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Berlin/Bonn (ots) - 23. September 2026 - Der frühere Fraktionsvorsitzende der
Linken im Bundestag, Dietmar Bartsch, ist Antisemitismus-Vorwürfen gegen den
Berliner Landesverband seiner Partei entgegengetreten, hat jedoch weitere
eindeutige Stellungnahmen von führenden Berliner Linken-Politikern eingefordert.
"Ich bin dagegen, dass man jetzt die Linke in Berlin denunziert. Das ist
schlicht falsch", so Bartsch im Fernsehsender phoenix und fügte hinzu:
"Antisemitismus hat in der Linken keinen Platz, hat in Berlin keinen Platz, hat
nirgendwo einen Platz. Genauso ist das bei der Organisierten Kriminalität."
Diese Eindeutigkeit sei für seine Partei eine wichtige politische Grundlage. "Da
müssen wir klar sein. Und da erwarte ich, und das wird auch so sein, vom
Berliner Landesverband ausdrücklich, sowohl auf dem Landesparteitag als auch in
den Koalitionsgesprächen eine entsprechende Position." Einige Meinungsäußerungen
aus dem Berliner Landesverband seien in der Vergangenheit nicht erfreulich
gewesen, "und da kann man sich auch für schämen". Niemand habe das Recht,
jüdisches Leben in Berlin in Frage zu stellen oder das Existenzrecht Israels zu
leugnen.
Allerdings werde dieses Thema aktuell von anderen Parteien zu eigenen Zwecken
instrumentalisiert. Wenn etwa die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten über das Amt
des Regierenden Bürgermeisters nachdenke, "dann ist das absurd". Die Berliner
Bürger hätten einen klaren Regierungsauftrag an die Linke erteilt. Auch die
Warnungen ehemaliger SPD-Bürgermeister und SPD-Parteichefs in Berlin an die
eigene Partei, auch aufgrund der Antisemitismus-Vorwürfe keine Gespräche mit der
Linken zu führen, wies Bartsch zurück. "Die 12,1 Prozent-SPD macht jetzt die
große Welle, die haben selbst genügend Probleme, auch mit diesem Thema." Es gehe
darum, dass alle Menschen in der deutschen Hauptstadt ihren Platz finden
könnten. "Und selbstverständlich gehören Jüdinnen und Juden dazu", so Dietmar
Bartsch.
Das ganze Gespräch sehen Sie hier https://www.youtube.com/watch?v=26a0w327RO8
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