|
Hamburg (ots) - Eine Blitzumfrage unter 271 Krankenhäusern mit Notaufnahmen der
Deutschen Gesellschaft für Notfallmedizin (DGINA) unterstreicht die
Notwendigkeit einer umfassenden Notfallreform. Bereits 2022 hat Asklepios auf
die Problematik hingewiesen und angesichts der schon damals oft dramatisch
überlasteten Notaufnahmen eine Taskforce unter Führung der Stadt Hamburg
gefordert. Ziel war es, alle Verantwortlichen der Notfallversorgung
zusammenzubringen und mit konkreten Maßnahmen, von denen die Stadt zentrale
Punkte im weiteren Verlauf umgesetzt hat, die Versorgung von Patientinnen und
Patienten dauerhaft zu stabilisieren. Nun ist es an der Bundesregierung, mit der
Umsetzung der Gesetze zur Notfallreform dafür Sorge zu tragen, dass
Rettungsdienste und Kliniken entlastet werden, indem Patientinnen und Patienten
schnell in die richtige Versorgungsstruktur geleitet werden.
"Als größter Notfallversorger in Hamburg tragen wir eine besondere Verantwortung
und gleichzeitig eine besondere Last in der Notfallversorgung für die
Hansestadt. Unsere Mitarbeitenden leisten jeden Tag unter enormen Belastungen
weithin anerkannte und hochqualifizierte medizinische Arbeit", sagt PD Dr. Sara
Sheikhzadeh, Chief Medical Officer der Asklepios Kliniken. "Aber Notaufnahmen
können nicht dauerhaft ausgleichen, was an anderen Stellen des
Gesundheitssystems nicht funktioniert. Darauf haben wir bereits 2022
hingewiesen. Jetzt müssen die notwendigen Veränderungen auf Bundesebene
umgesetzt werden." Gleichzeitig arbeitet Asklepios kontinuierlich daran, die
eigenen Abläufe zu verbessern und Mitarbeitende im anspruchsvollen Alltag der
Notaufnahmen bestmöglich zu unterstützen.
Die Ergebnisse der dritten DGINA-Blitzumfrage zeigen bundesweit, wie dringlich
eine strukturelle Neuordnung der Notfallversorgung ist: 45 Prozent der befragten
Notaufnahmen berichteten am Erhebungstag von einer Überlastung. Bei 13,6 Prozent
war die Situation nach den verwendeten Kategorien kritisch oder sogar so
angespannt, dass die Patientensicherheit gefährdet sein konnte. Wesentliche
Belastungsfaktoren sind fehlende stationäre Betten für die Aufnahme von
Notfallpatientinnen und -patienten sowie personelle Engpässe.
Die Ergebnisse zeigen: Überlastete Notaufnahmen sind kein Problem einzelner
Krankenhäuser, sondern eine strukturelle Herausforderung für die gesamte
Notfallversorgung in Deutschland. Sie entsteht beispielsweise dort, wo
Rettungsdienst, ärztlicher Bereitschaftsdienst, ambulante Versorgung,
Pflegeeinrichtungen und Kliniken nicht ausreichend miteinander verzahnt sind",
so PD Dr. Sara Sheikhzadeh weiter.
Die geplante Notfallreform der Bundesregierung greift zentrale Forderungen der
Kliniken auf: eine stärker vernetzte, digitale und standardisierte
Notfallversorgung sowie eine bessere Steuerung von Patientinnen und Patienten
über Gesundheits- und Akutleitstellen. Auch die DGINA fordert, dass
Hilfesuchende vor dem Aufsuchen eines Krankenhauses oder Integrierten
Notfallzentrums verbindlich Kontakt zu einer Leitstelle aufnehmen sollen.
"Die aktuelle DGINA-Umfrage ist ein deutlicher Beleg dafür, dass die Probleme
nicht nur fortbestehen, sondern vielerorts zum Alltag geworden sind", erklärt
Joachim Gemmel, Sprecher der Geschäftsführung der Asklepios Kliniken Hamburg.
"Wir brauchen eine Reform, die Patientinnen und Patienten schnell in die
richtige Versorgungsstruktur steuert, die Rettungsdienste entlastet und Kliniken
wieder in die Lage versetzt, sich auf schwere und zeitkritische Notfälle zu
konzentrieren."
Asklepios begrüßt, dass die Bundesregierung die Notfallreform auf den Weg
gebracht hat. Entscheidend wird nun sein, die geplanten Strukturen rasch und
verbindlich umzusetzen, gemeinsam mit Ländern, Kommunen, Kassenärztlichen
Vereinigungen, Rettungsdiensten, Pflege und Krankenhäusern. Denn eine sichere
Notfallversorgung braucht klare Zuständigkeiten, transparente Kapazitäten und
funktionierende Wege für Patientinnen und Patienten.
Kontakt:
https://www.asklepios.com/konzern/unternehmen/aktuell/pressekontakt/
Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA
Konzernbereich Unternehmenskommunikation & Marketing
Rübenkamp 226
22307 Hamburg
Tel.: (0 40) 18 18-82 66 36
E-Mail: mailto:presse@asklepios.com
24-Stunden-Rufbereitschaft der Pressestelle: (040) 1818-82 8888.
Besuchen Sie Asklepios im Internet, auf Facebook oder YouTube:
http://www.asklepios.com
http://www.asklepios.com/gesundheitsmagazin
http://www.youtube.com/asklepioskliniken
de.linkedin.com/company/asklepios
http://www.instagram.com/asklepioskliniken/
http://www.facebook.com/asklepioskliniken
http://www.tiktok.com/@asklepioskliniken
Anmeldung zum Asklepios Newsletter:
https://www.asklepios.com/konzern/newsletter-anmeldung/
Pflege-Blog: "Wir sind Pflege" ( https://wir-sind-pflege.blog/)
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/65048/6357141
OTS: Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA
|