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Berlin/Aden (ots) -
- Anhaltende Kämpfe, Vertreibung und Krankheiten treffen Kinder besonders hart.
- Nur noch 60 Prozent der Gesundheitseinrichtungen in Jemen sind voll
funktionsfähig
- Millionen mangelernährter Kinder und schwangerer Frauen haben keinen Zugang zu
lebensrettender medizinischer Versorgung und Impfungen
Die Notlage von Kindern und Familien im Jemen verschärft sich weiter. Anhaltende
Kämpfe, Vertreibung und Krankheiten treffen Kinder besonders hart.
Gesundheitseinrichtungen wurden beschädigt und sind teilweise nicht mehr
funktionsfähig. Der Zugang zu medizinischer Versorgung ist eingeschränkt und die
Lieferung von Medikamenten, Nahrung und medizinischem Material an
Gesundheitseinrichtungen nahe den Kampfgebieten ist beeinträchtigt.
"Die jüngste Eskalation der Gewalt trifft Kinder und Familien in einer ohnehin
schweren humanitären Krise. Gesundheitseinrichtungen wurden beschädigt,
zehntausende Menschen sind auf der Flucht und der Zugang zu lebensrettender
Hilfe ist eingeschränkt. Der Plan für die humanitäre Hilfe ist bislang nur zu 20
Prozent finanziert. Zusätzliche finanzielle Mittel werden dringend gebraucht, um
neu vertriebene Kinder und Familien zu versorgen und bestehende Hilfsangebote
aufrechtzuerhalten. Jedes Kind im Jemen sollte sicheren Zugang zu
Gesundheitsversorgung, Nahrung, Wasser, Bildung, einer Unterkunft und Schutz
haben", sagt Florian Westphal, Geschäftsführer von Save the Children
Deutschland.
Für die derzeit mehr als 104.000 Menschen auf der Flucht ist der Zugang zu Hilfe
und Unterstützung unsicher. Derweil nehmen Infektionskrankheiten wie Masern und
akuter wässriger Durchfall und Cholera zu. Starke Regenfälle und Sturzfluten
belasten die humanitäre Lage zusätzlich. Mindestens 43 Kinder, die während der
Kampfhandlungen schwer verletzt wurden, wurden zur lebensrettenden medizinischen
Versorgung an Save the Children überwiesen.
Schon vor den aktuellen Kämpfen war das Gesundheitssystem im Jemen schwer
geschwächt. Nach Angaben der Vereinten Nationen waren im Januar nur 60 Prozent
der Gesundheitseinrichtungen vollständig funktionsfähig. Mindestens 450
Einrichtungen wurden geschlossen. Millionen mangelernährter Kinder und
schwangerer Frauen haben dadurch keinen Zugang zu lebensrettender medizinischer
Versorgung und zu Impfungen gegen vermeidbare Krankheiten wie Masern,
Diphtherie, Cholera und Polio.
Save the Children unterstützt die Menschen im Jemen unter anderem mit
finanzieller Soforthilfe, Notunterkünften sowie der Verteilung von
Hygieneartikeln und Trinkwasser. Außerdem ist die Kinderrechtsorganisation in
den Bereichen Kinderschutz, medizinische Versorgung, Behandlung von
Mangelernährung sowie Familienzusammenführung aktiv. Im Jemen sind
schätzungsweise 22,3 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen, jedoch
ist der finanzielle Bedarf für dieses Jahr erst zu einem Fünftel gedeckt.
Über Save the Children
Im Nachkriegsjahr 1919 gründete die britische Sozialreformerin und
Kinderrechtlerin Eglantyne Jebb Save the Children, um Kinder in Deutschland und
Österreich vor dem Hungertod zu retten. Heute ist die inzwischen größte
unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt in rund 100 Ländern tätig. Save
the Children setzt sich ein für Kinder in Kriegen, Konflikten und Katastrophen.
Für eine Welt, die die Rechte der Kinder achtet, in der alle Kinder gesund und
sicher leben sowie frei und selbstbestimmt aufwachsen und lernen können - seit
über 100 Jahren.
Pressekontakt:
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Tel.: +49 (0)30 - 27 59 59 79 - 226
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