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Krefeld (ots) - Gestern hat der Flüssiggasversorger Primagas im
brandenburgischen Schwarzheide eine Lagerstätte für regenerativen Dimethylether
(rDME) und Flüssiggas eröffnet. Die europaweit erste Anlage ihrer Art umfasst
zwei Behälter mit je 30 Tonnen Kapazität. Damit schafft Primagas eine zentrale
Voraussetzung für seine geplanten Feldtests mit rDME und treibt den Aufbau einer
Lieferkette für den erneuerbaren Energieträger voran.
In einem Pilotprojekt testete Primagas seit 2023 mit Partnern drei
Flüssiggas-Heizungsanlagen auf ihre Eignung für rDME. Die anteilige Nutzung des
Energieträgers wurde erprobt: 20 beziehungsweise 65 Prozent rDME gemischt mit
Flüssiggas sowie 100 Prozent rDME. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, welche
technischen Voraussetzungen für einen anteiligen, mehrheitlichen oder
vollständigen Einsatz des regenerativen Energieträgers in marktüblichen
Flüssiggas-Versorgungsanlagen erfüllt sein müssen. Dafür wurden unter anderem
Regler, Ventile und Leitungen geprüft. Diese Untersuchungen waren notwendig,
weil rDME und Flüssiggas zwar chemisch ähnlich, aber nicht identisch sind.
Besonders aufgrund seiner Polarität kann rDME spezifische Anforderungen an
Materialien und Bauteile stellen. "Die Tests haben gezeigt, dass rDME in den
untersuchten Anlagen ohne nennenswerte Auffälligkeiten eingesetzt werden
konnte", sagt Maarten Jan Oskam, Geschäftsführer von Primagas. "Jetzt gehen wir
gemeinsam mit unseren Projektpartnern in die nächste Phase. Wir schaffen mit der
Inbetriebnahme des Lagers in Schwarzheide die logistische Grundlage dafür, rDME
künftig zuverlässig bevorraten und ausliefern zu können."
Erstes deutsches rDME-Lager: Ausgangspunkt für Logistik
Das neue rDME-Lager in Schwarzheide ist das erste seiner Art in Europa und eine
echte Innovation. Innerhalb der Branche ist Primagas damit einmal mehr
Wegbereiter für regenerative Flüssiggas-Alternativen. Das Lager befindet sich
auf dem Gelände der Spedition Alfred Talke GmbH & Co. KG. Der Logistikpartner
von Primagas hat den Aufbau der neuen Lager- und Logistikinfrastruktur eng
begleitet und wird künftig gemeinsam mit ihrer Tochter, der Grimmener SpeziTrans
& Service GmbH, auch die Belieferung an Kundinnen und Kunden übernehmen.
"Mit rDME entsteht ein neuer Energieträger, für den zunächst auch die passende
Logistik geschaffen werden musste. Gemeinsam mit Primagas, SpeziTrans und
weiteren Projektpartnern haben wir Lösungen entwickelt, um rDME sicher zu lagern
und zuverlässig zu transportieren. Das Projekt zeigt, wie durch enge
Zusammenarbeit und Vertrauen neue Anforderungen erfolgreich in die Praxis
umgesetzt werden können. Mit unserer Erfahrung unterstützen wir Kunden dabei,
innovative Produkte und Energieträger sicher und zuverlässig in die Praxis zu
bringen", sagt David Dießner, Standortleiter von Talke in Schwarzheide.
Vor Ort sind die beiden oberirdischen 30-Tonnen-Behälter in einen Sandwall
eingefasst. Mit dem rDME, welches sie bevorraten, werden zunächst die
Teilnehmenden der geplanten Feldtests versorgt - und perspektivisch auch erste
Kundinnen und Kunden.
"Schwarzheide ist für uns ein wichtiger Meilenstein, denn eine neue
Energielösung braucht nicht nur geeignete Anwendungen, sondern auch eine
funktionierende Lager- und Versorgungsstruktur", so Maarten Jan Oskam. "Unser
Ziel ist es, rDME unter dem Namen Futuria DME bundesweit verfügbar zu machen und
das heutige Flüssiggas-Angebot damit um einen weiteren erneuerbaren
Energieträger zu ergänzen. Potenzial dafür sehen wir außerhalb geplanter
Wärmenetze sowie in Bestandsgebäuden, die sich technisch oder aus
wirtschaftlicher Sicht nicht ohne Weiteres vollständig elektrifizieren lassen -
etwa in ländlichen Regionen."
Weitere Informationen gibt es unter:
http://www.primagas.de/ (Primagas-Website)
http://www.futuria-dme.de/ (Infos zu rDME)
Pressekontakt:
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