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ARD-DeutschlandTREND: Union verliert Anschluss an die AfD
Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die Union derzeit auf 21 Prozent - das
ist ein Prozentpunkt weniger als Anfang Juli und der schwächste Wert für die
Union seit November 2021. Die AfD käme aktuell auf 28 Prozent - das ist ein
Punkt mehr als im Vormonat und ihr bislang höchster Wert im
ARD-DeutschlandTREND. Alle anderen Parteien bleiben gegenüber dem Vormonat
unverändert: Die SPD liegt bei 12 Prozent, die Grünen bei 15 Prozent, die Linke
bei 11 Prozent und die FDP bei 4 Prozent. Alle anderen Parteien kämen derzeit
zusammen auf 9 Prozent. Das hat eine repräsentative Umfrage von infratest dimap
unter 1.297 Wahlberechtigten für den ARD-DeutschlandTREND von Montag bis
Mittwoch dieser Woche ergeben.
Im Umgang mit der AfD sprechen sich 27 Prozent (+3 im Vgl. zu Juni) dafür aus,
eine Zusammenarbeit mit der Partei zu suchen - dies sind vor allem die
AfD-Anhänger selbst. 32 Prozent würden über eine Zusammenarbeit von Fall zu Fall
entscheiden (+1). 37 Prozent würden eine Zusammenarbeit grundsätzlich
ausschließen (-4). Mehrheiten der Anhänger von Grünen (77 Prozent), Linke (74
Prozent) und SPD (61 Prozent) sprechen sich dafür aus, eine Zusammenarbeit
grundsätzlich auszuschließen. Bei den Unions-Anhängern würden 7 Prozent eine
Zusammenarbeit mit der AfD suchen, 48 Prozent von Fall zu Fall entscheiden und
44 Prozent eine Zusammenarbeit mit der AfD ausschließen.
Mit der Arbeit der Bundesregierung sind wie im Vormonat 13 Prozent sehr
zufrieden bzw. zufrieden; fünf von sechs Deutschen (85 Prozent) sind mit der
Arbeit von Union und SPD weniger bzw. gar nicht zufrieden (-1).
Mit der Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sind Anfang August 14
Prozent der Wahlberechtigten sehr zufrieden bzw. zufrieden - das ist eine
minimale Verbesserung um 1 Punkt zum Juli, als Merz den niedrigsten
Zufriedenheitswert eines Kanzlers in der Geschichte des ARD-DeutschlandTREND
erreichte. Fünf von sechs Deutschen (84 Prozent) sind mit der Arbeit von
Friedrich Merz weniger bzw. gar nicht zufrieden.
Mit Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) ist gut jeder Zweite (53
Prozent) sehr zufrieden bzw. zufrieden (+1). Damit ist er weiterhin der einzige
Kabinettsvertreter, den die Bürgerinnen und Bürger mehrheitlich positiv
bewerten. Mit Außenminister Johann Wadephul (CDU) sind 32 Prozent zufrieden
(+4). Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) verbessert sich auf 28 Prozent
Zufriedenheit (+6); 54 Prozent sind mit ihm unzufrieden (-4). Mit Vizekanzler
und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) sind 23 Prozent zufrieden (+2) und 62
Prozent unzufrieden (-2). Parteikollegin und Arbeitsministerin Bärbel Bas
erreicht aktuell 22 Prozent Zufriedenheit (+4); 55 Prozent sind mit ihr
unzufrieden (-5). Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) kommt auf 15
Prozent Zufriedenheit (+4); 58 Prozent sind mit ihr unzufrieden (-5).
Beim Blick auf die Opposition sind 22 Prozent mit dem AfD-Fraktionsvorsitzenden
Tino Chrupalla zufrieden (+3 im Vgl. zu Juni); 51 Prozent sind mit ihm
unzufrieden (-4). Die Arbeit der Linken-Fraktionsvorsitzenden Heidi Reichinnek
stößt auf 19 Prozent Zufriedenheit (+1) und 42 Prozent Unzufriedenheit (-1). Mit
der Grünen-Fraktionsvorsitzenden Britta Haßelmann sind 11 Prozent zufrieden
(+1); 28 Prozent sind mit ihr unzufrieden (-3) und eine Mehrheit (61 Prozent)
kennt sie nicht bzw. traut sich kein Urteil zu.
Befragungsdaten
- Grundgesamtheit: Wahlberechtigte ab 18 Jahren in Deutschland
- Fallzahl: 1.297 Befragte
- Erhebungszeitraum: 3. August bis 5. August 2026
- Erhebungsverfahren: Zufallsbasierte Telefon- und Online-Befragung
- Schwankungsbreite: 2* bis 3** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 10% ** bei einem Anteilswert von 50%
Die Fragen im Wortlaut:
- Welche Partei würden Sie wählen, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl
wäre?
- Wie zufrieden sind Sie mit der Arbeit der Bundesregierung?
- Jetzt geht es darum, wie zufrieden Sie mit einigen Politikerinnen und
Politikern sind. Sind Sie mit der politischen Arbeit von ... sehr zufrieden,
zufrieden, weniger zufrieden, gar nicht zufrieden oder kennen Sie ihn bzw. sie
nicht?
- Friedrich Merz (CDU)
- Katherina Reiche (CDU)
- Johann Wadephul (CDU)
- Alexander Dobrindt (CSU)
- Lars Klingbeil (SPD)
- Boris Pistorius (SPD)
- Bärbel Bas (SPD)
- Heidi Reichinnek (Die Linke)
- Britta Haßelmann (Grüne)
- Tino Chrupalla (https://www.bing.com/ck/a?!&&p=8232249d8f2cc1ed5cb6ff6d27d2f66
f9c119a3da0e5ffbfde808d79ca0c71cfJmltdHM9MTc1NTgyMDgwMA&ptn=3&ver=2&hsh=4&fcli
d=311a8568-c9da-63a8-2a4c-91cac8706211&psq=AfD-Fraktionsvorsitz&u=a1aHR0cHM6Ly
93d3cuYnVuZGVzdGFnLmRlL3BhcmxhbWVudC9mcmFrdGlvbmVuL2FmZC9hZmQtaW5oYWx0LTUyNzM3
NA&ntb=1) (AfD)
- Über den richtigen Umgang der Parteien mit der AfD wird immer wieder
diskutiert. Wie sollten sich die Parteien Ihrer Ansicht nach gegenüber der AfD
verhalten? Sollten sie die Zusammenarbeit mit der AfD suchen? Sollten sie von
Fall zu Fall über eine Zusammenarbeit entscheiden? Oder sollten sie eine
Zusammenarbeit mit der AfD generell ausschließen?
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OTS: ARD Das Erste
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