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Stuttgart/Berlin (ots) - Bilger hat die Herkulesaufgabe der Sanierung der
Infrastruktur Deutschlands vor der Brust. Das Gute: Er verfügt mit dem
Sondervermögen Infrastruktur über sagenhafte 500 Milliarden Euro, um die Mängel
zu beseitigen. Das Schlechte: Es gibt die Sorge, dass mit dem Sondervermögen vor
allem Haushaltslöcher gestopft werden. Ohne Priorisierung verpuffen selbst
solche Phantastilliarden. Je größer der Nutzen einer Investition für Wirtschaft
und Gesellschaft, umso dringender die Notwendigkeit. Das klingt wie eine Binse.
Aber nicht jedes Schwimmbad ist notwendig. Nicht jedes Schlagloch muss repariert
werden. Realisiert werden muss dagegen, was zwingend ist. Stichwort
Niedrigwasser: Die Belieferung wesentlicher Industriebetriebe darf nicht vom
Zeitpunkt des nächsten Regens abhängen. Stichwort Sicherheit: In einer Zeit
hybrider Bedrohungen müssen Flughäfen, Schienenverbindungen, Stromnetze,
Wasserwerke viel besser vor Angriffen und Sabotage geschützt werden als früher.
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