|
Frankfurt (ots) - Vordergründig droht ein frustrierter Donald Trump mit dem
angekündigten Wirtschaftskrieg gegen den Iran lediglich den Mullahs ein weiteres
Mal. Wie so oft ist auch diese Bekanntgabe zahnlos, weil unklar ist, mit welchen
weiteren Sanktionen der US-Präsident Teheran unter Druck setzen will.
Beeindruckt hat die Kurznachricht in Großbuchstaben obendrein kaum jemanden. Und
doch markieren die wenigen Sätze eine Kurskorrektur Washingtons. Sie sind ein
Eingeständnis, dass der Konflikt mit dem Iran kurzfristig weder militärisch noch
diplomatisch zu gewinnen ist. Nun sollen ökonomische Strafen langfristig das
wirtschaftlich angeschlagene Regime in die Knie zwingen. Das dürfte den Menschen
im Iran weitere US-Angriffe und den Menschen in den Golfstaaten iranische
Vergeltungsschläge ersparen. Ansonsten ist es keine gute Nachricht. Die
Energiepreise werden bis auf weiteres hoch bleiben und damit die Weltwirtschaft
belasten. Die Mullahs werden weiter Iranerinnen und Iraner terrorisieren.
Pressekontakt:
Frankfurter Rundschau
Ressort Politik
Telefon: 069/2199-3222
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/10349/6337256
OTS: Frankfurter Rundschau
|