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Flensburg (ots) -
- Längere Arbeitstage sind häufig: 59 Prozent der erfassten Arbeitstage liegen
über acht Stunden
- Die Wochenarbeitszeit liegt in der Mehrheit der analysierten Wochen dennoch
bei höchstens 40 Stunden
- Arbeitszeit verteilt sich ungleich über die Woche: Montag bis Donnerstag
längere Tage, am Freitag deutlich kürzere Arbeitszeit
Was würde eine Reform der täglichen Höchstarbeitszeit für das deutsche Handwerk
bedeuten? Eine Auswertung anonymisierter Zeiterfassungsdaten der Craftboxx GmbH
(https://www.craftboxx.de/) aus den Jahren 2025 und 2026 zeigt: In den erfassten
Daten liegen 59 Prozent von mehr als 200.000 Arbeitstagen über acht Stunden. In
einer separaten Analyse von rund 16.000 Beschäftigten-Wochen liegen 68 Prozent
der Wochen allerdings bei höchstens 40 erfassten Stunden. Weitere 26 Prozent
liegen bei mehr als 40 und bis zu 48 Stunden.
Die Ergebnisse sind für die aktuelle Debatte über eine Reform des
Arbeitszeitgesetzes und eine mögliche wöchentliche Höchstarbeitszeit relevant.
Die Bundesregierung hat angekündigt (https://www.tagesschau.de/wirtschaft/arbeit
smarkt/arbeitszeit-wochenarbeitszeit-acht-stunden-tag-100.html) , in dieser
Legislaturperiode die Möglichkeit einer wöchentlichen anstelle der geltenden
täglichen Höchstarbeitszeit schaffen zu wollen. Dadurch soll mehr Spielraum
entstehen, Arbeitszeit innerhalb einer Woche zu verteilen. Die konkrete
gesetzliche Ausgestaltung steht noch aus. (https://www.bundesregierung.de/breg-d
e/schwerpunkte/reformen-fuer-deutschland/deutschland-wettbewerbsfaehigkeit-24470
30)
"Der einzelne Acht-Stunden-Tag bildet die Arbeitsrealität im Handwerk nur
unvollständig ab", sagt Philipp Linstedt, Geschäftsführer der Craftboxx GmbH .
"Unsere Auswertungen zeigen einerseits häufig längere Arbeitstage und
andererseits überwiegend Wochen mit höchstens 40 Stunden. Ein modernes
Arbeitszeitrecht könnte diese Verteilung stärker berücksichtigen."
Mehr als jeder zweite erfasste Arbeitstag liegt über acht Stunden
Für die Tagesanalyse hat Craftboxx mehr als 200.000 digital erfasste Arbeitstage
ausgewertet. 41 Prozent liegen bei höchstens acht Stunden, 59 Prozent darüber.
Nach geltendem Arbeitszeitgesetz darf die werktägliche Arbeitszeit grundsätzlich
acht Stunden nicht überschreiten. Eine Verlängerung auf bis zu zehn Stunden ist
möglich (https://www.gesetze-im-internet.de/arbzg/__3.html) , wenn innerhalb von
sechs Kalendermonaten oder 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich
nicht überschritten werden. Die Tagesdaten zeigen damit vor allem, dass
Arbeitszeiten oberhalb von acht Stunden in den ausgewerteten Zeiterfassungsdaten
häufig vorkommen.
Zwei Drittel der ausgewerteten Arbeitswochen liegen bei höchstens 40 Stunden
In einer separaten Analyse von rund 16.000 Beschäftigten-Wochen einzelner
Beschäftigter aus einer dreistelligen Zahl von Handwerksbetrieben zeigt sich
allerdings: 68 Prozent dieser Wochen liegen bei höchstens 40 erfassten Stunden.
Weitere 26 Prozent liegen bei mehr als 40 und bis zu 48 Stunden.
Während die Daten der Tagesanalyse häufig längere Arbeitstage zeigen, ist der
wöchentliche Rahmen in der Mehrheit der separat ausgewerteten Wochen enger
abgesteckt. Gerade dieser Unterschied steht im Mittelpunkt der politischen
Diskussion über eine mögliche wöchentliche Höchstarbeitszeit. Die Tages- und
Wochenanalyse beruhen auf unterschiedlichen Stichproben.
Am Freitag verändern sich Dauer und Häufigkeit der erfassten Arbeitstage
Eine dritte Auswertung von rund 150.000 Arbeitstagen zeigt, wie sich die
erfasste Arbeitszeit im Handwerk über die Wochentage verteilt. Von Montag bis
Donnerstag liegt die durchschnittliche Dauer nahezu konstant bei jeweils 8,2
Stunden. Am Freitag sinkt sie allerdings auf 7,0 Stunden.
Gleichzeitig werden am Freitag rund 20 Prozent weniger Arbeitstage erfasst als
am Dienstag. Auf Samstag und Sonntag entfallen zusammen lediglich rund zwei
Prozent der ausgewerteten Arbeitstage.
Die Daten zeigen damit unabhängig von der Wochenanalyse, dass sich die erfasste
Arbeitszeit in den untersuchten Handwerksbetrieben nicht gleichmäßig über die
Wochentage verteilt. Zum Ende der klassischen Arbeitswoche nehmen sowohl die
durchschnittliche Dauer als auch die Zahl der erfassten Arbeitstage ab.
Für die geplante Reform ist gerade diese Verteilung relevant. Mehr Flexibilität
auf Wochenebene verändert nicht automatisch die geleistete Gesamtarbeitszeit.
Sie verändert zunächst den Spielraum dafür, wann innerhalb einer Woche
gearbeitet werden kann.
Zur Datengrundlage
Ausgewertet wurden anonymisierte Daten aus der Handwerkersoftware Craftboxx aus
den Jahren 2025 und 2026. Die Tagesauswertung umfasst mehr als 200.000
Arbeitstage, die separate Wochenanalyse rund 16.000 Beschäftigten-Wochen und die
Wochentagsanalyse rund 150.000 Arbeitstage. Die Zahlen bilden erfasste, nicht
rechtlich bewertete Arbeitszeit ab; Erfassungskonventionen unterscheiden sich
zwischen Betrieben. Die Auswertungen beruhen auf unterschiedlichen Stichproben
und sind nicht repräsentativ für das gesamte deutsche Handwerk.
Über Craftboxx
Die Craftboxx GmbH entwickelt seit 2018 Handwerkersoftware für Einsatzplanung,
Zeiterfassung und Auftragsdokumentation. Das Angebot richtet sich insbesondere
an Montage- und Servicebetriebe mit mehreren Teams. Das Unternehmen hat
Standorte in Flensburg und Hamburg. Weitere Informationen:
https://www.craftboxx.de/ .
Pressekontakt:
Viktor Meininger
Headline Communications GmbH
mailto:viktor@headline-communications.de
https://headline-communications.de/
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/183421/6352877
OTS: Craftboxx GmbH
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