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Diabetes kann ins Auge gehen: Nur knapp jeder Zweite mit Typ-2-Diabetes erhält empfohlene Untersuchung / Neuer kostenfreier Augencheck: mkk - meine krankenkasse macht Früherkennung einfacher

8.09.2026 14:32 Uhr mkk - meine krankenkasse

Berlin (ots) - Diabetes kann die Augen schädigen - lange bevor Betroffene eine Veränderung ihres Sehvermögens bemerken. Umso wichtiger ist es, Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen. Die mkk - meine krankenkasse ergänzt ihr Präventionsangebot: Versicherte können ab sofort kostenfrei den Augenvorsorgecheck von Skleo Health bei teilnehmenden Optikern und in Drogeriemärkten nutzen.

Rund sieben Millionen Erwachsene in Deutschland leben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) mit einem bekannten oder bislang unerkannten Diabetes.[1] Eine mögliche Folge der Erkrankung ist die diabetische Retinopathie. Dabei werden die feinen Blutgefäße der Netzhaut geschädigt. Zu den wesentlichen Risikofaktoren zählen die Dauer des Diabetes, erhöhte Blutzuckerwerte und Bluthochdruck.

Das Tückische: Netzhautveränderungen können entstehen, ohne dass Betroffene zunächst schlechter sehen.

"Wir müssen Prävention neu denken: Nicht nur die Menschen müssen zur Vorsorge kommen - die Vorsorge muss auch zu den Menschen gehen", sagt Andrea Galle, Vorständin der mkk - meine krankenkasse. "Unsere Daten zeigen, dass wir selbst mit strukturierten Behandlungsprogrammen noch nicht alle Menschen mit Typ-2-Diabetes erreichen. Deshalb schaffen wir mit dem Augenvorsorgecheck einen zusätzlichen Zugang mitten im Alltag."

mkk-Daten zeigen Lücke bei Augenuntersuchungen

Für Menschen mit Diabetes sind regelmäßige augenärztliche Untersuchungen wichtig. Die Nationale Versorgungsleitlinie Typ-2-Diabetes empfiehlt Menschen ohne bekannte Netzhautveränderungen abhängig vom individuellen Risiko eine augenärztliche Kontrolle jährlich oder alle zwei Jahre.[2]

Eine aktuelle Auswertung von mkk-Versichertendaten zeigt jedoch deutliche Lücken bei den Augenuntersuchungen von Menschen mit Typ-2-Diabetes.[3] Selbst von den Versicherten, die in einem Disease-Management-Programm (DMP) eingeschrieben sind und damit bereits strukturiert begleitet werden, hatten innerhalb eines 24-monatigen Beobachtungszeitraums nur 68 Prozent eine Augenuntersuchung. Bei Menschen mit Typ-2-Diabetes außerhalb eines DMP waren es lediglich 47,3 Prozent - weniger als jeder Zweite.

Zum Vergleich: Im Disease-Management-Programm Typ-2-Diabetes Nordrhein-Westfalen ist für die regelmäßige Netzhautuntersuchung eine Zielquote von mindestens 90 Prozent definiert.[4]

"Eine Vorsorgeempfehlung allein verhindert noch keine Erkrankung. Entscheidend ist, ob wir die Betroffenen tatsächlich erreichen", sagt Galle. "Wenn selbst in einem strukturierten Behandlungsprogramm fast ein Drittel innerhalb von zwei Jahren keine Augenuntersuchung erhält und es außerhalb des DMP nicht einmal jeder Zweite ist, müssen wir zusätzliche und niedrigschwellige Zugänge schaffen."

Auch der Zugang zur augenärztlichen Versorgung kann eine Hürde sein. Eine 2025 veröffentlichte Untersuchung zur KI-gestützten Früherkennung der diabetischen Retinopathie zeigt: Die meisten der befragten Hausärztinnen und Hausärzte berichteten, dass ihre Patientinnen und Patienten häufig mehr als drei Monate auf einen Augenarzttermin warten.[5]

Augencheck in wenigen Minuten

An diesem Punkt setzt das Angebot der mkk - meine krankenkasse an. Beim Augenvorsorgecheck von Skleo Health werden Aufnahmen der Netzhaut erstellt. Die Bilder werden KI-gestützt auf mögliche Auffälligkeiten anhand 12 retinaler Marker analysiert und anschließend fachärztlich validiert. Die Teilnehmenden erhalten einen persönlichen Ergebnisbericht. Zeigen sich Hinweise auf Auffälligkeiten, kann mit Hilfe des Netzwerks von Skleo gezielt und zeitnah eine augenärztliche Abklärung erfolgen.

Der Check dauert nur wenige Minuten und kann bei teilnehmenden Optikern und in ausgewählten Drogeriemärkten durchgeführt werden. Für Versicherte der mkk übernimmt die Krankenkasse die Kosten.

"Für mich zeigt dieses Angebot, welche Rolle Krankenkassen künftig stärker übernehmen sollten: Wir dürfen nicht nur Leistungen finanzieren, sondern müssen auch dafür sorgen, dass Prävention die Menschen erreicht", sagt Galle. "Dazu gehört, Hürden abzubauen, neue Technologien sinnvoll einzusetzen und Vorsorge stärker in den Alltag zu bringen."

Der Augencheck ist ein zusätzliches Vorsorgeangebot der mkk - meine krankenkasse. Er ersetzt weder eine augenärztliche Diagnose noch die für Menschen mit Diabetes empfohlenen regelmäßigen augenärztlichen Untersuchungen.

Weitere Informationen zum Angebot: https://ots.de/9ZxXne

Quellen

[1] Robert Koch-Institut (RKI), Diabetes-Surveillance: Prävalenz bekannter und unerkannter Diabetes. Rund sieben Millionen Erwachsene in Deutschland leben mit einem bekannten oder unerkannten Diabetes https://ots.de/8ajJ6Q

[2] Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF): Nationale VersorgungsLeitlinie Typ-2-Diabetes, Version 3.0. https://regi ster.awmf.org/assets/guidelines/nvl-001l_S3_Typ-2-Diabetes_2024-12.pdf

[3] mkk - meine krankenkasse, Auswertung von Versichertendaten 2024/2025: In die Auswertung wurden 41.944 Versicherte mit Typ-2-Diabetes einbezogen, die in ein Disease-Management-Programm (DMP) eingeschrieben waren, sowie 17.060 Versicherte mit Typ-2-Diabetes ohne DMP-Teilnahme. Untersucht wurde, bei welchem Anteil innerhalb der vergangenen 24 Monate eine Augenuntersuchung in den Abrechnungsdaten dokumentiert war. Bei den Versicherten im DMP lag dieser Anteil bei 68 Prozent, bei den Versicherten ohne DMP bei 47,3 Prozent.

[4] Robert Koch-Institut (RKI), Diabetes-Surveillance: Ärztliche Augenuntersuchung, Daten für 2021 https://ots.de/uY6j5i

[5] Wewetzer L., Held L., Steinhäuser J. (2025): 8 Lektionen zur Implementierung auf künstlicher Intelligenz basierender Screeningmethoden in die Primärversorgung am Beispiel der diabetischen Retinopathie. Zeitschrift für Allgemeinmedizin 101, 308-315. DOI: 10.1007/s44266-025-00388-9. https://link.springer.com/article/10.1007/s44266-025-00388-9

Pressekontakt:

Annette Rogalla Pressesprecherin mailto:presse@meine-krankenkasse.de Tel. 0162 20221133

mkk - meine krankenkasse Prenzlauer Allee 96 10409 Berlin http://www.meine-krankenkasse.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/60426/6347903 OTS: mkk - meine krankenkasse


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - mkk - meine krankenkasse
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