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Berlin (ots) - Seit Juni verschiebt sich der Kabinettsbeschluss zum
Pflegeneuordnungsgesetz weiter nach hinten. Nun hat Gesundheitsminister Carsten
Linnemann zeitgleich die Gründung einer Expertenkommission für eine
Strukturreform in der Pflege angekündigt. Dazu erklärt Thomas Mähnert, Mitglied
des Bundesvorstandes:
"Der vorliegende Entwurf zum Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) ist in erster Linie
ein Sparpaket, in dem notwendige strukturelle Veränderungen nicht ausreichend
mitgedacht werden und durch das Pflegebedürftige, Pflegekräfte und Pflegedienste
weiter unter Druck geraten. Die Notwendigkeit einer Strukturreform ist lange
bekannt. Zahlreiche Lösungsvorschläge aus der Praxisdazu liegen auf dem Tisch.
Gleichzeitig ist der Zeitplan für die Verabschiedung des PNOG bereits kritisch:
der Kabinettsbeschluss steht noch aus, zugleich sollen Teile des Gesetzes
bereits ab 2027 gelten. Die Kurzfristigkeit der geplanten Änderungen würde die
Versorgungsstrukturen vor Ort weiter belasten. Daher plädieren wir ausdrücklich
dafür, die Struktur- und Finanzierungsreform konsequent zusammenzudenken und
notwendige Korrekturen im laufenden Prozess vorzunehmen. Grundlegende
Strukturfragen wie die Einführung eines Fachleistungsstunden-Budgets, den
Sockel-Spitze-Tausch und den Abbau der Sektorengrenzen sollten gemeinsam mit
Finanzierungsfragen im Rahmen einer ganzheitlichen Reform und mit ausreichendem
Vorlauf geklärt und umgesetzt werden."
Pflegeangebote bei den Johannitern
Die Johanniter-Unfall-Hilfe betreibt deutschlandweit 169 ambulante
Pflegedienste. In 55 Tagespflegeeinrichtungen und 39 ambulant betreute
Pflegewohngemeinschaften werden tagtäglich Menschen betreut. In 188
Einrichtungen des Betreuten Wohnens kümmern sich die Johanniter um die
Bewohnerinnen und Bewohner, wenn diese Hilfe benötigen. In 19 ambulanten
Hospizdiensten und vier stationären Hospizen begleiten Johanniter Menschen in
ihrer letzten Lebensphase.
Über die Johanniter-Unfall-Hilfe
Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist mit mehr als 44.000 ehrenamtlichen Helferinnen
und Helfern, rund 35.000 Beschäftigten und 1,1 Millionen Fördermitgliedern eine
der größten Hilfsorganisationen in Deutschland und zugleich ein großes
Unternehmen der Sozialwirtschaft. Die Johanniter engagieren sich in den
Bereichen Rettungs- und Sanitätsdienst, Katastrophenschutz, Betreuung und Pflege
von alten und kranken Menschen, Fahrdienst für Menschen mit eingeschränkter
Mobilität, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Hospizarbeit und anderen
Hilfeleistungen im karitativen Bereich sowie in der humanitären Hilfe im
Ausland. Mehr Informationen unter
http://www.johanniter.de/johanniter-unfall-hilfe .
Pressekontakt:
Juliane Flurschütz, Stellvertretende Pressesprecherin
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Bundesgeschäftsstelle
Tel. 030-26997-361, Mobil 0173 619 3409
E-Mail: mailto:medien@johanniter.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/14240/6353368
OTS: Johanniter Unfall Hilfe e.V.
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