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Hannover (ots) - Was wünscht sich die junge Generation im Job? Eine
repräsentative YouGov-Studie unter 18- bis 35-Jährigen im Auftrag des
Finanzberatungsunternehmens Swiss Life Select zeigt: Die Berufswahl ist längst
keine Entscheidung mehr fürs ganze Leben. 68 Prozent der jungen Menschen in
Deutschland haben bereits darüber nachgedacht, ihren Beruf oder ihre Branche zu
wechseln. Zudem offenbaren sich Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Mit
Blick auf die Karriereplanung der nächsten 5 Jahre streben mit 34 Prozent
deutlich mehr junge Männer eine Führungskarriere an als Frauen (21 Prozent).
Dagegen legen mit 72 Prozent mehr junge Frauen ein größeres Gewicht auf das
Thema Weiterbildung als Männer (63 Prozent). Der aktuelle Wandel der Arbeitswelt
hinterlässt auch in anderen Bereichen seine Spuren.
Frauen setzen stärker auf Fördern und Vertrauen
Besonders bei Weiterbildung, Führung und Karrierezielen zeigen sich Unterschiede
zwischen Frauen und Männern. 72 Prozent der Frauen nennen Weiterbildungs- und
Qualifizierungsmöglichkeiten als besonders wichtig, gegenüber 63 Prozent der
Männer. Auch gute Führung definieren Frauen und Männer unterschiedlich: 70
Prozent der Frauen legen Wert darauf, dass Führung Vertrauen schafft, gegenüber
61 Prozent der Männer. Das Fördern und Entwickeln von Mitarbeitenden ist für 65
Prozent der Frauen aber nur für 55 Prozent der Männer wichtig.
Beim Aufstieg in Führungspositionen zeigt sich ein anderes Bild: 34 Prozent der
Männer gegenüber 21 Prozent der Frauen nennen Führung als karrierebezogenes Ziel
für die nächsten 5 Jahre. Dagegen widersprechen die Ergebnisse einem gängigen
Narrativ: Mit 61 Prozent geben mehr junge Männer als Frauen (54 Prozent) an,
dass ihnen die Arbeit mit Menschen wichtig ist. Gleichstand herrscht beim Thema
Geld: Ein großes Einkommenspotenzial nennen 56 Prozent der Männer und 53 Prozent
der Frauen als Ziel.
Leistung lohnt sich: 71 Prozent wollen ihr Einkommen durch eigenen Einsatz
steigern
Die Studie widerlegt das gängige Klischee der antriebslosen Generation Z: 84
Prozent der Befragten sind berufliche Entwicklungsmöglichkeiten wichtig oder
sehr wichtig. Davon legen 67 Prozent Wert auf konkrete Weiterbildungs- und
Qualifizierungsmöglichkeiten und 59 Prozent wünschen sich transparente und faire
Entwicklungsstufen. Um berufliches Fortkommen zu erreichen, sind junge Menschen
auch zu fundamentalen Richtungswechseln bereit: Fast 7 von 10 Befragten (68
Prozent) haben schon mit dem Gedanken eines Berufswechsels gespielt. Auch
Leistungsorientierung ist jungen Menschen kein Fremdwort: 71 Prozent wollen ihr
Einkommen durch die eigene Leistung steigern können. Für sie sind Bonuszahlungen
oder Provisionen wichtig. "Aus der Erfahrung in unserem Unternehmen kann ich
sagen: Junge Menschen wollen vorankommen, sie wollen Selbstwirksamkeit erfahren
und sind durchaus bereit, dafür die vielgerühmte Extrameile zu gehen", sagt
Christian Linnewedel, Geschäftsführer von Swiss Life Select. "Aber: Wer Leistung
erwartet, muss auch transparent machen, wohin Leistung führen kann. Deshalb
werden klare Karrierewege und leistungsbezogene Anreize immer wichtiger."
Neben der Bedeutung von Leistungsanreizen, bestätigt die Studie das ausgeprägte
Autonomiebedürfnis junger Menschen im Beruf: 83 Prozent wollen ihren
Arbeitsalltag möglichst selbst gestalten, ebenso viele möchten
eigenverantwortlich Entscheidungen treffen können. Flexible Arbeitszeiten sind
für 82 Prozent wichtig oder sehr wichtig. "Für Arbeitgeber ist das ein wichtiges
Signal: Wer junge Talente gewinnen und halten will, muss ihnen Vertrauen und
Freiräume geben. Wir gestalten deshalb Karrierewege bewusst so, dass wir jungen
Menschen während ihrer Laufbahn ein Maximum an Gestaltungspielräumen,
Spezialisierungsoptionen und Möglichkeiten der fachlichen, wie persönlichen
Entwicklung offenhalten", sagt Christian Linnewedel, Geschäftsführer von Swiss
Life Select.
Neue Rollenbilder beim Thema Führung
Auch beim Thema Führung haben die Befragten 18- bis 35-Jährigen, denen
berufliche Entwicklung wichtig ist, klare Vorstellungen. Bei einer möglichen
eigenen Führungsrolle ist es ihnen am wichtigsten, Wissen und Praxiserfahrung zu
vermitteln (91 Prozent) und Orientierung zu geben (91 Prozent). Die Entwicklung
und Förderung von Mitarbeitenden folgen mit 90 Prozent knapp dahinter.
Ein früher Einstieg in die Führungskarriere steht bei den Jungen dagegen weniger
stark im Fokus: Nur 63 Prozent ist es wichtig früh in Personalverantwortung zu
treten - der niedrigste Wert unter den abgefragten Aspekten.
"Die oft gehörte These, junge Menschen wollten keine Verantwortung mehr
übernehmen, greift zu kurz", sagt Linnewedel. "Vielmehr beobachten wir, dass
junge Menschen Führung neu definieren: Weg vom hierarchischen Delegieren, hin
zum aktiven Coaching durch die Vermittlung von Erfahrung und Wissen - und
dadurch die Schaffung von Orientierung. Wir erleben bei Swiss Life Select viele
junge Führungskräfte, die sehr bewusst Verantwortung übernehmen und zugleich
erfahrene Kolleginnen und Kollegen um Rat bitten. Für mich ist das kein Zeichen
mangelnder Ambition, sondern eines reflektierten Verständnisses von Führung."
Für diese Befragung wurden im Zeitraum 21. und 25.08.2026 insgesamt 1.015
Personen zwischen 18 und 35 Jahren befragt. Die Umfrage basiert auf
Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov-Panels. Die Ergebnisse sind
repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland zwischen 18 und 35 Jahren.
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