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Jena (ots) - Trotz steigender Cyberbedrohungen geht das deutsche
Gesundheitswesen die digitale Transformation mit wachsendem
Sicherheitsbewusstsein an. Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen
investieren zunehmend in moderne Schutztechnologien, etablieren Notfallpläne und
bauen ihre Cyberresilienz aus. Das zeigt eine aktuelle Studie des
IT-Sicherheitsherstellers ESET und des Marktforschungsinstituts Techconsult
unter 165 Gesundheitseinrichtungen in Deutschland.
Besonders bemerkenswert: Die große Mehrheit der befragten Einrichtungen sieht
sich heute bereits gut auf IT-Sicherheitsvorfälle vorbereitet. Rund vier von
fünf Krankenhäusern verfügen über einen Notfallplan für schwere Cyberangriffe
wie Ransomware-Attacken. Viele Organisationen testen diese Prozesse regelmäßig
und schaffen damit wichtige Voraussetzungen, um auch in Krisensituationen
handlungsfähig zu bleiben.
"Die Ergebnisse zeigen, dass Cybersecurity im Gesundheitswesen längst auf der
strategischen Agenda angekommen ist. Viele Einrichtungen investieren gezielt in
ihre Widerstandsfähigkeit und erkennen, dass moderne IT-Sicherheit ein
wesentlicher Bestandteil einer zuverlässigen Patientenversorgung ist", sagt
Christian Lueg, IT-Sicherheitsexperte bei ESET.
Investitionsbereitschaft auf Rekordniveau
Besonders deutlich wird der Wandel bei den geplanten Investitionen. Mehr als 85
Prozent der befragten Krankenhäuser wollen in den kommenden zwölf Monaten
moderne Lösungen zur Angriffserkennung und -abwehr einführen oder ausbauen. Dazu
zählen insbesondere Managed Detection and Response (MDR) sowie Endpoint
Detection and Response (EDR), die Sicherheitsvorfälle frühzeitig erkennen und
Gegenmaßnahmen einleiten können.
Die Ergebnisse zeigen: Krankenhäuser begnügen sich nicht mehr mit klassischen
Schutzmaßnahmen. Stattdessen wächst das Interesse an Technologien, die
Bedrohungen aktiv erkennen und die Reaktionsfähigkeit verbessern.
Europas IT-Sicherheit gewinnt Vertrauen
Ein weiteres klares Signal der Studie: Die Gesundheitsbranche setzt zunehmend
auf digitale Souveränität. Bereits heute nutzt die Hälfte der befragten
Einrichtungen IT-Sicherheitslösungen europäischer Anbieter. Mehr als 80 Prozent
können sich vorstellen, künftig auf einen Anbieter aus der Europäischen Union zu
wechseln.
Datenschutz, Compliance und Vertrauen gewinnen damit bei
Investitionsentscheidungen weiter an Bedeutung. Die Ergebnisse unterstreichen
den Wunsch vieler Einrichtungen, kritische IT-Infrastrukturen auf Basis
europäischer Standards abzusichern.
Gute Grundlagen für die digitale Klinik
Auch bei den Basismaßnahmen zeigt sich ein positives Bild. Die Mehrheit der
Krankenhäuser setzt bereits auf etablierte Schutzmechanismen wie Firewalls,
E-Mail-Sicherheitslösungen und Multi-Faktor-Authentifizierung. Gleichzeitig
planen viele Einrichtungen zusätzliche Investitionen in Schulungen,
Awareness-Programme und die Modernisierung ihrer Netzwerkarchitektur.
Damit entwickelt sich Cybersecurity zunehmend von einer reinen IT-Aufgabe zu
einem festen Bestandteil moderner Krankenhausstrategien.
Gesundheitswesen auf dem Weg zu mehr Resilienz
Die Studie macht deutlich: Der Cyberbedrohung begegnen deutsche Krankenhäuser
nicht mit Resignation, sondern mit Investitionen, neuen Technologien und einer
stärkeren strategischen Verankerung von IT-Sicherheit. Angesichts der
fortschreitenden Digitalisierung werden diese Maßnahmen zu einem wichtigen
Baustein für die Stabilität und Zukunftsfähigkeit der Gesundheitsversorgung in
Deutschland.
Wo Licht ist, gibt es auch Schatten
Trotz der erkennbaren Fortschritte stehen viele Gesundheitseinrichtungen
weiterhin vor erheblichen Herausforderungen. Mehr als die Hälfte der
Krankenhäuser war innerhalb der vergangenen zwölf Monate von einem Cyberangriff
betroffen, und jede fünfte Einrichtung meldete daraus resultierende
Betriebsunterbrechungen. Gleichzeitig bremsen veraltete IT-Systeme und der
anhaltende Fachkräftemangel vielerorts den Ausbau der Cyberresilienz. Die Studie
zeigt damit: Der eingeschlagene Weg stimmt, doch die Modernisierung der
digitalen Sicherheitsstrukturen bleibt eine Daueraufgabe.
Die gesamte Studie ist unter diesem Link verfügbar: https://ots.de/aN4gmv
Pressekontakt:
ESET Deutschland GmbH
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