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Berlin (ots) - Der neue Intendant der Berliner "Volksbühne am
Rosa-Luxemburg-Platz", Matthias Lilienthal, findet es gut, dass seine
Schwimmbad-Aktion Debatten auslöst. Im rbb24 Inforadio sagte Lilienthal am
Freitag: "Na klar gibt es Leute, die würden lieber wohlgepflegte Schillerverse
auf der großen Bühne sehen anstatt einer Einmischung in den stadtpolitischen
Diskurs." Aus seiner Sicht sei sei es aber "das unprovokativste Projekt, was ich
je in meinem Leben gemacht habe, es ist eine liebevolle Umarmung an meine
Heimatstadt." Hinzu komme sein Faible für Freibäder, aber "da jedes Mal, wenn
ich versuche, in ein Freibad zu gehen, das Ding geschlossen ist, habe ich
gedacht, wir helfen dem Senat und den Berliner Bäderbetrieben, indem wir ein
zusätzliches Freibad anbieten."
Kritik an den Kosten wies Lilienthal zurück: "Das Bad selber, der Swimmingpool,
kostet 90.000 Euro, und der Rest sind Personalkosten." Er könne verstehen, dass
man damit nicht einverstanden sei, so Lilienthal, "ich kann auch die Menschen
aus der freien Szene verstehen, die sagen 'Ach Mensch, damit hätte man drei
Produktionen machen können!'" Ihm sei es jedoch wichtig, "darauf aufmerksam zu
machen, und es knüpft an die alte sozialistische Kreiskulturhaus-Tradition an,
Theater nicht nur als Kunsttempel, sondern als Amüsement fürs Volk zu sehen".
Den Erfolg seines Projekts werde er "an Badegästen, an Kindern, die schwimmen
lernen und an Menschen, die die Volksbühne als ein Institut sehen, das sehr
verschiedene Bedürfnisse erfüllt" messen, erklärte Lilienthal.
Der 25 Meter lange Pool wird am Freitagmittag eröffnet.
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