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WIESBADEN (ots) -
- Frauenanteil bei neuen Auszubildenden in Berufen der Sanitär-, Heizungs- und
Klimatechnik bei 2,4 %
- Knapp jede vierte erwerbstätige Person in der Berufsgruppe ist zwischen 55 und
64 Jahre alt
- Preise für Handwerksleistungen in der Branche deutlich gestiegen
Egal ob Wärmepumpen oder Klimaanlagen - für die Installation und Wartung solcher
Geräte braucht es entsprechend ausgebildete Fachkräfte. Wie das Statistische
Bundesamt (Destatis) mitteilt, begannen im Jahr 2025 knapp 14 400 Menschen eine
Ausbildung in einem Beruf der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Damit nahm
die Zahl der neuen Ausbildungsverträge im Zehn-Jahres- Vergleich um 30,5 % zu.
2015 hatte sie bei rund 11 000 gelegen. Zu dem Bereich zählen neben
Anlagenmechanikerinnen und -mechanikern für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
vereinzelt auch Ofen- und Luftheizungsbauerinnen und -bauer.
Die überwiegende Mehrheit der neuen Auszubildenden in den genannten
Ausbildungsberufen ist nach wie vor männlich. 2025 lag der Frauenanteil unter
den Neuabschlüssen mit 2,4 % deutlich unter dem Durchschnitt aller Berufsgruppen
innerhalb des dualen Systems. Hier wurde mehr als jeder dritte
Ausbildungsvertrag (36,0 %) im Jahr 2025 von einer Frau abgeschlossen.
Zahl der Erwerbstätigen in der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik gestiegen
Auch die Zahl der Erwerbstätigen in der Branche ist in den vergangenen fünf
Jahren gestiegen. Nach Erstergebnissen des Mikrozensus waren im Jahr 2025 rund
278 000 Menschen in Berufen der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
beschäftigt. Das waren 4,1 % mehr als 2021. Damals gingen rund 267 000 Menschen
einem solchen Beruf nach. Zum Vergleich: Die Zahl aller Erwerbstätigen ist im
selben Zeitraum um 3,7 % gestiegen.
Anteil der älteren Erwerbstätigen in der Berufsgruppe nimmt zu
Knapp jede oder jeder vierte (23,3 %) Erwerbstätige in Berufen der Sanitär-,
Heizungs- und Klimatechnik war 2025 zwischen 55 und 64 Jahren alt und dürfte
daher in den nächsten Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden. Anders als in
anderen sogenannten Engpassberufen lag der Anteil nur geringfügig über dem
entsprechenden Anteil bei den Erwerbstätigen insgesamt (23,0 %). Der Anteil der
55- bis 64-Jährigen in Berufen der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik ist
binnen fünf Jahren leicht gestiegen: 2021 hatte er noch bei 22,3 % gelegen.
Unter allen Erwerbstätigen waren es 22,0 %.
Deutliche Preissteigerung für Handwerksleistungen in der Branche
Neben der Zahl der neuen Auszubildenden und der Erwerbstätigen im Bereich
Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sind auch die Preise für Leistungen der
Branche gestiegen. Für Arbeiten an Gas-, Wasser- und Entwässerungsanlagen
mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher im August dieses Jahres 6,6 % mehr
zahlen als im Vorjahresmonat. Die Preise für Arbeiten an Heizungs- und
Wassererwärmungsanlagen erhöhten sich um 5,1 %. Zum Vergleich: Die
Verbraucherpreise insgesamt stiegen im selben Zeitraum um 2,9 %.
Zahl der Betriebe und Umsätze deutlich gestiegen
Der Boom der eher kleinstrukturierten Branche zeigt sich auch in der wachsenden
Zahl der größeren Betriebe: Im 1. Quartal 2026 waren knapp 4 100 Betriebe von
Unternehmen mit mindestens 20 Beschäftigten in der Gas-, Wasser-, Heizungs-,
Lüftungs- und Klimainstallation tätig. Die Zahl nahm im Vergleich zum 1. Quartal
2016 mit gut 2 900 Betrieben um 38,9 % zu. Noch deutlicher stiegen die
erwirtschafteten Umsätze: Sie verdoppelten sich im selben Zeitraum von knapp 2,9
Milliarden Euro auf rund 5,9 Milliarden Euro (+103,8 %).
Methodische Hinweise:
Die Angaben zu den Auszubildenden entstammen der amtlichen Datenerhebung auf
Grundlage des § 88 Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und beinhalten Daten zu
Ausbildungsberufen nach BBiG oder der Handwerksordnung (HwO). Weitere Ergebnisse
zur Berufsbildungsstatistik bietet die Themenseite "Berufliche Bildung" im
Internetangebot des Statistischen Bundesamtes.
Die Daten zur Erwerbstätigkeit basieren auf Ergebnissen des Mikrozensus.
Ausführliche Informationen zur Auswirkung der methodischen Neugestaltung ab 2020
sind auf einer Sonderseite im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes
verfügbar.
Der Verbraucherpreisindex misst die durchschnittliche Preisentwicklung aller
Waren und Dienstleistungen, die private Haushalte in Deutschland für
Konsumzwecke kaufen. Die hier dargestellten Preisentwicklungen sind in der
Datenbank GENESIS-Online in den Tabellen 61111-0002 und 61111-0006 abrufbar und
beziehen sich auf die Positionen:
CC13-04321 Arbeiten an Gas-, Wasser- und Entwässerungsanlagen
CC13-04323 Arbeiten an Heizungs- und Wassererwärmungsanlagen
Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen
und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter
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OTS: Statistisches Bundesamt
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