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Ex-Linke-Fraktionschef Dietmar Bartsch: Antisemitismus hat in der Linken und nirgendwo einen Platz - Thema wird von anderen Parteien instrumentalisiert

23.09.2026 21:15 Uhr PHOENIX

Berlin/Bonn (ots) - 23. September 2026 - Der frühere Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Dietmar Bartsch, ist Antisemitismus-Vorwürfen gegen den Berliner Landesverband seiner Partei entgegengetreten, hat jedoch weitere eindeutige Stellungnahmen von führenden Berliner Linken-Politikern eingefordert. "Ich bin dagegen, dass man jetzt die Linke in Berlin denunziert. Das ist schlicht falsch", so Bartsch im Fernsehsender phoenix und fügte hinzu: "Antisemitismus hat in der Linken keinen Platz, hat in Berlin keinen Platz, hat nirgendwo einen Platz. Genauso ist das bei der Organisierten Kriminalität." Diese Eindeutigkeit sei für seine Partei eine wichtige politische Grundlage. "Da müssen wir klar sein. Und da erwarte ich, und das wird auch so sein, vom Berliner Landesverband ausdrücklich, sowohl auf dem Landesparteitag als auch in den Koalitionsgesprächen eine entsprechende Position." Einige Meinungsäußerungen aus dem Berliner Landesverband seien in der Vergangenheit nicht erfreulich gewesen, "und da kann man sich auch für schämen". Niemand habe das Recht, jüdisches Leben in Berlin in Frage zu stellen oder das Existenzrecht Israels zu leugnen.

Allerdings werde dieses Thema aktuell von anderen Parteien zu eigenen Zwecken instrumentalisiert. Wenn etwa die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten über das Amt des Regierenden Bürgermeisters nachdenke, "dann ist das absurd". Die Berliner Bürger hätten einen klaren Regierungsauftrag an die Linke erteilt. Auch die Warnungen ehemaliger SPD-Bürgermeister und SPD-Parteichefs in Berlin an die eigene Partei, auch aufgrund der Antisemitismus-Vorwürfe keine Gespräche mit der Linken zu führen, wies Bartsch zurück. "Die 12,1 Prozent-SPD macht jetzt die große Welle, die haben selbst genügend Probleme, auch mit diesem Thema." Es gehe darum, dass alle Menschen in der deutschen Hauptstadt ihren Platz finden könnten. "Und selbstverständlich gehören Jüdinnen und Juden dazu", so Dietmar Bartsch.

Das ganze Gespräch sehen Sie hier https://www.youtube.com/watch?v=26a0w327RO8

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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - PHOENIX
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