspektiven nicht
miteinander verbunden werden.
"Wir müssen verstehen, dass diese Art des Miteinanders direkt auf Zahlen, Daten
und Fakten einzahlt." Zusammenarbeit sei deshalb kein weicher Faktor, sondern
ein Effizienzstellhebel. Es gehe nicht darum, jede Entscheidung
basisdemokratisch zu treffen oder Führung infrage zu stellen. "Die
Unternehmensspitze trifft Entscheidungen. Aber die Frage ist: Wie können diese
Entscheidungen im Unternehmen verstanden, verarbeitet und erfolgreich umgesetzt
werden?"
Die Vision: Organisationsintelligenz als Zukunftskompetenz
Michaela Stachs Vision geht über einzelne Workshops hinaus. "Meine Vision ist,
dass systemische Moderation in Unternehmen selbstverständlich wird."
Organisationen sollten aus eigener Kraft in der Lage sein, sinnstiftend,
zielorientiert, effizient und nachhaltig zusammenzuarbeiten.Nicht als
Wohlfühlthema. Nicht als zusätzliche Methode.Sondern als Fähigkeit, die direkt
zum Unternehmenserfolg beiträgt. Zusammenarbeit ist ein Effizienzstellhebel.
Denn Unternehmen, die ihre Organisationsintelligenz nutzen, können schneller
lernen, bessere Entscheidungen treffen und Veränderungen erfolgreicher
bewältigen.
Über Michaela Stach
Michaela Stach ist Unternehmerin, Moderatorin, Autorin und Gründerin der
Akademie für Systemische Moderation. Seit 1995 arbeitet sie als Unternehmerin
und begleitet Organisationen bei Veränderungsprozessen. 2011 gründete sie die
Akademie für Systemische Moderation, an der Fach- und Führungskräfte aus
Wirtschaft und Non-Profit-Organisationen ausgebildet werden. Stach begleitet
Unternehmen dabei, Zusammenarbeit als strategische Kompetenz zu verstehen und
die kollektive Intelligenz ihrer Organisation gezielt zu nutzen.
Zu ihren Veröffentlichungen gehören unter anderem "Moderation in Workshop und
Meeting" sowie "Agil moderieren".
Pressekontakt:
Akademie für Systemische Moderation
Eduard-Breuninger-Straße 2
71522 Backnang
Telefon: +49172 7424008
Email: mailto:info@akademie-fuer-systemische-moderation.de
https://www.akademie-fuer-systemische-moderation.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/183122/6326757
OTS: Michaela Stach
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