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Berlin (ots) - Vor dem Krisentreffen zum Niedrigwasser mit
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) hat der Bereichsleiter für
Infrastruktur bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer, Dirk Binding, vom
Bund mehr Investitionen in die Wasserstraßen gefordert. Im rbb24 Inforadio sagte
Binding am Donnerstag, die Resilienz der großen Flüsse in Deutschland müsse
langfristig gestärkt werden: "Wir reden über das Vertiefen von Fahrrinnen; wir
reden darüber, Engstellen am Rhein und an anderen Wasserstraßen zu beseitigen;
und vor allem sprechen wir darüber, Planungs- und Genehmigungsverfahren zu
beschleunigen."
Zu kurzfristigen Lösungen äußerte sich Binding skeptisch. Dazu gehöre der
Vorschlag, Lagerkapazitäten zu erhöhen: "Das klingt jetzt erst einmal gut. Aber
wenn man weiß, wie lang Planungs- und Genehmigungsverfahren gerade für
Gefahrgüter in Deutschland dauern, dann wird das auch keine wirklich
kurzfristige Lösung sein." Die andere Möglichkeit sei, Bahnkapazitäten zu
erhöhen, aber "die Bahn ist am Limit - wie soll das funktionieren? Man doktert
da so ein bisschen kurzfristig an Symptomen herum, aber das sind keine
strukturellen Maßnahmen."
Grundsätzliches Ziel der Konferenz müsse es sein, dass Schiffe länger auf
Flüssen unterwegs sein können, so Binding: "Der Ausfall der Binnenschifffahrt
würde zu einem Super-GAU für die deutsche Wirtschaft führen, weil die anderen
Verkehrsträger - die Straße und die Schiene - das nicht kompensieren können und
weil die Binnenschifffahrt nicht nur eine der wirtschaftlichsten, sondern auch
eine der ökologischsten Transportmöglichkeiten ist."
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