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Frankfurt (ots) - In den vergangenen Monaten galten Hinweise auf
Hoffnungsschimmer als Schönfärberei. Das Land hatte sich eingerichtet in
Missstimmung. Doch es ist Zeit für eine differenziertere Betrachtung. Mehrere
Institute haben ihre Prognosen heraufgesetzt. Wachstum von knapp 1,5 Prozent -
das ist respektabel angesichts der hohen Energiepreise. Treiber der Entwicklung
sind Aufträge aus dem europäischen Ausland und die Ausgabenprogramme der
Bundesregierung. Der Konsum zeigt dagegen wenig Lebenszeichen, was aufgrund der
Preissteigerungen und des Stellenabbaus in der Industrie kein Wunder ist. Aber
die Reallöhne steigen - deshalb könnte sich mit besserer Stimmung auch hier
etwas bewegen. Ob aus dieser Belebung ein Aufschwung wird, hängt von einem
weiteren Faktor ab: Die Investitionen müssen in Gang kommen. Vor allem müssen
sie in Deutschland getätigt werden. Eine neue Fabrik in Brasilien bringt
vielleicht deutschen Maschinenbauern Aufträge, hinterlässt sonst aber wenig
Spuren im Bruttoinlandsprodukt.
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