|
Frankfurt (ots) - Das Nein zur EU der Isländerinnen und Isländer ist ein Ja zum
Status quo. Die Nato sorgt auch für das nördliche Mitglied für Sicherheit, die
bereits geltenden Regeln der EU für wirtschaftlichen Fortschritt und die Rechte
für die Fischerei für ökonomische Perspektive. Gespräche mit Brüssel würden für
Reykjavík einiges infrage ohne die Garantie zu haben, dass es besser wird.
Schließlich ist die EU zwar mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, hat sich
aber seit 2012 den Ruf erarbeitet, zerstritten und regelwütig zu sein.
Gleichzeitig schlägt das Land mit dem Votum Brüssel nicht die Tür vor der Nase
zu, sondern reißt selbige nicht auf. Es ist deshalb auch nicht mit dem Brexit
vergleichbar. Doch obwohl also nichts Beunruhigendes geschehen ist, sollten die
politisch Verantwortlichen der EU im Abstimmungsergebnis einen isländischen
Weckruf sehen. Das Staatenbündnis hat an Anziehungskraft verloren. Dies zu
ändern, liegt in den Händen Brüssels und der anderen EU-Hauptstädte.
Pressekontakt:
Frankfurter Rundschau
Ressort Politik
Telefon: 069/2199-3222
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/10349/6343129
OTS: Frankfurter Rundschau
|