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Duisburg (ots) - Zum fünften Jahrestag der gewaltsamen Machtübernahme der
Taliban am 15. August ruft die Kindernothilfe dazu auf, die dramatische
Situation von Kindern in Afghanistan nicht aus dem Blick zu verlieren.
Humanitäre Hilfe, Gesundheitsversorgung und der Schutz besonders gefährdeter
Kinder müssen langfristig gesichert werden.
Nach aktuellen Einschätzungen sind nahezu 3,7 Millionen Kinder von akuter
Unterernährung betroffen. "Für viele afghanische Kinder sind Krisen,
Unsicherheit und Entbehrungen inzwischen Teil ihres Alltags. Sie brauchen vor
allem Verlässlichkeit: ausreichende Ernährung, Zugang zu medizinischer
Versorgung, Schutz vor Gewalt und Ausbeutung sowie die Chance, sich trotz
schwieriger Umstände zu entwickeln", sagt Katrin Weidemann, Vorstandsvorsitzende
der Kindernothilfe.
Die Ausweisung zahlreicher afghanischer Familien aus den Nachbarländern stellt
Gemeinden zusätzlich vor große Herausforderungen. Angesichts der anhaltenden
Krise, so Weidemann, müsse die internationale Unterstützung verlässlich bleiben.
Humanitäre Organisationen und ihre lokalen Partner leisten weiterhin wichtige
Arbeit, um Kinder und Familien unmittelbar zu erreichen.
"Fünf Jahre Krise bedeuten für ein Kind nicht einfach fünf Jahre Wartezeit - es
ist ein großer Teil seiner Kindheit. Fünf Jahre mit Hunger, Angst, Krankheit
oder Vertreibung, oft in Kombination mit Bildungsausfall, gefährden die
Entwicklung und Zukunft einer ganzen Generation. Kinder brauchen heute
Unterstützung, um unbeschwert aufzuwachsen. Deshalb dürfen wir die Mädchen und
Jungen in Afghanistan nicht vergessen und müssen ihnen verlässlich zur Seite
stehen", sagt Weidemann.
Die Kindernothilfe wird ihre langjährige Arbeit gemeinsam mit lokalen
Partnerorganisationen in Afghanistan fortsetzen und sich dafür einsetzen, dass
Kinder und Familien auch unter schwierigen Bedingungen Zugang zu dringend
benötigter Hilfe erhalten.
Hintergrund:
Als eine der größten Kinderrechtsorganisationen in Europa unterstützt die
Kindernothilfe seit mehr als 65 Jahren Kinder und Jugendliche in schwierigen
Lebenssituationen. In Afghanistan arbeitet die Kindernothilfe seit 2002 mit
lokalen Partnerorganisationen in aktuell neun Projekten in den Provinzen Balkh,
Kunduz und Kabul sowie rund um Jalalabad zusammen.
Weitere Infos unter https://www.kindernothilfe.de/
Pressekontakt:
Angelika Böhling, Pressesprecherin
mailto:Angelika.Boehling@kindernothilfe.de
Tel.: 0203.7789-230
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/40844/6331280
OTS: Kindernothilfe e.V.
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