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Wien (ots) - Bis zu 800 Euro pro Kunde: Padronus finanziert Sammelklagen in
Deutschland gegen Streaming-Branche wegen unzulässiger Preiserhöhungen.
Gestützt auf ihre AGBs haben Netflix, Amazon Prime, Apple TV+ und WOW (Sky) die
Preise laufender Abonnements in den vergangenen Jahren wiederholt angehoben,
ohne die Zustimmung ihrer Kunden einzuholen. Finanziert vom österreichischen
Prozessfinanzierer Padronus hat der Verbraucherschutzverein (VSV) mit der
Verbraucherkanzlei Baumeister & Kollegen nun Sammeklagen gegen gegen Netflix,
Apple und WOW eingebracht. Die vierte, gegen Amazon Prime, führt die
Verbraucherzentrale NRW bereits vor dem Oberlandesgericht Hamm. Auf der neuen
Plattform streaming-klage.de können sich Verbraucher ab sofort für alle vier
Verfahren gleichzeitig anmelden. Es ist die größte gebündelte
Verbraucher-Offensive gegen die Streaming-Branche im deutschsprachigen Raum.
Richard Eibl, Geschäftsführer von Padronus, erklärt: "Netflix, Amazon, Apple und
Sky haben jahrelang Preise erhöht, ohne ihre Kunden zu fragen. Die Konzerne
wetten darauf, dass niemand wegen ein paar hundert Euro vor Gericht zieht. Diese
Wette verlieren sie, wenn sich genügend Menschen der Sammelklage anschließen."
Bisherige Rechtsprechung lässt hoffen
Die Chancen stehen gut: Bereits 2023 erklärte das Kammergericht Berlin die
Preisanpassungsklausel von Netflix für unwirksam (23 U 15/22), der
Bundesgerichtshof verwarf die dagegen gerichtete Nichtzulassungsbeschwerde im
Januar 2025. Das Landgericht Köln verurteilte Netflix im Mai 2025 zur
Rückzahlung von 191,60 Euro an einen einzelnen Kunden (6 S 114/23). Und bereits
2007 kippte der BGH die Preiserhöhungsklausel von Premiere, dem heutigen Sky
(III ZR 247/06). Die Konsequenz: Sämtliche auf diese Klauseln gestützten
Erhöhungsbeträge wurden ohne Rechtsgrund kassiert und sind nach § 812 BGB
zurückzuzahlen, für jeden einzelnen Abrechnungszeitraum, zuzüglich
Verzugszinsen.
Bis zu 800 Euro Rückforderung pro Person
Die Dimension der Erhöhungen ist beträchtlich. WOW verteuerte das Live-Sport-Abo
im Juli 2025 von 35,99 auf 44,99 Euro, ein Plus von 50 Prozent innerhalb von 18
Monaten. Amazon hob den Jahrespreis für Prime von 69 auf 89,90 Euro an. Apple
TV+ verdoppelte den Monatspreis von 4,99 auf 9,99 Euro. Netflix erhöhte seit
2017 gleich mehrfach, das Premium-Abo kostet heute 19,99 statt 11,99 Euro.
Eibl rechnet vor: "Für ein durchgängig laufendes Abo geht es je nach Anbieter um
rund 60 Euro bei Amazon Prime, 210 Euro bei Apple, 290 Euro bei WOW und 230 Euro
bei Netflix. Wer alle vier Dienste abonniert hat, kommt auf knapp 800 Euro. Wenn
sich nur eine Million Verbraucher anmelden, reden wir von Rückforderungen in
dreistelliger Millionenhöhe. Das ist kein Kavaliersdelikt mehr, das ist
systematische Übervorteilung im industriellen Maßstab."
Alle Abos in einem Vorgang, kein Kostenrisiko
Von einem Urteil in den Verbandsklagen profitieren nur Verbraucher, die wirksam
zum Klageregister angemeldet sind. Auf streaming-klage.de erteilen Betroffene
eine einzige Vollmacht für bis zu vier Verfahren und ergänzen dann je Anbieter
in drei bis fünf Minuten ihre Angaben. Wer keine Zahlungsnachweise mehr hat,
muss nichts weiter tun: Die Abrechnungsdaten werden über das Auskunftsrecht nach
Art. 15 DSGVO direkt beim Anbieter angefordert. Die Kanzlei setzt die Anbieter
in Verzug, wodurch die Forderung um rund 6,5 Prozent Zinsen pro Jahr wächst, und
begleitet die Verbraucher bis zur Auszahlung. Das Abo muss dafür nicht gekündigt
werden.
Das gesamte Kostenrisiko der Verfahren trägt Padronus. Verbraucher zahlen zu
keinem Zeitpunkt eigenes Geld, unabhängig vom Ausgang. Nur im Erfolgsfall erhält
Padronus 9,9 Prozent des zurückgeholten Betrags. Erteilt eine
Rechtsschutzversicherung Deckung, entfällt auch dieser Anteil vollständig.
Über Padronus
Padronus ist einer der führenden Prozessfinanzierer im deutschsprachigen Raum.
Das österreichische Unternehmen mit Sitz in Wien finanziert international
Sammel- und Verbandsverfahren für Verbraucher und trägt dabei das gesamte
Kostenrisiko. Auch Individualklagen, beispielsweise gegen illegale
Glücksspielanbieter und Banken, finanzierte die Legal-Tech-Firma bereits
tausendfach. Letztes Jahr ging Padronus gegen Big Tech vor und finanzierte die
größte Verbandsklage, die je im deutschsprachigen Raum eingebracht wurde.
Bereits 300.000 Menschen traten der Klage gegen Meta wegen illegaler Überwachung
bei.
Pressekontakt:
Padronus (Prozessfinanzallianz GmbH)
Richard Eibl, LL.M.
Telefon: 06642125081
E-Mail: mailto:richard.eibl@padronus.at
Website: https://www.padronus.at
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/168873/6352935
OTS: Prozessfinanzallianz GmbH
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