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Hamburg (ots) -
- Welttag der Patientensicherheit am 17. September mit Schwerpunkt auf
chronischen Erkrankungen
- Asklepios Programm Patientensicherheit verbindet Standards, Risikomanagement
und Lernen aus kritischen Ereignissen
- Kliniken beteiligen sich bundesweit mit Informationsangeboten und Aktionen für
Patient:innen, Angehörige und Mitarbeitende
Am 17. September ist Welttag der Patientensicherheit. Er steht unter dem Motto
"Sichere Versorgung chronisch erkrankter Menschen - für ein gutes Leben!"
Asklepios bündelt in seinem umfangreichen Programm Patientensicherheit schon
seit vielen Jahren bewährte Instrumente, Standards und Lernprozesse. Ziel ist
es, Risiken früh zu erkennen, vermeidbare Schäden zu reduzieren, aus Ereignissen
zu lernen und Patient:innen sowie ihre Angehörigen als aktive Partner in die
Versorgung einzubeziehen.
Nichtübertragbare Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Diabetes,
chronische Atemwegserkrankungen oder psychische Erkrankungen begleiten viele
Betroffene über Jahre oder ein Leben lang. Ihre Behandlung umfasst häufig
verschiedene Versorgungsbereiche, Berufsgruppen und Übergänge - etwa zwischen
ambulanter und stationärer Versorgung, Diagnostik, Therapie, Rehabilitation,
Pflege und Nachsorge. Gerade deshalb sind klare Prozesse, eine verlässliche
Kommunikation und eine sichere Arzneimitteltherapie entscheidend.
"Menschen mit chronischen Erkrankungen sind auf eine Versorgung angewiesen, die
nicht nur fachlich exzellent, sondern auch verlässlich aufeinander abgestimmt
ist. Patientensicherheit entsteht nicht durch eine einzelne Maßnahme. Sie ist
das Ergebnis guter Zusammenarbeit, klarer Standards, offener Kommunikation und
einer Kultur, in der wir aus Risiken und kritischen Ereignissen lernen", sagt
Privatdozentin Dr. Sara Sheikhzadeh, Medizinischer Vorstand der Asklepios
Gruppe.
Patientensicherheit als fester Bestandteil des Klinikalltags
Das Asklepios Programm Patientensicherheit bündelt Instrumente und Maßnahmen,
mit denen klinische Risiken frühzeitig erkannt, analysiert und möglichst
vermieden werden sollen. Dazu gehören unter anderem
Patientenidentifikationsarmbänder, die sichere Zuordnung bei Aufnahme,
Diagnostik und Behandlung unterstützen, festgelegte Kriterien für die sichere
Medikamentengabe sowie die OP-Sicherheits-Checkliste. Diese wird vor und während
eines Eingriffs eingesetzt, um potenzielle Risiken zu identifizieren und die
Umsetzung notwendiger Sicherheitsmaßnahmen zu unterstützen.
Ein zentraler Baustein ist außerdem das Critical Incident Reporting System
(CIRS). Mitarbeitende können darüber anonym auf Fehler, Beinahe-Ereignisse und
unerwünschte Ereignisse im klinischen Prozess hinweisen. Aus den Meldungen
werden konkrete Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet; relevante Erkenntnisse können
klinik- und abteilungsübergreifend geteilt werden. Ergänzt wird das Programm
durch kollegiale Peer Reviews und Fallkonferenzen, in denen Prozesse und
unerwartete Verläufe analysiert und Optimierungspotenziale identifiziert werden.
Auch die Medikationssicherheit ist ein wichtiger Schwerpunkt: Mit dem
"STOP-Injekt: Check!" setzt Asklepios auf eine zusätzliche, strukturierte
Sicherheitsprüfung unmittelbar vor der intravenösen Medikamentengabe. Die
Methode wurde 2021 mit dem 2. Platz beim Deutschen Preis für Patientensicherheit
ausgezeichnet. Unterstützt werden diese Maßnahmen vom Präventionsformat S.A.V.E.
(Sicher arbeiten - Vertrauen erhalten), in dem Mitarbeitende und ganze Teams
geschult werden. Hier ist ein Überblick über das Asklepios Programm
Patientensicherheit (https://www.asklepios.com/konzern/unternehmen/qualitaet/pat
ientensicherheit/programm) .
Sicher versorgt - gemeinsam mit Patient:innen und Angehörigen
Bei chronischen Erkrankungen ist Gesundheitskompetenz ein wesentlicher Teil der
Sicherheit. Daher informiert Asklepios Patient:innen verständlich über ihre
Behandlung und ermutigt sie, Fragen zu stellen, relevante Vorerkrankungen und
Medikamente anzusprechen und aktiv an Entscheidungen mitzuwirken. Auch
Angehörige können, sofern von den Patient:innen gewünscht, wichtige Begleiter im
Behandlungsprozess sein.
"Patientensicherheit bedeutet auch, Informationen so zu vermitteln, dass
Menschen ihre Behandlung verstehen und mitgestalten können. Wer weiß, warum ein
Medikament verordnet wird, welche nächsten Schritte anstehen oder worauf bei der
Entlassung zu achten ist, kann zur eigenen Sicherheit beitragen. Diese
Partnerschaft ist gerade bei langwierigen Erkrankungen besonders wichtig", so PD
Dr. Sheikhzadeh.
Aktionen zum Welttag
Rund um den Welttag der Patientensicherheit informieren Asklepios Kliniken
bundesweit über ihre Maßnahmen zur Patientensicherheit. Geplant sind unter
anderem Informationsstände und Materialien für Patient:innen, Angehörige und
Mitarbeitende sowie Aktionen zu Themen wie Händehygiene, OP-Sicherheit,
Medikationssicherheit, CIRS und dem Schutz vulnerabler Patientengruppen. Als
sichtbares Zeichen der internationalen Kampagne werden ausgewählte Klinikgebäude
und Eingangsbereiche am Vorabend, dem 16. September, orange angestrahlt.
Das internationale Motto der Weltgesundheitsorganisation lautet "Safe care for
noncommunicable diseases"; die WHO ruft dazu auf, die Sicherheit entlang des
gesamten Versorgungskontinuums zu stärken. Das Aktionsbündnis
Patientensicherheit hat dafür das deutsche Motto "Sichere Versorgung chronisch
erkrankter Menschen - für ein gutes Leben!" gewählt.
Asklepios engagiert sich darüber hinaus als Fördermitglied im Aktionsbündnis
Patientensicherheit (APS) und unterstützt dessen Einsatz für eine sichere
Gesundheitsversorgung.
Kontakt:
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