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Berlin (ots) - Diabetes kann die Augen schädigen - lange bevor Betroffene eine
Veränderung ihres Sehvermögens bemerken. Umso wichtiger ist es, Auffälligkeiten
frühzeitig zu erkennen. Die mkk - meine krankenkasse ergänzt ihr
Präventionsangebot: Versicherte können ab sofort kostenfrei den
Augenvorsorgecheck von Skleo Health bei teilnehmenden Optikern und in
Drogeriemärkten nutzen.
Rund sieben Millionen Erwachsene in Deutschland leben nach Angaben des Robert
Koch-Instituts (RKI) mit einem bekannten oder bislang unerkannten Diabetes.[1]
Eine mögliche Folge der Erkrankung ist die diabetische Retinopathie. Dabei
werden die feinen Blutgefäße der Netzhaut geschädigt. Zu den wesentlichen
Risikofaktoren zählen die Dauer des Diabetes, erhöhte Blutzuckerwerte und
Bluthochdruck.
Das Tückische: Netzhautveränderungen können entstehen, ohne dass Betroffene
zunächst schlechter sehen.
"Wir müssen Prävention neu denken: Nicht nur die Menschen müssen zur Vorsorge
kommen - die Vorsorge muss auch zu den Menschen gehen", sagt Andrea Galle,
Vorständin der mkk - meine krankenkasse. "Unsere Daten zeigen, dass wir selbst
mit strukturierten Behandlungsprogrammen noch nicht alle Menschen mit
Typ-2-Diabetes erreichen. Deshalb schaffen wir mit dem Augenvorsorgecheck einen
zusätzlichen Zugang mitten im Alltag."
mkk-Daten zeigen Lücke bei Augenuntersuchungen
Für Menschen mit Diabetes sind regelmäßige augenärztliche Untersuchungen
wichtig. Die Nationale Versorgungsleitlinie Typ-2-Diabetes empfiehlt Menschen
ohne bekannte Netzhautveränderungen abhängig vom individuellen Risiko eine
augenärztliche Kontrolle jährlich oder alle zwei Jahre.[2]
Eine aktuelle Auswertung von mkk-Versichertendaten zeigt jedoch deutliche Lücken
bei den Augenuntersuchungen von Menschen mit Typ-2-Diabetes.[3] Selbst von den
Versicherten, die in einem Disease-Management-Programm (DMP) eingeschrieben sind
und damit bereits strukturiert begleitet werden, hatten innerhalb eines
24-monatigen Beobachtungszeitraums nur 68 Prozent eine Augenuntersuchung. Bei
Menschen mit Typ-2-Diabetes außerhalb eines DMP waren es lediglich 47,3 Prozent
- weniger als jeder Zweite.
Zum Vergleich: Im Disease-Management-Programm Typ-2-Diabetes Nordrhein-Westfalen
ist für die regelmäßige Netzhautuntersuchung eine Zielquote von mindestens 90
Prozent definiert.[4]
"Eine Vorsorgeempfehlung allein verhindert noch keine Erkrankung. Entscheidend
ist, ob wir die Betroffenen tatsächlich erreichen", sagt Galle. "Wenn selbst in
einem strukturierten Behandlungsprogramm fast ein Drittel innerhalb von zwei
Jahren keine Augenuntersuchung erhält und es außerhalb des DMP nicht einmal
jeder Zweite ist, müssen wir zusätzliche und niedrigschwellige Zugänge
schaffen."
Auch der Zugang zur augenärztlichen Versorgung kann eine Hürde sein. Eine 2025
veröffentlichte Untersuchung zur KI-gestützten Früherkennung der diabetischen
Retinopathie zeigt: Die meisten der befragten Hausärztinnen und Hausärzte
berichteten, dass ihre Patientinnen und Patienten häufig mehr als drei Monate
auf einen Augenarzttermin warten.[5]
Augencheck in wenigen Minuten
An diesem Punkt setzt das Angebot der mkk - meine krankenkasse an. Beim
Augenvorsorgecheck von Skleo Health werden Aufnahmen der Netzhaut erstellt. Die
Bilder werden KI-gestützt auf mögliche Auffälligkeiten anhand 12 retinaler
Marker analysiert und anschließend fachärztlich validiert. Die Teilnehmenden
erhalten einen persönlichen Ergebnisbericht. Zeigen sich Hinweise auf
Auffälligkeiten, kann mit Hilfe des Netzwerks von Skleo gezielt und zeitnah eine
augenärztliche Abklärung erfolgen.
Der Check dauert nur wenige Minuten und kann bei teilnehmenden Optikern und in
ausgewählten Drogeriemärkten durchgeführt werden. Für Versicherte der mkk
übernimmt die Krankenkasse die Kosten.
"Für mich zeigt dieses Angebot, welche Rolle Krankenkassen künftig stärker
übernehmen sollten: Wir dürfen nicht nur Leistungen finanzieren, sondern müssen
auch dafür sorgen, dass Prävention die Menschen erreicht", sagt Galle. "Dazu
gehört, Hürden abzubauen, neue Technologien sinnvoll einzusetzen und Vorsorge
stärker in den Alltag zu bringen."
Der Augencheck ist ein zusätzliches Vorsorgeangebot der mkk - meine
krankenkasse. Er ersetzt weder eine augenärztliche Diagnose noch die für
Menschen mit Diabetes empfohlenen regelmäßigen augenärztlichen Untersuchungen.
Weitere Informationen zum Angebot: https://ots.de/9ZxXne
Quellen
[1] Robert Koch-Institut (RKI), Diabetes-Surveillance: Prävalenz bekannter und
unerkannter Diabetes. Rund sieben Millionen Erwachsene in Deutschland leben mit
einem bekannten oder unerkannten Diabetes https://ots.de/8ajJ6Q
[2] Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV),
Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften
(AWMF): Nationale VersorgungsLeitlinie Typ-2-Diabetes, Version 3.0. https://regi
ster.awmf.org/assets/guidelines/nvl-001l_S3_Typ-2-Diabetes_2024-12.pdf
[3] mkk - meine krankenkasse, Auswertung von Versichertendaten 2024/2025: In die
Auswertung wurden 41.944 Versicherte mit Typ-2-Diabetes einbezogen, die in ein
Disease-Management-Programm (DMP) eingeschrieben waren, sowie 17.060 Versicherte
mit Typ-2-Diabetes ohne DMP-Teilnahme. Untersucht wurde, bei welchem Anteil
innerhalb der vergangenen 24 Monate eine Augenuntersuchung in den
Abrechnungsdaten dokumentiert war. Bei den Versicherten im DMP lag dieser Anteil
bei 68 Prozent, bei den Versicherten ohne DMP bei 47,3 Prozent.
[4] Robert Koch-Institut (RKI), Diabetes-Surveillance: Ärztliche
Augenuntersuchung, Daten für 2021 https://ots.de/uY6j5i
[5] Wewetzer L., Held L., Steinhäuser J. (2025): 8 Lektionen zur Implementierung
auf künstlicher Intelligenz basierender Screeningmethoden in die
Primärversorgung am Beispiel der diabetischen Retinopathie. Zeitschrift für
Allgemeinmedizin 101, 308-315. DOI: 10.1007/s44266-025-00388-9.
https://link.springer.com/article/10.1007/s44266-025-00388-9
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Pressesprecherin
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OTS: mkk - meine krankenkasse
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