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Berlin (ots) - Der Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse
(BVTE) stellt in dieser Woche "Marlboro Lights" als "Schmuggelzigarette der
Woche" vor. Anders als die grobe Fälschung der Vorwoche wirkt die Ware auf den
ersten Blick hochwertig verarbeitet. Gerade das macht sie besonders
problematisch.
Bereits auf den ersten Blick fällt auf, dass weder die Stangenverpackung noch
die darin enthaltenen Zigarettenschachteln eine deutsche Steuerbanderole tragen.
Damit handelt es sich um unversteuerte Tabakwaren, die nicht für den legalen
Verkauf in Deutschland bestimmt sind.
Bei näherer Betrachtung zeigen sich jedoch erhebliche Unstimmigkeiten. Während
die Stangenverpackung mit der Produktbezeichnung "Marlboro Lights", einem
nordamerikanischen UPC-Barcode und dem Hinweis "UNDERAGE SALE PROHIBITED" auf
den nordamerikanischen Markt hindeutet, tragen die Einzelpackungen
französischsprachige Warnhinweise, den Aufdruck "Fabriqué en U.E." ("Hergestellt
in der EU") sowie einen europäischen Barcode. Zudem stimmen die
Produktbezeichnungen auf Stange und Einzelpackungen nicht überein. Die Herkunft
der Ware lässt sich daher anhand der Kennzeichnungen nicht eindeutig
nachvollziehen. Für zusätzliche Irritation sorgt die Bezeichnung "Marlboro
Lights", die weder in der Europäischen Union noch in Nordamerika zulässig ist.
"Die widersprüchlichen Kennzeichnungen zeigen, wie undurchsichtig die
Vertriebswege auf dem Schwarzmarkt inzwischen sind. Für Verbraucher ist häufig
überhaupt nicht mehr nachvollziehbar, woher solche Produkte stammen und unter
welchen Bedingungen sie hergestellt wurden", erklärt BVTE-Hauptgeschäftsführer
Jan Mücke.
Ob die Zigaretten ursprünglich für unterschiedliche Märkte produziert oder
nachträglich umgepackt wurden, lässt sich anhand der vorliegenden Merkmale nicht
abschließend beurteilen.
Für Verbraucher birgt dies erhebliche Risiken. Bei irregulären Tabakwaren ist
regelmäßig unklar, welche Tabake und Zusatzstoffe verarbeitet wurden.
Untersuchungen weisen bei illegalen Zigaretten immer wieder Rückstände von in
der Europäischen Union nicht zugelassenen Pestiziden nach. Anders als legale
Produkte unterliegen sie weder den europäischen Qualitäts- noch den
Produktsicherheitsstandards.
Der aktuelle Fall zeigt, dass der illegale Zigarettenhandel längst nicht mehr
nur aus billigen Fälschungen besteht. Zunehmend werden professionell
aufgemachte, unversteuerte Tabakwaren mit widersprüchlichen Kennzeichnungen und
kaum nachvollziehbaren Vertriebswegen festgestellt. Nach Auffassung des BVTE
droht sich diese Entwicklung durch die von der Bundesregierung geplanten
drastischen Tabaksteuererhöhungen weiter zu verschärfen.
Schwarzmarkt-Fakten:
- Jede fünfte Zigarettenpackung in Deutschland wurde nicht hier versteuert (
Ipsos- Entsorgungsstudie 2025 (https://www.pmi.com/content/dam/pmicom/global/d
ocs/itp/kpmg-illicit-cigarette-consumption-europe-2025-results.pdf) ).
- BVTE-Themenseite (https://www.bvte.de/de/themen/daten-zum-tabakmarkt)
Zigarettenschmuggel
- DZV Deutscher Zigarettenverband
(https://www.zigarettenverband.de/themen/zahlen-und-fakten)
- Der Schwarzmarkt-Tracker
(https://reemtsma-politik.de/thema/illegale-produkte/) des
BVTE-Mitgliedsunternehmens Reemtsma dokumentiert fortlaufend Sicherstellungen
des Zolls und macht aktuelle Entwicklungen im illegalen Zigarettenhandel
sichtbar. Die dort erfassten Fälle bilden nicht den gesamten Schwarzmarkt ab,
zeigen aber dessen Dynamik.
Ansprechpartner für Rückfragen:
Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE)
Jan Mücke
Hauptgeschäftsführer
Georgenstraße 25
10117 Berlin
Tel. +49 30 88 66 36 - 123
mailto:presse@bvte.de
bvte.de | linkedin.de/company/bvte
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/141532/6328836
OTS: Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse
(BVTE)
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