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Berlin/Kinshasa (ots) -
- Tausende Kinder haben einen Elternteil oder eine Betreuungsperson verloren und
sind erhöhten Risiken von Gewalt, Ausbeutung und Missbrauch ausgesetzt
- Save the Children: Deutschlands verstärkte Unterstützung beim Ebola-Ausbruch
ist ein wichtiges Signal - Kinderschutz muss Teil der Ebola-Hilfe sein
- Save the Children schafft mit Partnern sichere Betreuungsmöglichkeiten für
Kinder, deren Eltern wegen Ebola behandelt werden
In den ersten hundert Tagen seit der offiziellen Bestätigung des Ebola-Ausbruchs
in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) haben fast zwei Kinder pro Tag
beide Eltern durch die Krankheit verloren. Nach Angaben der Behörden in der
Provinz Ituri sind insgesamt 180 Kinder betroffen. Die Kinder leben derzeit bei
anderen Familienmitgliedern oder in staatlichen Einrichtungen, bis sie dauerhaft
in Familien untergebracht werden können. Tausende weitere Kinder haben zudem
einen Elternteil oder eine Betreuungsperson verloren. Dadurch sind sie einem
erhöhten Risiko von Missbrauch, Ausbeutung, Menschenhandel und schweren
psychischen Belastungen ausgesetzt.
Gemeinsam mit der Regierung und Partnerorganisationen arbeitet Save the Children
in Ituri daran, sichere Schutzräume einzurichten - sogenannte Observation Care
Centers. Sie sind für Kinder gedacht, deren Eltern oder Betreuungspersonen wegen
Ebola behandelt werden und für die es keine andere Betreuung innerhalb der
Familie gibt. Dort sollen die Kinder rund um die Uhr betreut werden, während
ihre Eltern im Ebola-Behandlungszentrum auf demselben Gelände versorgt werden.
"Was mich besonders bewegt, sind die Kinder, die plötzlich allein dastehen.
Hinter den bloßen Zahlen stehen Mädchen und Jungen, die vertraute Menschen
verloren haben", sagt Katharina von Schroeder aus dem Länderbüro von Save the
Children in der DR Kongo.
Der Ebola-Ausbruch trifft Gemeinden, die bereits unter bewaffneten Konflikten,
massiver Vertreibung und anhaltender humanitärer Not leiden. Für viele Kinder
ist die Epidemie der jüngste Schock in einer langen Reihe von Krisen.
Save the Children fordert deshalb, den Schutz betroffener Kinder stärker in den
Mittelpunkt der Ebola-Hilfe zu stellen: "Dass Deutschland seine Unterstützung
für die Bekämpfung des Ebola-Ausbruchs weiter verstärkt, ist ein wichtiges
Signal. Entscheidend ist jetzt, dass die internationale Hilfe neben der
medizinischen Versorgung auch den Schutz der Kinder berücksichtigt, die ihre
Eltern verloren haben oder von ihnen getrennt wurden. Dazu gehören sichere
Betreuungsmöglichkeiten, psychosoziale Hilfen und gemeindebasierte
Kinderschutzprogramme", so von Schroeder.
Die Kinderrechtsorganisation unterstützt die Infektionsprävention und
Aufklärung, die Früherkennung von Ebola-Fällen und die Überweisung Erkrankter an
Gesundheitseinrichtungen. Dazu gehören auch die psychosoziale Unterstützung und
Kinderschutzmaßnahmen. Zudem setzt sich Save the Children dafür ein, dass die
Grundversorgung für Kinder und Familien während der Krise aufrechterhalten wird.
In der DR Kongo ist Save the Children seit 1994 tätig und arbeitet dort mit 13
lokalen Organisationen sowie internationalen Organisationen und Behörden
zusammen. Gemeinsam leisten die Organisationen lebensrettende Hilfe für Kinder
und ihre Familien in den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Bildung, Kinderschutz,
Ernährungssicherheit sowie Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene.
Über Save the Children
Im Nachkriegsjahr 1919 gründete die britische Sozialreformerin und
Kinderrechtlerin Eglantyne Jebb Save the Children, um Kinder in Deutschland und
Österreich vor dem Hungertod zu retten. Heute ist die inzwischen größte
unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt in rund 100 Ländern tätig. Save
the Children setzt sich ein für Kinder in Kriegen, Konflikten und Katastrophen.
Für eine Welt, die die Rechte der Kinder achtet, in der alle Kinder gesund und
sicher leben sowie frei und selbstbestimmt aufwachsen und lernen können - seit
über 100 Jahren.
Pressekontakt:
Save the Children Deutschland e.V.
Pressestelle
Tel.: +49 (0)30 - 27 59 59 79 - 226
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OTS: Save the Children Deutschland e.V.
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