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Frankfurt (ots) - Die Reform der staatlich geförderten Altersvorsorge und die
Einführung der Frühstartrente zählen zu den größten Veränderungen im deutschen
Vorsorgesystem der vergangenen Jahrzehnte. Markus Knapp, Mitglied des Vorstands
der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) und verantwortlich für die Bereiche
Versicherungen, Zentrale Vertriebsentwicklung sowie Fach- und
Vertriebsausbildung, begrüßt die Reform. Er weist darauf hin, dass mit den neuen
Möglichkeiten allerdings auch die Komplexität wächst und die Bedeutung
persönlicher Beratung weiter zunimmt. Neue Wahlmöglichkeiten machen die
Entscheidung für die individuell passende Vorsorgestrategie anspruchsvoller denn
je.
Die gesetzliche Rente ist für die meisten Menschen ein wichtiger Baustein ihrer
Altersvorsorge. Sie allein wird jedoch nicht ausreichen, um den gewohnten
Lebensstandard im Alter dauerhaft zu sichern. Aus diesem Grund hat die Bedeutung
privater Vorsorge deutlich zugenommen. Dabei haben sich die Anforderungen an die
moderne Altersvorsorge immer weiter verändert. Menschen wünschen sich heute mehr
Wahlfreiheit und individuellere Lösungen als noch vor zwei oder drei
Jahrzehnten. Nun hat die Politik eine umfassende Reform der staatlich
geförderten Altersvorsorge auf den Weg gebracht. Künftig sollen flexiblere
Produktlösungen und vereinfachte Fördermechanismen ermöglicht werden. Das ist
richtig und notwendig, denn neue Angebote für den langfristigen Vermögensaufbau
können dazu beitragen, Menschen den Einstieg in die private Vorsorge zu
erleichtern. Die Vermögensberaterinnen und Vermögensberater der DVAG begleiten
seit über 50 Jahren Menschen bei wichtigen Finanzentscheidungen und entwickeln
passgenaue Vorsorgekonzepte. Ihre Erfahrung zeigt: Altersvorsorge ist ein sehr
individuelles Thema. Lebenssituationen, Ziele und Sicherheitsbedürfnisse
unterscheiden sich von Mensch zu Mensch. Genau deshalb wird es auch künftig
keine Standardlösung für die Altersvorsorge geben.
Das Altersvorsorgedepot ist ein Baustein, nicht die gesamte Lösung
Die öffentliche Diskussion konzentriert sich derzeit stark auf das
Altersvorsorgedepot. Das ist nachvollziehbar, schließlich stellt es eine der
sichtbarsten Neuerungen der Reform dar. Dabei sollte nicht aus dem Blick
geraten, dass die staatlich geförderte Altersvorsorge nur einen Teil einer
umfassenden Vorsorgestrategie ausmacht.
Wer seine Rentenlücke schließen möchte, wird auch künftig auf mehrere Bausteine
angewiesen sein. Das Altersvorsorgedepot kann dabei eine wichtige Rolle spielen.
Daneben gehören die betriebliche Altersversorgung, private Rentenversicherungen
und weitere Formen des langfristigen Vermögensaufbaus zu einer umfassenden
Vorsorgestrategie. Zudem sind bestehende Vorsorgelösungen durch die neuen
Fördermöglichkeiten nicht automatisch überholt. Entscheidend bleiben die
individuelle Situation des Einzelnen und die passende Kombination verschiedener
Vorsorgelösungen.
Mehr Möglichkeiten bedeuten mehr Verantwortung
Mit den Neuerungen der Altersvorsorgereform wächst die Zahl der
Wahlmöglichkeiten. Dadurch wird auch mehr Verantwortung auf die einzelnen Sparer
übertragen. Während bisher viele Vorgaben festgelegt waren, müssen Verbraucher
im Bereich der staatlich geförderten Altersvorsorge künftig häufiger
entscheiden, welches Verhältnis von Renditechance, Flexibilität und Sicherheit
zu ihrer persönlichen Lebenssituation passt. Eine qualifizierte persönliche
Beratung wird damit wichtiger denn je.
Wer eine Immobilie erwerben möchte, hat im Alter andere Anforderungen an
Liquidität und Planungssicherheit als jemand, der bereits schuldenfrei ist.
Familien mit Kindern setzen andere Schwerpunkte als Alleinstehende. Manche
Menschen legen besonderen Wert auf Garantien, andere bevorzugen höhere
Renditechancen. Genau darin liegt der wachsende Beratungsbedarf: Nicht die
Auswahl eines einzelnen Produkts, sondern die Entwicklung einer individuell
passenden Vorsorgestrategie bleibt die entscheidende Aufgabe.
Hinzu kommt, dass das Sicherheitsbedürfnis vieler Menschen weiterhin groß ist.
Laut einer aktuellen Studie bevorzugen 44 Prozent der Befragten eine Lösung mit
80-prozentiger Garantie und mittleren Renditechancen. Rund ein Drittel wünscht
sich sogar weiterhin eine vollständige Garantie, während lediglich neun Prozent
vollständig darauf verzichten würden.
Entscheidungen brauchen Beratung
Finanzielle Zukunftsplanung ist keine einmalige Entscheidung. Lebenssituationen
verändern sich. Familien werden gegründet und Immobilien erworben, berufliche
Wege entwickeln sich weiter oder neue finanzielle Ziele entstehen. Gute
Altersvorsorgeberatung endet deshalb nicht mit der Auswahl eines Produkts. Sie
begleitet Menschen über viele Jahre hinweg und passt Vorsorgekonzepte regelmäßig
an veränderte Lebenssituationen an. Was heute die passende Lösung ist, muss es
in zehn oder zwanzig Jahren nicht mehr sein.
Auch deshalb sehe ich es kritisch, dass das Standardprodukt und die
Frühstartrente ohne Beratung abgeschlossen werden können. Die Vereinfachung des
Zugangs darf nicht mit einer Vereinfachung der Entscheidung verwechselt werden.
Und mit Blick auf das weiterhin vorherrschende Sicherheitsbedürfnis der
Deutschen passt das Standardprodukt mit seiner fehlenden Beitragsgarantie nicht
zu den Wünschen vieler Menschen.
Was zählt, ist die richtige Vorsorgestrategie
Die Reform der staatlich geförderten Altersvorsorge ist ein wichtiger
Fortschritt. Die Zukunft der Altersvorsorge entscheidet sich aber nicht anhand
eines neuen Produktes, sondern in der ganzheitlichen Beratung. Neue
Möglichkeiten schaffen noch keine gute Altersvorsorge. Erst ihre richtige
Einordnung und Kombination führt zu tragfähigen Vorsorgekonzepten. Genau dabei
werden die Vermögensberaterinnen und Vermögensberater der Deutschen
Vermögensberatung künftig eine noch wichtigere Rolle spielen.
Quelle: Marktuntersuchung von Sirius Campus und Aeiforia: https://ots.de/cCUvy7
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OTS: DVAG Deutsche Vermögensberatung AG
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