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Kämpfe im Jemen verschärfen Notlage von Kindern und Familien

16.09.2026 19:20 Uhr Save the Children Deutschland e.V.

Berlin/Aden (ots) -

- Anhaltende Kämpfe, Vertreibung und Krankheiten treffen Kinder besonders hart. - Nur noch 60 Prozent der Gesundheitseinrichtungen in Jemen sind voll funktionsfähig - Millionen mangelernährter Kinder und schwangerer Frauen haben keinen Zugang zu lebensrettender medizinischer Versorgung und Impfungen

Die Notlage von Kindern und Familien im Jemen verschärft sich weiter. Anhaltende Kämpfe, Vertreibung und Krankheiten treffen Kinder besonders hart. Gesundheitseinrichtungen wurden beschädigt und sind teilweise nicht mehr funktionsfähig. Der Zugang zu medizinischer Versorgung ist eingeschränkt und die Lieferung von Medikamenten, Nahrung und medizinischem Material an Gesundheitseinrichtungen nahe den Kampfgebieten ist beeinträchtigt.

"Die jüngste Eskalation der Gewalt trifft Kinder und Familien in einer ohnehin schweren humanitären Krise. Gesundheitseinrichtungen wurden beschädigt, zehntausende Menschen sind auf der Flucht und der Zugang zu lebensrettender Hilfe ist eingeschränkt. Der Plan für die humanitäre Hilfe ist bislang nur zu 20 Prozent finanziert. Zusätzliche finanzielle Mittel werden dringend gebraucht, um neu vertriebene Kinder und Familien zu versorgen und bestehende Hilfsangebote aufrechtzuerhalten. Jedes Kind im Jemen sollte sicheren Zugang zu Gesundheitsversorgung, Nahrung, Wasser, Bildung, einer Unterkunft und Schutz haben", sagt Florian Westphal, Geschäftsführer von Save the Children Deutschland.

Für die derzeit mehr als 104.000 Menschen auf der Flucht ist der Zugang zu Hilfe und Unterstützung unsicher. Derweil nehmen Infektionskrankheiten wie Masern und akuter wässriger Durchfall und Cholera zu. Starke Regenfälle und Sturzfluten belasten die humanitäre Lage zusätzlich. Mindestens 43 Kinder, die während der Kampfhandlungen schwer verletzt wurden, wurden zur lebensrettenden medizinischen Versorgung an Save the Children überwiesen.

Schon vor den aktuellen Kämpfen war das Gesundheitssystem im Jemen schwer geschwächt. Nach Angaben der Vereinten Nationen waren im Januar nur 60 Prozent der Gesundheitseinrichtungen vollständig funktionsfähig. Mindestens 450 Einrichtungen wurden geschlossen. Millionen mangelernährter Kinder und schwangerer Frauen haben dadurch keinen Zugang zu lebensrettender medizinischer Versorgung und zu Impfungen gegen vermeidbare Krankheiten wie Masern, Diphtherie, Cholera und Polio.

Save the Children unterstützt die Menschen im Jemen unter anderem mit finanzieller Soforthilfe, Notunterkünften sowie der Verteilung von Hygieneartikeln und Trinkwasser. Außerdem ist die Kinderrechtsorganisation in den Bereichen Kinderschutz, medizinische Versorgung, Behandlung von Mangelernährung sowie Familienzusammenführung aktiv. Im Jemen sind schätzungsweise 22,3 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen, jedoch ist der finanzielle Bedarf für dieses Jahr erst zu einem Fünftel gedeckt.

Über Save the Children

Im Nachkriegsjahr 1919 gründete die britische Sozialreformerin und Kinderrechtlerin Eglantyne Jebb Save the Children, um Kinder in Deutschland und Österreich vor dem Hungertod zu retten. Heute ist die inzwischen größte unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt in rund 100 Ländern tätig. Save the Children setzt sich ein für Kinder in Kriegen, Konflikten und Katastrophen. Für eine Welt, die die Rechte der Kinder achtet, in der alle Kinder gesund und sicher leben sowie frei und selbstbestimmt aufwachsen und lernen können - seit über 100 Jahren.

Pressekontakt:

Save the Children Deutschland e.V. Pressestelle Tel.: +49 (0)30 - 27 59 59 79 - 226 Mail: mailto:presse@savethechildren.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/106106/6353549 OTS: Save the Children Deutschland e.V.


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Save the Children Deutschland e.V.
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