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Kronberg im Taunus (ots) - Flexible Erwerbsbiografien werden wichtiger.
Zeitwertkonten können Beschäftigten Freiräume schaffen und Unternehmen bei der
Personalbindung helfen.
Flexibilität ist für viele Beschäftigte zu einem wichtigen Kriterium bei der
Gestaltung ihres Berufslebens geworden. Nach Angaben des Statistischen
Bundesamtes konnten 2024 knapp 50 Prozent der Erwerbstätigen ihre Arbeitszeiten
zumindest teilweise flexibel gestalten. Doch während Gleitzeit und
Arbeitszeitkonten längst etabliert sind, geht es zunehmend auch um längere
Freiräume: ein Sabbatical, Zeit für Weiterbildung oder einen gleitenden Übergang
in den Ruhestand. Zeitwertkonten können solche Phasen finanzieren, indem
Beschäftigte Entgelt oder Arbeitszeit ansparen und später für eine bezahlte
Freistellung einsetzen. Für Arbeitgeber kann daraus zugleich ein Instrument für
Mitarbeiterbindung und langfristige Personalplanung werden. Trotzdem sind
Zeitwertkonten bislang kein Standard: Nur 29,6 Prozent der befragten
Organisationen mit mehr als 300 Beschäftigten bieten sie an.
Fidelity International hat gemeinsam mit der Universität Hamburg untersucht,
woran das liegt und welches Potenzial noch besteht. Die Investmentgesellschaft
verwaltet Vermögen, bietet Lösungen für die betriebliche Altersversorgung und
Zeitwertkonten an.
Christof Quiring, Head of Workplace Investing bei Fidelity International, ordnet
die Studienergebnisse ein und zeigt, wie Unternehmen Zeitwertkonten praktikabel
umsetzen können.
Knapp 30 Prozent der größeren Organisationen bieten Zeitwertkonten an. Warum ist
die Verbreitung noch so gering?
Ein wesentlicher Grund ist die Komplexität. Unternehmen müssen Insolvenzschutz,
Bilanzierung, Administration und Sozialversicherungsbeiträge organisieren. Hinzu
kommt die Werterhaltgarantie. Das Potenzial bleibt sehr groß.
Im Mittelstand fehlen häufig die Spezialisten, die große Unternehmen dafür
einsetzen können. Wie lässt sich diese Hürde senken?
Indem Einführung und Verwaltung möglichst einfach und standardisiert gestaltet
werden. Wir begleiten Unternehmen bei der Ausgestaltung: Wer kann teilnehmen,
wofür soll das Konto genutzt werden und wie wird das Guthaben angelegt? Mit
Musterzusagen und standardisierten Folgeprozessen lässt sich der interne Aufwand
deutlich reduzieren. Mittelständler sollen dafür keine zusätzlichen Spezialisten
einstellen müssen.
Lange galt das Zeitwertkonto vor allem als Instrument für den Vorruhestand. Das
verändert sich.
Der Vorruhestand ist mit knapp 37 Prozent weiterhin der häufigste Nutzungszweck,
danach folgen bereits Sabbaticals. Jüngere Beschäftigte wollen eher zeitweise
aussteigen oder Freiräume für Weiterbildung schaffen. Für ältere Mitarbeiter ist
dagegen der gleitende Übergang in den Ruhestand interessant. Zeitwertkonten
können so sehr unterschiedliche Lebensphasen abbilden.
Welche Bedeutung bekommt diese Flexibilität im Wettbewerb um Fachkräfte?
Zeit wird zunehmend zu einem wichtigen Benefit. Unternehmen können Beschäftigten
mehr Flexibilität ermöglichen und sie damit stärker binden. Gleichzeitig lässt
sich der Übergang in den Ruhestand so gestalten, dass erfahrene Mitarbeiter ihre
Arbeitszeit schrittweise reduzieren. Dadurch bleibt Wissen länger im Unternehmen
und kann an jüngere Kollegen weitergegeben werden.
Bei der Anlage der Wertguthaben dominieren Versicherungslösungen. Was spricht
für investmentbasierte Modelle?
Die gesetzliche Werterhaltungsgarantie führt dazu, dass viele Unternehmen sehr
konservativ anlegen und damit auf Renditechancen verzichten. Fidelity verwaltet
inzwischen deutlich mehr als eine Milliarde Euro an Wertguthaben in Fonds. Dabei
geht es nicht um maximale Rendite, sondern um ein ausgewogenes Verhältnis von
Risiko und Ertrag. Über längere Ansparzeiträume kann der Kapitalmarkt das
Wertguthaben erhöhen - und zusätzliche Freistellungszeit ermöglichen.
Was bietet Fidelity Unternehmen, die ein Zeitwertkonto einführen oder ein
bestehendes Modell besser nutzen wollen?
Wir begleiten sie von der Konzeption bis zur Umsetzung und können
Insolvenzschutz, Kontenadministration und Kapitalanlage aus einer Hand
übernehmen. Ebenso wichtig ist die Mitarbeiterkommunikation. Unsere Studie
zeigt, dass fehlende Informationen eine wesentliche Hürde sind. Deshalb setzen
wir auf Veranstaltungen, individuelle Betreuung, Webinare und Erklärvideos. Ein
Zeitwertkonto entfaltet seinen Nutzen erst, wenn die Beschäftigten verstehen,
welche Möglichkeiten es ihnen bietet.
Pressekontakt:
N: Anette Blaha
T: +4961735093873
E: mailto:anette.blaha@fil.com
W: http://www.fidelity.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/21129/6352888
OTS: Fidelity International
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