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Trier (ots) - Auf der Intersolar 2026 zeigt sich ein klarer Trend: Nicht
Solarmodule stehen im Mittelpunkt, sondern Batteriespeicher. Denn während der
Ausbau erneuerbarer Energien weiter voranschreitet, wächst gleichzeitig das
Problem der volatilen Stromerzeugung. Immer häufiger entsteht Strom genau dann,
wenn er nicht gebraucht wird - und fehlt, wenn die Nachfrage steigt.
Die Energiewende entscheidet sich nicht mehr nur daran, wie viel Strom aus
Erneuerbaren Energien erzeugt wird, sondern daran, wie gut er gespeichert werden
kann. Hier lesen Sie, warum Batteriespeicher zum wichtigsten Wachstumsmarkt der
Branche werden und weshalb sie für Haushalte, Unternehmen und das Stromnetz
gleichermaßen an Bedeutung gewinnen.
Batteriespeicher rücken in den Fokus
Der Ausbau der Photovoltaik hat in Deutschland ein Niveau erreicht, bei dem die
zusätzliche Erzeugung allein viele Herausforderungen nicht mehr löst. Vor allem
zur Mittagszeit wird viel Solarstrom produziert, während der Verbrauch
vergleichsweise niedrig ist. Morgens und abends steigt die Nachfrage dagegen
deutlich, obwohl dann kaum Solarstrom zur Verfügung steht.
Diese Entwicklung spiegelt sich zunehmend am Strommarkt wider. Mittags sinken
die Preise häufig stark oder werden sogar negativ, nach Sonnenuntergang steigen
sie deutlich an. Gleichzeitig verschlechtern sinkende EEG-Vergütungen die
Wirtschaftlichkeit vieler Photovoltaikanlagen. Vor allem große Solarparks lassen
sich ohne Speicher immer schwieriger wirtschaftlich betreiben.
Für Projektentwickler verändert sich damit die Kalkulation neuer Anlagen
grundlegend. Während reine Photovoltaikparks zunehmend unter sinkenden
Marktwerten leiden, eröffnen Speichersysteme zusätzliche Erlösmöglichkeiten. Sie
ermöglichen es, Strom gezielt dann zu vermarkten, wenn die Nachfrage und damit
auch die Preise höher sind.
Mehr Flexibilität für das Stromnetz
Für ein stabiles Energiesystem reicht der weitere Ausbau der Photovoltaik allein
nicht mehr aus. Entscheidend ist, die Erzeugung und Verbrauch zeitlich besser
aufeinander abzustimmen.
Batteriespeicher verschieben Strom aus Zeiten mit hoher Erzeugung in Phasen mit
höherem Bedarf. Dadurch müssen weniger Photovoltaikanlagen abgeregelt werden und
ein größerer Anteil des erzeugten Stroms kann genutzt werden. Gleichzeitig
entlasten Speicher das Stromnetz.
Dabei orientieren sich Batteriespeicher an den Preissignalen des Strommarkts.
Sie laden bevorzugt in Zeiten niedriger oder negativer Strompreise und speisen
Energie wieder ein, wenn die Preise aufgrund einer höheren Nachfrage steigen.
Dadurch verbessert sich nicht nur ihre Wirtschaftlichkeit, sondern auch die
Nutzung erneuerbarer Energien, weil Strom zeitversetzt bereitgestellt werden
kann.
Darüber hinaus stellen Batteriespeicher Regelleistung bereit und tragen damit
zur Stabilisierung der Netzfrequenz bei. Neben ihrem Beitrag zur
Versorgungssicherheit eröffnen sie Betreibern zusätzliche Erlösmöglichkeiten.
Einsatzbereiche wachsen weiter
Für private Haushalte sind Batteriespeicher längst etabliert. In Verbindung mit
einer Photovoltaikanlage erhöhen sie den Eigenverbrauch und reduzieren den Bezug
von Netzstrom. Auch Unternehmen nutzen Speicher zunehmend, um Lastspitzen zu
senken, den Eigenverbrauch zu steigern und dynamische Stromtarife besser
auszuschöpfen. Gerade im Mittelstand fehlen jedoch häufig personelle Ressourcen
oder das notwendige Fachwissen, um diese Möglichkeiten vollständig zu nutzen.
Das größte Wachstumspotenzial liegt derzeit im Bereich der Großspeicher. Sie
werden entweder eigenständig (stand-alone) oder in Kombination mit Solar- oder
Windparks (Co-located) eingesetzt und handeln flexibel an den Strom- und
Regelleistungsmärkten. Besonders die hohen Preisunterschiede zwischen
verschiedenen Tageszeiten machen diese Anlagen wirtschaftlich attraktiv.
Technologische Trends
Lithiumbasierte Batteriesysteme dominieren den Markt weiterhin.
Natrium-Ionen-Batterien gelten zwar als vielversprechende Alternative, bieten
derzeit jedoch noch nicht das gleiche Preis-Leistungs-Verhältnis.
Ein weiterer Trend der Intersolar 2026 ist die zunehmende Verbreitung
DC-gekoppelter Speichersysteme. Immer mehr Hersteller bringen
Hybridwechselrichter für große Photovoltaikanlagen auf den Markt. Durch die
gemeinsame Kopplung von Solarmodulen und Batteriespeichern auf der
Gleichstromseite lassen sich Umwandlungsverluste reduzieren und die Effizienz
steigern.
Ausbau braucht verlässliche Rahmenbedingungen
Trotz des starken Marktinteresses bestehen weiterhin Hürden. Lange
Bearbeitungszeiten bei Netzanschlüssen, uneinheitliche technische Vorgaben und
regulatorische Unsicherheiten erschweren die Planung vieler Projekte. Hinzu
kommen Diskussionen über künftige Netzentgelte und gesetzliche Regelungen, die
Investitionen bremsen können.
Dabei gilt die Speichertechnologie inzwischen als ausgereift und zahlreiche
Projekte lassen sich bereits ohne staatliche Förderung realisieren. Damit sich
der Markt weiter entwickeln kann, sind vor allem verlässliche politische
Rahmenbedingungen und schnellere Genehmigungsprozesse erforderlich.
Fazit: Batteriespeicher werden zum Taktgeber der Energiewende
Die Intersolar 2026 zeigt deutlich, dass sich der Schwerpunkt der Energiewende
verschiebt. Entscheidend ist künftig nicht mehr allein die Erzeugung
erneuerbarer Energie, sondern ihre flexible Nutzung. Batteriespeicher erhöhen
die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen, entlasten das Stromnetz und
leisten einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit. Damit dieses
Potenzial ausgeschöpft werden kann, braucht es neben ausgereifter Technik vor
allem verlässliche regulatorische Rahmenbedingungen.
Über Michael Reichert und Ingo Berens:
Michael Reichert ist Geschäftsführer und Mitgründer der WI Energy GmbH. Er
verantwortet die digitale Transformation sowie die strategische
Organisationsentwicklung des Unternehmens. Die Geschäftsführung komplettiert
Ingo Berens, der für die Bereiche Vertrieb, Innovation und Business Development
zuständig ist. WI Energy plant und betreibt Photovoltaikanlagen im Großmaßstab,
entwickelt Speicherlösungen und beteiligt Kommunen und Bürger an innovativen
Energiekonzepten. Ziel ist eine nachhaltige, wirtschaftlich tragfähige
Energiewende mit gesellschaftlichem Mehrwert. Mehr Informationen unter:
https://wi-energy.de/
Pressekontakt:
Dr. René Rüth
Head of Corporate Marketing
Communications & Sustainability
E-Mail: mailto:info@wi-energy.de
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OTS: WI Energy GmbH
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